Von dem einen Betreuungsverein hab ich ja wieder nichts gehört. Für mich ist es wichtig, dass sich Leute an Absprachen und Abmachungen halten - und da das nun wiederholt nicht der Fall war (eigentlich bisher kein einziges Mal) - habe ich heute in der Thera das nochmal aufgegriffen - ich musste für mich klären, ob ich denn mit denen überhaupt noch zusammenarbeiten kann.
Danach hatte ich ja den Termin bei einem anderen Betreuungsverein - das ist auch der letzte, der noch in Frage käme. Ich wollte nur nicht mehrgleisig fahren und deshalb erstmal abwarten, was vom anderen kommt.
Das Gespräch dort war klasse - wir haben uns 1 3/4 Stunden unterhalten - gut unterhalten, ich hatte das Gefühl, dass ich ernst genommen werde (was weder beim aktuellen, noch bei dem oben erst genannten war, da war es immer das Gegenteil), dass auch ankommt was ich sage und vor allem, dass es auch verstanden wurde.
Dass verstanden wurde, warum ich den aktuellen Betreuer wechseln möchte, obwohl ich ihn sehr mag und ihn für einen sehr guten Betreuer halte - nur halt nicht mehr für mich.
Er ist sehr introvertiert, ruhig, vorsichtig - wenn er unsicher ist, geht er eher einen Schritt zurück - und das ist auch gut so.
Doch ich brauche eher einen extrovertierten, einen quirligen, ein Energiebündel, das mitreissen kann.
Denn "Stop" kann ich sagen, aber ihn zu bitten mir bei diesem oder jendem zur Hand zu gehen - fällt deutlich schwerer - grade in den Bereichen, die bei mir nicht so klappen.
Ausserdem jemand, der einfach anpackt, nicht groß redet und in der Theorie erst guckt wie könnte es gehen, sondern einfach macht - ohne Druck zu machen, mit Sicherheitspausen usw - aber eben mehr der Praktiker als der Theoretiker.
Und ich möchte nicht, dass sich mein Betreuer da verbiegt. Klar er hätte es versucht und ich glaube auch wirklich gerne, doch ich weiss, dass er es halt macht, weil wir das so besprechen, von sich aus würde er es anders handhaben und sich damit dann auch manchmal nicht so wohl fühlen. Er würde sicher auf seine Grenzen achten, aber einiges auch nur mir zu liebe tun - und das will ich nicht.
Das könnte ich auch nicht annehmen - grade wenn es dann nicht so gut geht - diese kleine Unsicherheit dabei - die würde ich sofort wahrnehmen und die würde sich potzenzieren und ich würde noch weniger fragen können, ob er mir dieses oder jenes helfen könnte.
Grade weil ich ihn auch mag und ihn fachlich gut finde, fällt es mir ja so schwer den Wechsel zu erklären, er hat nichts falsch gemacht und ich auch nicht.
Er ist einfach nur zu ruhig für mich. Das war vor einem Jahr noch wichtig und gut, heute ist das leider anders.
Wir haben darüber lange und oft gesprochen - tolle Gespräche, für mich sehr wertvolle Gespräche - und sind uns da auch einig. Grade weil das so ist, können wir ja auch noch zusammenarbeiten bis eben ein Wechsel stattfinden kann. Für uns ist das wirklich geklärt.
Das macht mich dann oft auch traurig, wenn man es immer und immer wieder rechtfertigen muss (sowohl er als auch ich) - dass mir vorgeworfen wird, dass ich das nur aus einer Laune heraus mache und das sowieso falsch sehe. Dass wir das zu dritt (mit der Koordinatorin) anders klären hätten können (was definitiv nicht so ist, denn dann hätte ich gar nichts klären können, Dreiergespräche gehen nicht, da dissoziier ich sofort und krieg nichts mehr mit).
Bei dem Betreuungsverein heute - hatte ich nicht das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. Mein aktueller Betreuer arbeitet auch dort - die kennen ihn also und es war nach 2 Sätzen klar, dass der versteht was ich meine und mir auch zustimmt, dass er verstehen kann dass ich mit meinem Betreuer gut kann, ihn mag und es dennoch der für mich falsche Betreuer sein kann (und vor allem auch warum).
Ein sehr gutes Gespräch - und zum ersten Mal seit drei Monaten - hab ich das Gefühl, dass kann was werden, es kann funktionieren und ich fühle mich dort gut aufgehoben.
Der andere Verein verspricht mir seit 2 Monaten sich zu melden, mir jemand vorzustellen usw - und nichts passiert.
Der heutige versprach mir noch diese Woche einen Termin - er würde den Betreuer, der evt. in Frage käme gleich anrufen, so dass wir für diese Woche noch einen Kennenlern-Termin vereinbaren könnten.
Mal sehen ob es klappt.
Dienstag, 17. November 2009
Montag, 16. November 2009
Hypnose
Heute ist der letzte Hypnosetermin.
Im Frühjahr habe ich mit meinem Therapeuten zusammen überlegt, ob ich mit Hypnoseterminen bei einem ausgebildeten und seriösen Hypnosetherapeut etwas nach helfen möchte - das was dann da aufkommt im Theratermin mit EMDR bearbeiten.
So in etwa war der Plan. Der Thera hatte bei einem Hypnosetherapeuten auch eine Ausbildung gemacht und dieser gilt als Koriphäe auf dem Gebiet - also dort Termine ausgemacht.
Vereinbart hatten wir 10 Termine. Und von diesen ist heute der letzte.
Fazit: der Hypnosetherapeut ist schon älter, hat nur noch vereinzelt Patienten, da er eigentlich schon in Rente ist, macht mehr Vorträge und ähnliches.
Mit Sicherheit sehr seriös - das war mir wichtig.
Er ging sehr vorsichtig ran, besprach sich auch mit meinem Therapeuten und war ziemlich zögerlich.
Im Endeffekt liess er sich da nicht wirklich darauf ein, so dass wir mehr an der Oberfläche blieben.
Es war eine interessante Erfahrung, aber das was ich wollte, konnte ich damit nicht erreichen - an Erinnerungen kam fast gar nichts.
Doch wer weiss wofür es gut ist, oder was es sonst noch bewirkt hat.
Wenn ich es nicht versucht hätte, würde ich mich ewig fragen, ob ich damit weiterkäme. So ist das jetzt weitestgehend vom Tisch für mich.
Allerdings ist für mich auch heute klar: ich würde es niemals machen, wenn das nicht in Zusammenarbeit mit meinem Therapeuten laufen würde und die Termine auch so gelegt sind, dass der Thera abfangen kann, was da eventuell hochkommen könnte.
Im Frühjahr habe ich mit meinem Therapeuten zusammen überlegt, ob ich mit Hypnoseterminen bei einem ausgebildeten und seriösen Hypnosetherapeut etwas nach helfen möchte - das was dann da aufkommt im Theratermin mit EMDR bearbeiten.
So in etwa war der Plan. Der Thera hatte bei einem Hypnosetherapeuten auch eine Ausbildung gemacht und dieser gilt als Koriphäe auf dem Gebiet - also dort Termine ausgemacht.
Vereinbart hatten wir 10 Termine. Und von diesen ist heute der letzte.
Fazit: der Hypnosetherapeut ist schon älter, hat nur noch vereinzelt Patienten, da er eigentlich schon in Rente ist, macht mehr Vorträge und ähnliches.
Mit Sicherheit sehr seriös - das war mir wichtig.
Er ging sehr vorsichtig ran, besprach sich auch mit meinem Therapeuten und war ziemlich zögerlich.
Im Endeffekt liess er sich da nicht wirklich darauf ein, so dass wir mehr an der Oberfläche blieben.
Es war eine interessante Erfahrung, aber das was ich wollte, konnte ich damit nicht erreichen - an Erinnerungen kam fast gar nichts.
Doch wer weiss wofür es gut ist, oder was es sonst noch bewirkt hat.
Wenn ich es nicht versucht hätte, würde ich mich ewig fragen, ob ich damit weiterkäme. So ist das jetzt weitestgehend vom Tisch für mich.
Allerdings ist für mich auch heute klar: ich würde es niemals machen, wenn das nicht in Zusammenarbeit mit meinem Therapeuten laufen würde und die Termine auch so gelegt sind, dass der Thera abfangen kann, was da eventuell hochkommen könnte.
Sonntag, 15. November 2009
Ein langwieriger Prozess III
Dass es mir heute so - verhältnismässig - gut geht liegt also an den vielen Jahren Therapie, dem Glück an die jeweils richtigen Therapeuten zu geraten, der Frequenz - 2 Termine die Woche, meiner Kämpfernatur, die ich geschenkt bekommen hab, dem "Dranbleiben", der Konsequenz und den Menschen die mir auf dem Weg geholfen haben.
Aber auch an der vielen Arbeit die der Therapeut und ich da reingesteckt haben. Harte Arbeit.
Ich habe gelernt, dass nur ich allein was ändern kann, nicht der Therapeut, nicht Gott - nur ich. Und dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann, aber ich kann ändern, was es heute noch anrichtet, wie ich es heute (be-)werte.
Da liegt noch ein sehr sehr langer Weg vor mir, der mit Sicherheit noch viele Steine und Hindernisse bereithält, aber ich habe auch gelernt, dass ich mit kleinen Schritten ans Ziel kommen kann - solange ich daran arbeite, an mir arbeite und etwas ändern möchte.
Aber auch an der vielen Arbeit die der Therapeut und ich da reingesteckt haben. Harte Arbeit.
Ich habe gelernt, dass nur ich allein was ändern kann, nicht der Therapeut, nicht Gott - nur ich. Und dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann, aber ich kann ändern, was es heute noch anrichtet, wie ich es heute (be-)werte.
Da liegt noch ein sehr sehr langer Weg vor mir, der mit Sicherheit noch viele Steine und Hindernisse bereithält, aber ich habe auch gelernt, dass ich mit kleinen Schritten ans Ziel kommen kann - solange ich daran arbeite, an mir arbeite und etwas ändern möchte.
Ein langwieriger Prozess II
Der Umzug war sozusagen eher der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte - nur halt im positiven Sinne.
Meine Kindheit aufzuarbeiten war und ist natürlich nur möglich, wenn ich auf tragfähigem und stabilen Boden stehe. Der Umzug war sozusagen das letzte Puzzleteil für diesen Boden.
Doch damit das eine Puzzlestück einen tragfähigen Untergrund bieten kann, brauchte es sehr sehr viele andere Puzzleteile, die eben schon vorher zusammengesetzt wurden oder zumindest sortiert.
Ich mache seit etwa 18 Jahren Therapie. Die ersten Jahre waren eher kontraproduktiv, da ich einfach die für mich falschen Therapeuten hatte. Leider erkannte ich das erst nach 5 Jahren.
1997 war ein stationärer Aufenthalt der alles veränderte. Zum ersten Mal geriet ich an Therapeuten, die die für mich richtige therpeut. Vorgehensweise angingen.
Dabei sah ich das damals ganz anders. Bis dahin erfuhr ich nur Druck. Therapie war etwas für mich, was schmerzhaft ist, sehr viel auslöst und lähmt.
Denn sämtliche Therapeuten (insgesamt drei bis dahin) waren - für mich - grenzüberschreitend. Es waren Therapiearten, die mir nicht gut taten.
Dann war ich da stationär und die nehmen jeden Druck raus. Ich sollte nur zu den Terminen gehen, die ich wahrnehmen wollte und eben lernen meine Grenzen zu erkennen und klar zu machen.
Das war für mich neu - es hatte noch nie jemanden interessiert wo meine Grenzen waren und ich wusste gar nicht, wo meine Grenzen sind - es war eine "neue Welt" sozusagen.
Ein Jahr war ich dort, es dauerte ein halbes Jahr bis ich mich wirklich drauf einlassen konnte.
Ich hatte unglaubliches Glück an Therapeuten zu geraten, die erkannten, was ich brauche, die bereit waren mir zu zeigen, dass es eben um meine Grenzen ging und nicht um Druck, nicht mehr um die Rolle die ich spielen muss, sondern um mich und vor allem: die die Geduld aufbrachten und mir die Zeit gaben.
Denn auch in dieser Einrichtung waren 8-16 Wochen eher die gängige Zeit. Es kam äußerst selten vor, dass jemand deutlich länger dort blieb.
In dieser Zeit verstarb mein Verlobter an Krebs und damit zerriss jede Verbindung zum damaligen Wohnort und ich entschied hierhin zu ziehen.
Zwei Jahre blieb ich ambulant bei dem Therapeuten der Klinik - bis er leider wegzog. Er half mir einen passenden Therapeuten zu finden, denn ich wäre dazu gar nicht in der Lage gewesen.
Damals konnte ich nichts erzählen von mir, meinem Leben. Ich war gefangen in Panikattacken und ständiger latenter Suizidalität. Immer wenn es um mich ging, erstarrte ich, was natürlich jede Therapie schwierig machte.
Doch der Therapeut wusste was er tat und auch der folgende wusste es.
Trotzdem war es eine sehr harte Zeit.
Weitere vier Jahre Therapie - in der Regel zweimal die Woche - folgten - bis die Krankenkasse keine Therapiestunden mehr übernehmen wollte - ich hatte die max. Anzahl bekommen und fiel in die 2-jährige Sperre - erst nach diesen 2 Jahren konnte ich wieder eine Therapie beantragen.
Und so landete ich beim aktuellen Therapeuten, der über die Ambulanz arbeitet und somit anders abrechnen kann. Geplant war damals halt die 2 Jahre irgendwie überbrücken/überleben.
In der Ambulanz haben sich einige auf Traumatherapie spezialisiert - und bei so jemanden landete ich.
All diese Therapeuten mit ihren doch unterschiedlichen Arten, Grundcharakteren erarbeitete mit mir einzelne Puzzlestücke für den tragfähigen Boden. Das wurde mir allerdings erst im Nachhinein klar.
Dort in der Ambulanz ging es dann jahrelang nur um Krisenmanagement - denn ich stolperte von einer Krise in die nächste. Bis dahin hatte ich 3 längere stationäre Aufenthalte in einer Psychosomatik oder Psychiatrie, während des einen langen Aufenthaltes den ich oben erwähnte war ich ein paar mal zur Krisenintervention auf einer geschlossenen Station (damals ein anderes Krankenhaus) - jeweils immer nur für wenige Tage - dann wieder zurück.
Beim letzten Therapeuten vor der Ambulanz hatten wir einen stationären Aufenthalt in einer Traumaklinik erarbeitet und dieser Aufenthalt war eher eine Retraumatisierung (heute weiss ich, dass ich bei weitem nicht stabil genug dafür war und vor allem: für mich das stationär nicht möglich war, weil ich viel zu lange brauchte um Vertrauen aufzubauen - es konnte so nur schiefgehen, Pech kam noch dazu, da diese Klinik ihre Traumastation grade umstrukturieren - doppelt so viele Betten, aber nicht mehr Therapeuten).
Es war für mich eine Horrorvorstellung nochmal stationär zu gehen. Die Ambulanz gehörte da irgendwie dazu - doch ich hatte nur die Wahl: Ambulanz oder eben gar nichts
Und wieder die Erfahrung: es war wichtig und gut so - es war ein weiteres wichtiges Puzzlestückchen.
Wäre ich schon vorher dort gelandet, wäre es schief gelaufen, aber die Jahre Therapie davor haben möglich gemacht, dass ich das Angebot in der Ambulanz gut nutzen konnte.
Vier Jahre bin ich jetzt dort - es waren harte Jahre. Doch wieder habe ich unglaubliches Glück.
Denn ich hab meine 2 Termine die Woche, weitestgehend regelmässig, bei einem Therapeuten mit dem ich sehr gut zusammenarbeiten kann. Wir hatten unsere Probleme, wir hatten auch eine handfeste Krise - es war sehr unklar ob wir das nochmal hinkriegen - aber wir haben es geschafft.
Diese zwei Jahre Hölle in der alten Wohnung - und die Therapie die da stattfand, dass der Therapeut auch da war, das konnte nur überstehen, weil die Jahre Therapie vorher eine therapeut. Beziehung geschaffen hat, die das aushielt.
All die vielen Termine, Gespräche, Diskussionen - wie haben uns so manches Mal gefetzt, all die vielen kleinen "Beweise" dass er das mitträgt, dass er da ist, ich mich melden kann usw . - all das gehört dazu, jedes einzelne war ein weiteres Puzzlestück.
Es war ein konstantes "Dranbleiben" mit viel Unterstützung, einem Therapeuten, der "dranblieb", wenn ich nicht mehr wollte, der meine "will nicht mehr" und "macht eh keinen Sinn" ertrug und wenn ich die Termine nicht mehr ausmachen wollte, weil "es eh keinen Sinn macht" und ich "eh nur nerve" - mir die Termine einfach gab.
Er meinte damals, er gibt sie mir - ob ich sie dann wahrnehme oder nicht sei meine Sache. Und ich kam aus dem Pflichtgefühl nicht heraus - denn wenn ich einen Termin habe, hab ich einen Termin - einfach so absagen ging nicht, da musste ich schon zum Sterben sein (und das war ich eigentlich quasi ständig)
Meine Kindheit aufzuarbeiten war und ist natürlich nur möglich, wenn ich auf tragfähigem und stabilen Boden stehe. Der Umzug war sozusagen das letzte Puzzleteil für diesen Boden.
Doch damit das eine Puzzlestück einen tragfähigen Untergrund bieten kann, brauchte es sehr sehr viele andere Puzzleteile, die eben schon vorher zusammengesetzt wurden oder zumindest sortiert.
Ich mache seit etwa 18 Jahren Therapie. Die ersten Jahre waren eher kontraproduktiv, da ich einfach die für mich falschen Therapeuten hatte. Leider erkannte ich das erst nach 5 Jahren.
1997 war ein stationärer Aufenthalt der alles veränderte. Zum ersten Mal geriet ich an Therapeuten, die die für mich richtige therpeut. Vorgehensweise angingen.
Dabei sah ich das damals ganz anders. Bis dahin erfuhr ich nur Druck. Therapie war etwas für mich, was schmerzhaft ist, sehr viel auslöst und lähmt.
Denn sämtliche Therapeuten (insgesamt drei bis dahin) waren - für mich - grenzüberschreitend. Es waren Therapiearten, die mir nicht gut taten.
Dann war ich da stationär und die nehmen jeden Druck raus. Ich sollte nur zu den Terminen gehen, die ich wahrnehmen wollte und eben lernen meine Grenzen zu erkennen und klar zu machen.
Das war für mich neu - es hatte noch nie jemanden interessiert wo meine Grenzen waren und ich wusste gar nicht, wo meine Grenzen sind - es war eine "neue Welt" sozusagen.
Ein Jahr war ich dort, es dauerte ein halbes Jahr bis ich mich wirklich drauf einlassen konnte.
Ich hatte unglaubliches Glück an Therapeuten zu geraten, die erkannten, was ich brauche, die bereit waren mir zu zeigen, dass es eben um meine Grenzen ging und nicht um Druck, nicht mehr um die Rolle die ich spielen muss, sondern um mich und vor allem: die die Geduld aufbrachten und mir die Zeit gaben.
Denn auch in dieser Einrichtung waren 8-16 Wochen eher die gängige Zeit. Es kam äußerst selten vor, dass jemand deutlich länger dort blieb.
In dieser Zeit verstarb mein Verlobter an Krebs und damit zerriss jede Verbindung zum damaligen Wohnort und ich entschied hierhin zu ziehen.
Zwei Jahre blieb ich ambulant bei dem Therapeuten der Klinik - bis er leider wegzog. Er half mir einen passenden Therapeuten zu finden, denn ich wäre dazu gar nicht in der Lage gewesen.
Damals konnte ich nichts erzählen von mir, meinem Leben. Ich war gefangen in Panikattacken und ständiger latenter Suizidalität. Immer wenn es um mich ging, erstarrte ich, was natürlich jede Therapie schwierig machte.
Doch der Therapeut wusste was er tat und auch der folgende wusste es.
Trotzdem war es eine sehr harte Zeit.
Weitere vier Jahre Therapie - in der Regel zweimal die Woche - folgten - bis die Krankenkasse keine Therapiestunden mehr übernehmen wollte - ich hatte die max. Anzahl bekommen und fiel in die 2-jährige Sperre - erst nach diesen 2 Jahren konnte ich wieder eine Therapie beantragen.
Und so landete ich beim aktuellen Therapeuten, der über die Ambulanz arbeitet und somit anders abrechnen kann. Geplant war damals halt die 2 Jahre irgendwie überbrücken/überleben.
In der Ambulanz haben sich einige auf Traumatherapie spezialisiert - und bei so jemanden landete ich.
All diese Therapeuten mit ihren doch unterschiedlichen Arten, Grundcharakteren erarbeitete mit mir einzelne Puzzlestücke für den tragfähigen Boden. Das wurde mir allerdings erst im Nachhinein klar.
Dort in der Ambulanz ging es dann jahrelang nur um Krisenmanagement - denn ich stolperte von einer Krise in die nächste. Bis dahin hatte ich 3 längere stationäre Aufenthalte in einer Psychosomatik oder Psychiatrie, während des einen langen Aufenthaltes den ich oben erwähnte war ich ein paar mal zur Krisenintervention auf einer geschlossenen Station (damals ein anderes Krankenhaus) - jeweils immer nur für wenige Tage - dann wieder zurück.
Beim letzten Therapeuten vor der Ambulanz hatten wir einen stationären Aufenthalt in einer Traumaklinik erarbeitet und dieser Aufenthalt war eher eine Retraumatisierung (heute weiss ich, dass ich bei weitem nicht stabil genug dafür war und vor allem: für mich das stationär nicht möglich war, weil ich viel zu lange brauchte um Vertrauen aufzubauen - es konnte so nur schiefgehen, Pech kam noch dazu, da diese Klinik ihre Traumastation grade umstrukturieren - doppelt so viele Betten, aber nicht mehr Therapeuten).
Es war für mich eine Horrorvorstellung nochmal stationär zu gehen. Die Ambulanz gehörte da irgendwie dazu - doch ich hatte nur die Wahl: Ambulanz oder eben gar nichts
Und wieder die Erfahrung: es war wichtig und gut so - es war ein weiteres wichtiges Puzzlestückchen.
Wäre ich schon vorher dort gelandet, wäre es schief gelaufen, aber die Jahre Therapie davor haben möglich gemacht, dass ich das Angebot in der Ambulanz gut nutzen konnte.
Vier Jahre bin ich jetzt dort - es waren harte Jahre. Doch wieder habe ich unglaubliches Glück.
Denn ich hab meine 2 Termine die Woche, weitestgehend regelmässig, bei einem Therapeuten mit dem ich sehr gut zusammenarbeiten kann. Wir hatten unsere Probleme, wir hatten auch eine handfeste Krise - es war sehr unklar ob wir das nochmal hinkriegen - aber wir haben es geschafft.
Diese zwei Jahre Hölle in der alten Wohnung - und die Therapie die da stattfand, dass der Therapeut auch da war, das konnte nur überstehen, weil die Jahre Therapie vorher eine therapeut. Beziehung geschaffen hat, die das aushielt.
All die vielen Termine, Gespräche, Diskussionen - wie haben uns so manches Mal gefetzt, all die vielen kleinen "Beweise" dass er das mitträgt, dass er da ist, ich mich melden kann usw . - all das gehört dazu, jedes einzelne war ein weiteres Puzzlestück.
Es war ein konstantes "Dranbleiben" mit viel Unterstützung, einem Therapeuten, der "dranblieb", wenn ich nicht mehr wollte, der meine "will nicht mehr" und "macht eh keinen Sinn" ertrug und wenn ich die Termine nicht mehr ausmachen wollte, weil "es eh keinen Sinn macht" und ich "eh nur nerve" - mir die Termine einfach gab.
Er meinte damals, er gibt sie mir - ob ich sie dann wahrnehme oder nicht sei meine Sache. Und ich kam aus dem Pflichtgefühl nicht heraus - denn wenn ich einen Termin habe, hab ich einen Termin - einfach so absagen ging nicht, da musste ich schon zum Sterben sein (und das war ich eigentlich quasi ständig)
Ein langwieriger Prozess I
Vor ein paar Tagen wurde ich gefragt, wie es dazu kam, dass es mir heute ja recht gut geht.
Die "letzte" große Wende war vor einem Jahr - mit dem Umzug.
Die vorherige Wohnung war schlimm - sehr schlimm für mich. Flächendeckend Schimmel an den Wänden, die natürlich auch feucht war, es war ein Kellerloch mit zwei Oberlichtern als einzige Lichtquelle - selbst bei strahlenstem Sonnenschein künstliches Licht.
Das schlimmste für mich war aber die Stromversorgung. Die ganze Wohnung hing an einer Sicherung, wenn der Kühlschrank ansprang, flackerte das Licht. Wenn ich den Wasserkocher anmachte, flog manchmal die Sicherung - das konnte auch beim Toaster passieren oder was auch immer. Im Bad gab es kein Licht, denn da ist mir beim Wechseln der Glühbirne mal die Birne um die Ohren geflogen - das hat natürlich die Lampe geschrottet.
Sicherungskasten hatte ich natürlich keinen - jedesmal musste ich zu den Vermietern laufen, damit die die Sicherung wieder reinmachen - wenn sie nicht da waren: Pech gehabt.
In den gut 10 Jahren die ich da wohnte ist es mir dreimal passiert, dass ich dann sehr lange ohne Strom war, so dass alles in der Tiefkühle entsorgt werden musste.
Schlimm war die Zeit erst die letzten Jahre, Hölle dann die letzten 3 Jahre.
Da es mir auch sonst sehr schlecht ging, war ich nicht in der Lage groß was zu ändern. Zwar habe ich immer wieder Versuche gestartet, mal ein neuer Boden (Teppichboden im Küchenbereich war auch eher die Katastrophe - also fing ich an mit PVC-Boden-Fliesen, kam aber nur bis zum Hauptwohnbereich - die restlichen 4 qm hab ich dann nicht mehr hinbekommen), mal ein anderes Arrangement der Möbel (alles näher als 30 cm an der Wand hieß feuchte Wände) usw. Doch im Endeffekt war alles zu viel.
Die Wohnung hatte insgesamt 25 qm, es war ein Raum und ein sehr kleines Bad. Es gab keinen Platz etwas zur Seite zu rücken oder ähnliches.
Dazu kam natürlich, dass ich dann zu Hause auch nichts mehr hinbekam und die Wohnung zunehmend vermüllte. Vor allem dann im letzten Jahr.
Jedesmal wenn ich nach Hause fuhr, drehte ich ziemlich durch. Ich fühlte mich von der Wohnung verfolgt. So manche Nacht hab ich dann im Wald verbracht, weil ich es einfach in der Wohnung nicht mehr aushielt. Bei Regen und Schnee im Freien war natürlich für meine Gesundheit nicht grade zuträglich.
Drei Jahre lang habe ich dafür gekämpft umziehen zu können - mir war wichtig, dass es nicht zu Lasten der Vermieter ging, also musste ich sowohl den Umzug als auch die Renovierung irgendwie finanzieren.
Oft wurde mir geraten, ich soll einfach ausziehen, da bei mir eh nichts zu holen sei, hätten die Vermieter halt Pech gehabt. Doch das konnte und wollte ich nicht.
Ich habe nach Hilfe gesucht und auch bekommen, sehr viel Hilfe sogar. Trotzdem dauerte es dann noch eineinhalb Jahre bis die Finanzierung stand. Hilfe von Kirche und Staat und natürlich selbst auf die Seite gelegt was möglich war.
Das letzte Jahr in der alten Wohnung war ich dann dreimal stationär. Ich war absolut am Ende.
Natürlich hatte ich auch Angst ob ich mir was vormache. Denn ich war sicher, wenn erstmal die Wohnsituation anders ist. Das war natürlich auch in der Therapie häufig Thema.
Ich fühlte mich nicht sicher, es gab keinen sicheren Ort für mich.
Der Umzug gab mir recht. Kaum war klar, dass ich nie wieder in diese Wohnung zurückmuss, ging es mir um Welten besser.
Die neue Wohnung war die letzte "große" Wende, es hat so viel verändert.
Aber es war nicht nur die Wohnung. Dadurch, dass ich die Jahre davor dann den ganzen Tag damit beschäftigt war zu "überleben", Skills anzuwenden und zu schauen wie ich das irgendwie schaffe, hatte ich sozusagen Skillstraining unter Extrembedingungen.
Die Extrembedingungen wurden dann aufgehoben und es wurde klar: dieses Skillstraining funktioniert - und zwar sogar ohne ewigen Kampf darum.
Es ist so als würde ein Läufer mit einem 20 Kilo-Rucksack trainieren - und er schafft seine Strecke, die er sich vorgenommen hat - und plötzlich soll er die selbe Strecke ohne den Rucksack laufen - und es erscheint ihm so einfach. Ist es ja auch - im Verhältnis.
Die "letzte" große Wende war vor einem Jahr - mit dem Umzug.
Die vorherige Wohnung war schlimm - sehr schlimm für mich. Flächendeckend Schimmel an den Wänden, die natürlich auch feucht war, es war ein Kellerloch mit zwei Oberlichtern als einzige Lichtquelle - selbst bei strahlenstem Sonnenschein künstliches Licht.
Das schlimmste für mich war aber die Stromversorgung. Die ganze Wohnung hing an einer Sicherung, wenn der Kühlschrank ansprang, flackerte das Licht. Wenn ich den Wasserkocher anmachte, flog manchmal die Sicherung - das konnte auch beim Toaster passieren oder was auch immer. Im Bad gab es kein Licht, denn da ist mir beim Wechseln der Glühbirne mal die Birne um die Ohren geflogen - das hat natürlich die Lampe geschrottet.
Sicherungskasten hatte ich natürlich keinen - jedesmal musste ich zu den Vermietern laufen, damit die die Sicherung wieder reinmachen - wenn sie nicht da waren: Pech gehabt.
In den gut 10 Jahren die ich da wohnte ist es mir dreimal passiert, dass ich dann sehr lange ohne Strom war, so dass alles in der Tiefkühle entsorgt werden musste.
Schlimm war die Zeit erst die letzten Jahre, Hölle dann die letzten 3 Jahre.
Da es mir auch sonst sehr schlecht ging, war ich nicht in der Lage groß was zu ändern. Zwar habe ich immer wieder Versuche gestartet, mal ein neuer Boden (Teppichboden im Küchenbereich war auch eher die Katastrophe - also fing ich an mit PVC-Boden-Fliesen, kam aber nur bis zum Hauptwohnbereich - die restlichen 4 qm hab ich dann nicht mehr hinbekommen), mal ein anderes Arrangement der Möbel (alles näher als 30 cm an der Wand hieß feuchte Wände) usw. Doch im Endeffekt war alles zu viel.
Die Wohnung hatte insgesamt 25 qm, es war ein Raum und ein sehr kleines Bad. Es gab keinen Platz etwas zur Seite zu rücken oder ähnliches.
Dazu kam natürlich, dass ich dann zu Hause auch nichts mehr hinbekam und die Wohnung zunehmend vermüllte. Vor allem dann im letzten Jahr.
Jedesmal wenn ich nach Hause fuhr, drehte ich ziemlich durch. Ich fühlte mich von der Wohnung verfolgt. So manche Nacht hab ich dann im Wald verbracht, weil ich es einfach in der Wohnung nicht mehr aushielt. Bei Regen und Schnee im Freien war natürlich für meine Gesundheit nicht grade zuträglich.
Drei Jahre lang habe ich dafür gekämpft umziehen zu können - mir war wichtig, dass es nicht zu Lasten der Vermieter ging, also musste ich sowohl den Umzug als auch die Renovierung irgendwie finanzieren.
Oft wurde mir geraten, ich soll einfach ausziehen, da bei mir eh nichts zu holen sei, hätten die Vermieter halt Pech gehabt. Doch das konnte und wollte ich nicht.
Ich habe nach Hilfe gesucht und auch bekommen, sehr viel Hilfe sogar. Trotzdem dauerte es dann noch eineinhalb Jahre bis die Finanzierung stand. Hilfe von Kirche und Staat und natürlich selbst auf die Seite gelegt was möglich war.
Das letzte Jahr in der alten Wohnung war ich dann dreimal stationär. Ich war absolut am Ende.
Natürlich hatte ich auch Angst ob ich mir was vormache. Denn ich war sicher, wenn erstmal die Wohnsituation anders ist. Das war natürlich auch in der Therapie häufig Thema.
Ich fühlte mich nicht sicher, es gab keinen sicheren Ort für mich.
Der Umzug gab mir recht. Kaum war klar, dass ich nie wieder in diese Wohnung zurückmuss, ging es mir um Welten besser.
Die neue Wohnung war die letzte "große" Wende, es hat so viel verändert.
Aber es war nicht nur die Wohnung. Dadurch, dass ich die Jahre davor dann den ganzen Tag damit beschäftigt war zu "überleben", Skills anzuwenden und zu schauen wie ich das irgendwie schaffe, hatte ich sozusagen Skillstraining unter Extrembedingungen.
Die Extrembedingungen wurden dann aufgehoben und es wurde klar: dieses Skillstraining funktioniert - und zwar sogar ohne ewigen Kampf darum.
Es ist so als würde ein Läufer mit einem 20 Kilo-Rucksack trainieren - und er schafft seine Strecke, die er sich vorgenommen hat - und plötzlich soll er die selbe Strecke ohne den Rucksack laufen - und es erscheint ihm so einfach. Ist es ja auch - im Verhältnis.
Samstag, 14. November 2009
Betreuung - aktueller Stand
Es ist ja kaum zu glauben .....
..... es hat sich immer noch nichts getan.
Eine weitere Zusage des Betreuungsvereins nicht eingehalten worden (und damit dem rekordverdächtingen Stand von: keine einzige eingehalten von fünf oder sechs Vereinbarungen in ca 2 Monaten) - wer hätte das wohl gedacht *seufz*
Deshalb diese Woche den letzt möglichen Betreuungsverein angerufen, die schon am Telefon deutlich netter und hilfsbereiter schienen und für nächsten Dienstag dort einen Termin ausgemacht. Mal schauen was das bringen wird.
Und ich bin echt gespannt, wann sich der eine denn mal melden wird ....
Leider kann ich ihn nicht so ganz rauskicken, weil es der einzige Verein wäre, bei dem die Betreuung nahtlos weiterlaufen würde, da die unabhängig von Anträgen anfangen.
Alle anderen warten auf die Genehmigung und die kommt sicher nicht mehr rechtzeitig, denn dafür hätten wir im Oktober den Antrag stellen müssen - konnten wir ja nicht, da nicht klar ist, welcher mir einen Betreuer anbieten kann.
Es wird eng - richtig eng. Zumal grade Dezember bis Feber schwierig ist - Glätte draußen bedeutet nämlich für mich, dass ich auf die Betreuung angewiesen bin zum Einkaufen, um zur Phyiso zu kommen und natürlich noch sämtliche Freizeitaktivitäten.
Im Schlimmsten Fall heisst das: wieder zu Hause rumsitzen und nicht raus können und einer Decke, die bald auf den Kopf fällt.
Die Therapietermine sind abgesichert - immerhin etwas. Einkauf wird im Dezember halt größer ausfallen müssen, verhungern/verdursten werde ich schon nicht.
Dafür dass das alles so unklar ist, geht es mir erstaunlich gut zur Zeit, was mich wiederum sehr freut und ich auch sehr zu schätzen weiss.
..... es hat sich immer noch nichts getan.
Eine weitere Zusage des Betreuungsvereins nicht eingehalten worden (und damit dem rekordverdächtingen Stand von: keine einzige eingehalten von fünf oder sechs Vereinbarungen in ca 2 Monaten) - wer hätte das wohl gedacht *seufz*
Deshalb diese Woche den letzt möglichen Betreuungsverein angerufen, die schon am Telefon deutlich netter und hilfsbereiter schienen und für nächsten Dienstag dort einen Termin ausgemacht. Mal schauen was das bringen wird.
Und ich bin echt gespannt, wann sich der eine denn mal melden wird ....
Leider kann ich ihn nicht so ganz rauskicken, weil es der einzige Verein wäre, bei dem die Betreuung nahtlos weiterlaufen würde, da die unabhängig von Anträgen anfangen.
Alle anderen warten auf die Genehmigung und die kommt sicher nicht mehr rechtzeitig, denn dafür hätten wir im Oktober den Antrag stellen müssen - konnten wir ja nicht, da nicht klar ist, welcher mir einen Betreuer anbieten kann.
Es wird eng - richtig eng. Zumal grade Dezember bis Feber schwierig ist - Glätte draußen bedeutet nämlich für mich, dass ich auf die Betreuung angewiesen bin zum Einkaufen, um zur Phyiso zu kommen und natürlich noch sämtliche Freizeitaktivitäten.
Im Schlimmsten Fall heisst das: wieder zu Hause rumsitzen und nicht raus können und einer Decke, die bald auf den Kopf fällt.
Die Therapietermine sind abgesichert - immerhin etwas. Einkauf wird im Dezember halt größer ausfallen müssen, verhungern/verdursten werde ich schon nicht.
Dafür dass das alles so unklar ist, geht es mir erstaunlich gut zur Zeit, was mich wiederum sehr freut und ich auch sehr zu schätzen weiss.
große Aktionen und ihre Folgen
Schon vor zwei Monaten hatte ich mir vorgenommen im November oder Dezember bei der Arbeitstherapie ein Frühstück auszugeben. Ist unter den Patienten nicht üblich, aber unter den Mitarbeitern dort - einfach weil die Patienten zu häufig wechseln.
Nur wenige sind wie ich da doch lange Zeit - bei mir jetzt seit gut einem Jahr.
Normalerweise ist dann üblich zum Geburtstag einen Kuchen mitzubringen oder eben ein Frühstück - für Handwerker ja ungemein wichtig.
Es sollte was besonderes sein - mit Lebensmitteln aus meiner Heimat - eine Art "Bretteljausn" mit einem Hauch "Törggelen".
Vor einem Monat dann war klar - wird Mitte November sein (muss ja schauen dass da alle da sind und nicht die Hälfte in Urlaub)
Nächste Woche ist es so weit - und ich versuchte krampfhaft die typischen Lebensmittel zu bekommen.
Heute haben wir die restlichen besorgt und sogar bis auf eine Sache alles bekommen (ok ein Teil wurde schon vor einer Woche gekauft und ein anderer Teil bestellt).
So sehr ich mich auch drauf freue (denn für mich kauf ich solche Sachen dann ja doch nicht), frage ich mich: warum - um Himmels willen - tust du dir das an?
Es ist sehr viel Arbeit. Arbeit die Kraft kostet und Energie, die ich im Moment nicht so wirklich über habe (bzw. besser in anderes investieren sollte - wie z.Bsp die Wohnung auf Vordermann bringen). Am Dienstag werde ich also nicht schon um halb sieben aufstehen - wie üblich wenn ich in die Tischlerei fahre, nein ich werde sogar noch früher aufstehen müssen (obwohl ich ja dann erst zur Pause hinfahre) - damit alles fertig wird.
Abgesehen davon, dass am Montag dann schon einiges vorbereitet werden muss.
Da kommt viel Arbeit auf mich zu und ich weiss nicht, ob und wie ich das schaffe, nur dass ich dann echt wieder alle bin.
Und doch: ich freue mich auch drauf, denn ich weiss es ist was besonderes. Vielleicht mehr für mich als für die anderen, doch auch für die ist es ja mal was anderes und das möchte ich ihnen auch zukommen lassen.
Die Arbeit dort, ist für mich sehr wichtig geworden und sie macht mir mittlerweile auch viel Spass. Sie sehen mich dort nicht mehr als "Patient" an, sondern mehr als Mitarbeiter, was mich schon sehr freut (auch wenn das bedeutet, dass der Umgangston rauher wird, doch damit kann ich gut umgehen - ist halt in Werkstätten so).
Im letzten Jahr haben wir uns - im wahrsten Sinne des Wortes - "zusammengerauft" - der Meister und ich (mit den anderen hatte ich nie ein Problem) - und das freut mich.
Es ist auch ein großer Erfolg für mich, denn ich habe gelernt da für mich einzustehen und meinen Mund aufzumachen wenn mir etwas zu weit ging, nicht nur zu kuschen, sondern eben da auch gut für mich selbst zu sorgen.
Vor ein paar Monaten gab's dann nochmal eine größere Aussprache mit dem Meister, weil sein Umgangston doch eher verletzend war - und so sehr ich mich vor der Aussprache auch gefürchtet habe, sie war richtig gut.
Er ist sicher ein schwieriger Mensch und von mir brauche ich da gar nicht erst anzufangen, doch wir haben ein sehr positives Miteinander gefunden - und das freut mich sehr.
Wieder ein großer Schritt weiter in Richtung Normalität.
Nur wenige sind wie ich da doch lange Zeit - bei mir jetzt seit gut einem Jahr.
Normalerweise ist dann üblich zum Geburtstag einen Kuchen mitzubringen oder eben ein Frühstück - für Handwerker ja ungemein wichtig.
Es sollte was besonderes sein - mit Lebensmitteln aus meiner Heimat - eine Art "Bretteljausn" mit einem Hauch "Törggelen".
Vor einem Monat dann war klar - wird Mitte November sein (muss ja schauen dass da alle da sind und nicht die Hälfte in Urlaub)
Nächste Woche ist es so weit - und ich versuchte krampfhaft die typischen Lebensmittel zu bekommen.
Heute haben wir die restlichen besorgt und sogar bis auf eine Sache alles bekommen (ok ein Teil wurde schon vor einer Woche gekauft und ein anderer Teil bestellt).
So sehr ich mich auch drauf freue (denn für mich kauf ich solche Sachen dann ja doch nicht), frage ich mich: warum - um Himmels willen - tust du dir das an?
Es ist sehr viel Arbeit. Arbeit die Kraft kostet und Energie, die ich im Moment nicht so wirklich über habe (bzw. besser in anderes investieren sollte - wie z.Bsp die Wohnung auf Vordermann bringen). Am Dienstag werde ich also nicht schon um halb sieben aufstehen - wie üblich wenn ich in die Tischlerei fahre, nein ich werde sogar noch früher aufstehen müssen (obwohl ich ja dann erst zur Pause hinfahre) - damit alles fertig wird.
Abgesehen davon, dass am Montag dann schon einiges vorbereitet werden muss.
Da kommt viel Arbeit auf mich zu und ich weiss nicht, ob und wie ich das schaffe, nur dass ich dann echt wieder alle bin.
Und doch: ich freue mich auch drauf, denn ich weiss es ist was besonderes. Vielleicht mehr für mich als für die anderen, doch auch für die ist es ja mal was anderes und das möchte ich ihnen auch zukommen lassen.
Die Arbeit dort, ist für mich sehr wichtig geworden und sie macht mir mittlerweile auch viel Spass. Sie sehen mich dort nicht mehr als "Patient" an, sondern mehr als Mitarbeiter, was mich schon sehr freut (auch wenn das bedeutet, dass der Umgangston rauher wird, doch damit kann ich gut umgehen - ist halt in Werkstätten so).
Im letzten Jahr haben wir uns - im wahrsten Sinne des Wortes - "zusammengerauft" - der Meister und ich (mit den anderen hatte ich nie ein Problem) - und das freut mich.
Es ist auch ein großer Erfolg für mich, denn ich habe gelernt da für mich einzustehen und meinen Mund aufzumachen wenn mir etwas zu weit ging, nicht nur zu kuschen, sondern eben da auch gut für mich selbst zu sorgen.
Vor ein paar Monaten gab's dann nochmal eine größere Aussprache mit dem Meister, weil sein Umgangston doch eher verletzend war - und so sehr ich mich vor der Aussprache auch gefürchtet habe, sie war richtig gut.
Er ist sicher ein schwieriger Mensch und von mir brauche ich da gar nicht erst anzufangen, doch wir haben ein sehr positives Miteinander gefunden - und das freut mich sehr.
Wieder ein großer Schritt weiter in Richtung Normalität.
Schubser
Einen kleinen Schubser hab ich mir gestern gegeben in Hinsicht: offensiver sein.
Eine mail geschrieben, eine unerwartete Reaktion bekommen und mir daraufhin einen weiteren Schubser gegeben.
Muss keiner verstehen, ist mehr für mich notiert.
Aber die Konsequenz ist: ich werde mich bemühen regelmässiger zu schreiben
Eine mail geschrieben, eine unerwartete Reaktion bekommen und mir daraufhin einen weiteren Schubser gegeben.
Muss keiner verstehen, ist mehr für mich notiert.
Aber die Konsequenz ist: ich werde mich bemühen regelmässiger zu schreiben
Fragen
Offensiv damit umzugehen, dass man psychisch krank ist, ist schwer.
Das liegt nicht mal so sehr an Vorurteilen, sondern viel mehr daran, dass Menschen, die nicht betroffen sind (und oft genug auch Betroffene) zu wenig Informationen haben.
Es gibt unzählige Erkrankungen und jede Erkrankung zeigt sich bei jedem einzelnen wieder anders.
Nachfragen ist immer eine "heikle" Sache, es gibt Menschen, da ist es kein Problem, für andere jedoch ist es ein Riesenproblem, weil sie ihre Grenzen noch nicht so recht abstecken können. Das gilt für alle Beteiligten.
Darf ich da nachfragen? Trete ich da nicht zu nahe? Ist das zu persönlich/zu peinlich?
Was wenn der nicht antworten will oder auch, wenn grade das wieder etwas auslöst?
Da gibt es auch keine Regeln für, denn es ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Für mich kann ich sagen:
Das alles waren und sind Gründe warum ich diesen Blog angefangen hab, und das alles waren und sind Gründe, warum ich auffordern möchte: Frag bei mir nach, wenn dir etwas unklar ist oder du etwas wissen möchtest!
Die Möglichkeit dafür ist hier gegeben: hinterlasse einen Kommentar (wenn der nicht veröffentlicht werden soll, einfach im Kommentar dazuschreiben) und ich werde mich bemühen ehrlich und soweit mir möglich zu antworten - jeweils in einem neuen Blogeintrag.
Kommentare schalte ich erst frei - in der Regel innerhalb von 24 Stunden-
Wer keinen Kommentar schreiben möchte kann mich auch an mailen:
alles-nur-psychisch [at] gmx.de
Das liegt nicht mal so sehr an Vorurteilen, sondern viel mehr daran, dass Menschen, die nicht betroffen sind (und oft genug auch Betroffene) zu wenig Informationen haben.
Es gibt unzählige Erkrankungen und jede Erkrankung zeigt sich bei jedem einzelnen wieder anders.
Nachfragen ist immer eine "heikle" Sache, es gibt Menschen, da ist es kein Problem, für andere jedoch ist es ein Riesenproblem, weil sie ihre Grenzen noch nicht so recht abstecken können. Das gilt für alle Beteiligten.
Darf ich da nachfragen? Trete ich da nicht zu nahe? Ist das zu persönlich/zu peinlich?
Was wenn der nicht antworten will oder auch, wenn grade das wieder etwas auslöst?
Da gibt es auch keine Regeln für, denn es ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Für mich kann ich sagen:
- ich kann "Stopp" sagen, wenn mir etwas (auch eine Frage) zu viel wird
- ich kann auch sagen, wenn ich etwas nicht beantworten will
- mir persönlich sind Fragen lieber - denn dann gibt's keine Missverständnisse (die Vorraussetzung dafür ist, dass ich dann eben auch Stopp sagen kann, was ich erst nach vielen Jahren erlernt hatte)
- ich kann Grenzen setzen und auf mich achten, auch wenn mein Gegenüber da eher "unsensibel" ist
- ich möchte aufklären und darüber reden
Das alles waren und sind Gründe warum ich diesen Blog angefangen hab, und das alles waren und sind Gründe, warum ich auffordern möchte: Frag bei mir nach, wenn dir etwas unklar ist oder du etwas wissen möchtest!
Die Möglichkeit dafür ist hier gegeben: hinterlasse einen Kommentar (wenn der nicht veröffentlicht werden soll, einfach im Kommentar dazuschreiben) und ich werde mich bemühen ehrlich und soweit mir möglich zu antworten - jeweils in einem neuen Blogeintrag.
Kommentare schalte ich erst frei - in der Regel innerhalb von 24 Stunden-
Wer keinen Kommentar schreiben möchte kann mich auch an mailen:
alles-nur-psychisch [at] gmx.de
Sonntag, 8. November 2009
Aktueller Stand
chaotisch
Ich versuche seit einigen Wochen nun ja schon kräftemässig wenigstens nicht wieder so ins Minus zu rutschen. Bedeutet aber auch nur, dass ich halt so um die Null rumkraxel.
Aber wenigstens das gelingt - nur zum Auftanken kommt es nie.
Dabei merke ich deutlich: hab ich mal drei Tage wirklich Ruhe in der Woche - klappt auch das Aufräumen.
Warum nehme ich mir also diese drei Tage nicht einfach?
Ehrlichgesagt weiss ich darauf keine Antwort - ich merke nur: ich bin zu wenig zu Hause - zu wenig lange Zeit am Stück - wo ich nichts machen muss.
Dabei bin ich - so gesehen - nicht so wenig zu Hause:
montags: eigentlich nur am späten Nachmittag das Schwimmen, ok - die letzten Wochen war da auch meistens noch ein Termin davor - aber der Vormittag wäre frei - kann ich aber nicht nutzen - weil ich ja dann am Nachmittag weg muss
dienstags: Vormittag Tischlerei, dann Theratermin - den restlichen Tag kann ich eher knicken - auch wenn es dienstags ab und an gelingt, dann wenigstens eine Art Auszeit zu nehmen am Abend
mittwochs: zur Zeit noch ebenfalls Vormittags Tischlerei (noch bis Dez.) und am Abend Phyiso - die Zeit dazwischen brauche ich dringend zum Runterkommen
donnerstags: normalerweise frei - und wenn kein Termin dazwischen kommt - schaff ich es sogar da wirklich die Zeit nur für mich zu nehmen - ist auch dringenst nötig
freitags: Theratermin - nachmittags meistens ein Termin mit dem Betreuer - alle 2 Wochen dann nochmal einer mit dem Homöopathen und am Abend dann der Gebetskreis
samstags und sonntags: eigentlich frei
Wenn ich wirklich den Do und das WE wirklich zum Erholen nutze, schaff ich es dann auch am So ein paar Sachen in der Wohnung zu machen. Das war vor zwei Wochen so und war diese Woche so.
Nur ist das nicht immer so einfach - vieles schiebe ich schon ewig: ein Treffen mit der Freundin, damit ich mit ihr diese Halskrausen für die Katzen mache, ein anderes um den Schrank aufzubauen usw.
Das Ganze ist jetzt nicht so das Problem - ich komm ganz gut mit klar und schaffe es wenigstens darauf zu achten, dass ich mir genug Zeit für mich nehme, damit ich nicht wieder so ins Minus rutsche.
Die Wohnung muss Anfang Jänner "vermietertauglich" sein - da der dann die Heizungen ablesen kommt.
Das machte mir zunehmend Druck - dabei ist es schon so, dass die Wohnung in relativ kurzer Zeit aufgeräumt werden könnte - wenn ich jeden Tag einen Raum in Angriff nehme.
Nur dass ich das nur schaffe, wenn ich darauf achte, dass ich genug Zeit für mich habe, um aufzutanken und eben mit meinen Kräften haushalte.
Das klappt zur Zeit - und das finde ich gut. Es ist immer wieder ein Kampf, doch es läuft einigermassen stabil.
Was mir fehlt: die Geduld mit mir selbst.
Selbst an Tagen wie heute: das Wohzimmer aufgeräumt und ordentlich, der Boden gewischt usw - das freut mich einerseits - es ist viel geschafft - und dennoch sehe ich leider dann im anderen Raum, dass da noch viel Arbeit auf mich wartet. Doch es geht vorran. Auch wenn es dann mal wieder Tage gibt, wo sich noch mehr ansammelt - weil grad wieder nichts geht - wenigstens wird es nicht "schlimmer".
Und das ist ein Anfang - wenn ich dran bleibe wird es funktionieren.
Ich versuche seit einigen Wochen nun ja schon kräftemässig wenigstens nicht wieder so ins Minus zu rutschen. Bedeutet aber auch nur, dass ich halt so um die Null rumkraxel.
Aber wenigstens das gelingt - nur zum Auftanken kommt es nie.
Dabei merke ich deutlich: hab ich mal drei Tage wirklich Ruhe in der Woche - klappt auch das Aufräumen.
Warum nehme ich mir also diese drei Tage nicht einfach?
Ehrlichgesagt weiss ich darauf keine Antwort - ich merke nur: ich bin zu wenig zu Hause - zu wenig lange Zeit am Stück - wo ich nichts machen muss.
Dabei bin ich - so gesehen - nicht so wenig zu Hause:
montags: eigentlich nur am späten Nachmittag das Schwimmen, ok - die letzten Wochen war da auch meistens noch ein Termin davor - aber der Vormittag wäre frei - kann ich aber nicht nutzen - weil ich ja dann am Nachmittag weg muss
dienstags: Vormittag Tischlerei, dann Theratermin - den restlichen Tag kann ich eher knicken - auch wenn es dienstags ab und an gelingt, dann wenigstens eine Art Auszeit zu nehmen am Abend
mittwochs: zur Zeit noch ebenfalls Vormittags Tischlerei (noch bis Dez.) und am Abend Phyiso - die Zeit dazwischen brauche ich dringend zum Runterkommen
donnerstags: normalerweise frei - und wenn kein Termin dazwischen kommt - schaff ich es sogar da wirklich die Zeit nur für mich zu nehmen - ist auch dringenst nötig
freitags: Theratermin - nachmittags meistens ein Termin mit dem Betreuer - alle 2 Wochen dann nochmal einer mit dem Homöopathen und am Abend dann der Gebetskreis
samstags und sonntags: eigentlich frei
Wenn ich wirklich den Do und das WE wirklich zum Erholen nutze, schaff ich es dann auch am So ein paar Sachen in der Wohnung zu machen. Das war vor zwei Wochen so und war diese Woche so.
Nur ist das nicht immer so einfach - vieles schiebe ich schon ewig: ein Treffen mit der Freundin, damit ich mit ihr diese Halskrausen für die Katzen mache, ein anderes um den Schrank aufzubauen usw.
Das Ganze ist jetzt nicht so das Problem - ich komm ganz gut mit klar und schaffe es wenigstens darauf zu achten, dass ich mir genug Zeit für mich nehme, damit ich nicht wieder so ins Minus rutsche.
Die Wohnung muss Anfang Jänner "vermietertauglich" sein - da der dann die Heizungen ablesen kommt.
Das machte mir zunehmend Druck - dabei ist es schon so, dass die Wohnung in relativ kurzer Zeit aufgeräumt werden könnte - wenn ich jeden Tag einen Raum in Angriff nehme.
Nur dass ich das nur schaffe, wenn ich darauf achte, dass ich genug Zeit für mich habe, um aufzutanken und eben mit meinen Kräften haushalte.
Das klappt zur Zeit - und das finde ich gut. Es ist immer wieder ein Kampf, doch es läuft einigermassen stabil.
Was mir fehlt: die Geduld mit mir selbst.
Selbst an Tagen wie heute: das Wohzimmer aufgeräumt und ordentlich, der Boden gewischt usw - das freut mich einerseits - es ist viel geschafft - und dennoch sehe ich leider dann im anderen Raum, dass da noch viel Arbeit auf mich wartet. Doch es geht vorran. Auch wenn es dann mal wieder Tage gibt, wo sich noch mehr ansammelt - weil grad wieder nichts geht - wenigstens wird es nicht "schlimmer".
Und das ist ein Anfang - wenn ich dran bleibe wird es funktionieren.
Sonntag, 25. Oktober 2009
gut
Zur Zeit geht es mir ziemlich gut. Letzten Do hatte ich einen freien Tag - recht kurzfristig, da ich etwas abgesagt habe - und was soll ich sagen - der Tag war einfach nur klasse.
Ich hab zwar nicht viel gemacht - aber einfach mal Ruhe, nirgends hin müssen und nichts tun müssen - hat mir richtig gut getan.
Der Freitag war dann eher stressig - und deshalb hab ich das Wochenende bewusst frei gehalten.
Und kaum ist wieder mehr Ruhe da - klappt auch der Alltag deutlich besser - so dass ich dann doch einiges in der Wohnung geschafft hab.
Da weiss ich zwar, dass das klappt wenn ich genug Ruhe habe und eben grade dem Körper auch die Ruhe gönne, die er halt braucht - doch finde ich das oft schwierig - meist mach ich zuviel - einfach weil ich das Gefühl habe, sonst durchzudrehen.
Nur zu Hause rumsitzen tut mir nicht gut - mir fällt da schnell die Decke auf den Kopf.
Dazu kommt, dass ich Schwierigkeiten habe Grenzen zu akzeptieren, die mir mein Körper diktiert - dazu müsste ich ja auf ihn hören und eingehen - und allein das ist für mich schwierig.
Umso mehr freut es mich, wenn ich dann merke, es funktioniert und es geht mir damit ziemlich gut :-).
Ich hab zwar nicht viel gemacht - aber einfach mal Ruhe, nirgends hin müssen und nichts tun müssen - hat mir richtig gut getan.
Der Freitag war dann eher stressig - und deshalb hab ich das Wochenende bewusst frei gehalten.
Und kaum ist wieder mehr Ruhe da - klappt auch der Alltag deutlich besser - so dass ich dann doch einiges in der Wohnung geschafft hab.
Da weiss ich zwar, dass das klappt wenn ich genug Ruhe habe und eben grade dem Körper auch die Ruhe gönne, die er halt braucht - doch finde ich das oft schwierig - meist mach ich zuviel - einfach weil ich das Gefühl habe, sonst durchzudrehen.
Nur zu Hause rumsitzen tut mir nicht gut - mir fällt da schnell die Decke auf den Kopf.
Dazu kommt, dass ich Schwierigkeiten habe Grenzen zu akzeptieren, die mir mein Körper diktiert - dazu müsste ich ja auf ihn hören und eingehen - und allein das ist für mich schwierig.
Umso mehr freut es mich, wenn ich dann merke, es funktioniert und es geht mir damit ziemlich gut :-).
Dienstag, 20. Oktober 2009
oben auf
Mittlerweile hab ich mich wieder ganz gut gefangen - noch ein bisschen aufpassen, dass es nicht zuviel wird, aber so für den "normalen" Alltag wieder fit und munter.
Darüber bin ich auch heilfroh!
Der zusätzliche Tag in der Tischlerei ist noch etwas kritisch - weil ich da halt doch mehr mache - doch solange ich das im Auge behalte und dann entsprechend sonst keine großen Aktionen plane (wobei mir grade einfällt, dass ich versprochen hab am Di einen Schrank aufzubauen - also Freitag nichts tun!) - läuft es wieder ganz gut.
Allerdings muss ich in der Wohnung einiges aufholen - das blieb ja die letzten Wochen doch liegen - doch noch hält es sich in Grenzen.
Richtig gut: ich bekomme Ende des Monats einen Papyrus - der 3. Versuch - letztes Jahr beim Versand Frost bekommen und hat nicht überlebt, dieses Jahr die Knolle zu lange mit der Post unterwegs (und ich hab ihr dann mit ersäufen den Rest gegeben) - diesmal klappt es hoffentlich - auf jeden Fall freu ich mich drauf.
Darüber bin ich auch heilfroh!
Der zusätzliche Tag in der Tischlerei ist noch etwas kritisch - weil ich da halt doch mehr mache - doch solange ich das im Auge behalte und dann entsprechend sonst keine großen Aktionen plane (wobei mir grade einfällt, dass ich versprochen hab am Di einen Schrank aufzubauen - also Freitag nichts tun!) - läuft es wieder ganz gut.
Allerdings muss ich in der Wohnung einiges aufholen - das blieb ja die letzten Wochen doch liegen - doch noch hält es sich in Grenzen.
Richtig gut: ich bekomme Ende des Monats einen Papyrus - der 3. Versuch - letztes Jahr beim Versand Frost bekommen und hat nicht überlebt, dieses Jahr die Knolle zu lange mit der Post unterwegs (und ich hab ihr dann mit ersäufen den Rest gegeben) - diesmal klappt es hoffentlich - auf jeden Fall freu ich mich drauf.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
deutlich besser
Nachdem ich mich gestern lange geweigert habe das homöopath. Notfallmittel zu nehmen (nein ich will das jetzt nicht brauchen - seufz) - hab ich es direkt vor der Physio doch genommen.
Dann vom Physiotherapeuten massiert worden (ein: "wenn du nicht willst, dass ich heulend zusammenklappe, mach nichts anstrengendes mit mir" wurde erst mit entsetztem Blick quittiert, dann zögerliche Versuchen am Knie rumzudrücken doch gecancelt und entschieden was für den Rücken zu tun: heiße Rolle und Massage - war richtig klasse!), damit tatsächlich die Spannungskopfschmerzen gebessert und vor allem aus der Dissoziation wieder raus: die Körperwahrnehmung wieder aufgenommen und das Massieren zum Schluss sogar genossen!
Danach der Einkauf von Ungesundem (nur 5 Euro - ich hab einfach nicht mehr gefunden, was ich mich ansprach und die Obstecke war zu voll - da wollte ich nicht hin) - wieder nach Hause, erstmal Brot mit dem selbstgemachten Aufstrich (Frischkäse und Hirtenkäse) gegessen (damit die Brötchen nicht schlecht werden) - dann nur wenig Süsskram und bald geschlafen.
Das homöopath. Mittel hat funktioniert - wieder einmal - und ich verstehe nicht, warum ich es nicht nehmen wollte - ich WEISS ja, dass es was bewirkt, das hat es mir oft genug bewiesen - und da ist mir schnurz ob das nur Einbildung ist oder nicht - hauptsache es wirkt. Aber grade bei diesem Speziellen hab ich das häufiger - wenn es nötig ist, fällt das nehmen oft schwer. Und da ich es das letzte Jahr nur noch sehr selten brauchte - irgendwie noch mehr.
Heute geht es mir recht gut - zwar Kopfschmerzen, aber sonst bin ich wieder recht stabil. Trotzdem wird heute noch der "Auszeittag" gemacht - jetzt dann gleich, denn ohne Computer ist schwierig.
Und morgen in der Thera wird NICHT über die Betreuung gesprochen - sondern am Zulassen von Gefühlen gearbeitet - mit EMDR. Das fühlt sich für mich gut und richtig und stimmig an.
Eventuell mach ich nachher noch eine Nordic Walking Runde - mal sehen.
Dann vom Physiotherapeuten massiert worden (ein: "wenn du nicht willst, dass ich heulend zusammenklappe, mach nichts anstrengendes mit mir" wurde erst mit entsetztem Blick quittiert, dann zögerliche Versuchen am Knie rumzudrücken doch gecancelt und entschieden was für den Rücken zu tun: heiße Rolle und Massage - war richtig klasse!), damit tatsächlich die Spannungskopfschmerzen gebessert und vor allem aus der Dissoziation wieder raus: die Körperwahrnehmung wieder aufgenommen und das Massieren zum Schluss sogar genossen!
Danach der Einkauf von Ungesundem (nur 5 Euro - ich hab einfach nicht mehr gefunden, was ich mich ansprach und die Obstecke war zu voll - da wollte ich nicht hin) - wieder nach Hause, erstmal Brot mit dem selbstgemachten Aufstrich (Frischkäse und Hirtenkäse) gegessen (damit die Brötchen nicht schlecht werden) - dann nur wenig Süsskram und bald geschlafen.
Das homöopath. Mittel hat funktioniert - wieder einmal - und ich verstehe nicht, warum ich es nicht nehmen wollte - ich WEISS ja, dass es was bewirkt, das hat es mir oft genug bewiesen - und da ist mir schnurz ob das nur Einbildung ist oder nicht - hauptsache es wirkt. Aber grade bei diesem Speziellen hab ich das häufiger - wenn es nötig ist, fällt das nehmen oft schwer. Und da ich es das letzte Jahr nur noch sehr selten brauchte - irgendwie noch mehr.
Heute geht es mir recht gut - zwar Kopfschmerzen, aber sonst bin ich wieder recht stabil. Trotzdem wird heute noch der "Auszeittag" gemacht - jetzt dann gleich, denn ohne Computer ist schwierig.
Und morgen in der Thera wird NICHT über die Betreuung gesprochen - sondern am Zulassen von Gefühlen gearbeitet - mit EMDR. Das fühlt sich für mich gut und richtig und stimmig an.
Eventuell mach ich nachher noch eine Nordic Walking Runde - mal sehen.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Notbremse
Ich muss die Notbremse ziehen.
Plan:
Plan:
- zur Physio heute fahr ich (hab niemand erreicht zum absagen), werd aber darum bitten, mehr zur Entspannung zu machen bzw für mich eher passive Übungen, zur Not brech ich ab
- Telefon wird ausgeschalten (nachdem ich noch zwei Anrufe tätigen werde um die ich nicht herumkomme, einmal wegen des Termins morgen und einmal, weil die sich sonst Sorgen macht, wenn sie mich nicht erreicht)
- nach der Physio werde ich 10 Euro in ungesunde Sachen stecken - Süsskram und Knabberzeugs und was mir sonst so als Seelentröster einfällt (da fallen mir noch einige Obstsorten ein und auch das ein oder andere Gemüse - so zum neben her knabbern - super lecker, gönn ich mir nur so gut wie nie)
- den morgigen Termin werd ich einhalten, auch die Bücherei - schlicht, weil ich muss, es laufen Bücher aus und ich kann sie nicht verlängern - und schon wieder Strafe zahlen - nö! Doch dann
- wird die Welt ausgesperrt - ohne Telefon, Computer, Fernseher - nur lesen, ungesundes Zeug essen, heissen Kakao trinken
- Entspannungsübungen bzw Musik machen
- zumindest eine anständige Mahlzeit am Tag machen und essen
- mich in die Decke kuschlen, Kerzen an
- NICHTS machen, worauf ich keine Lust habe
- mich NICHT über das "ausgenockt" sein ärgern
Betreuung - (never) ending story
Vorhin kam eine mail von der Koordinatorin des aktuellen Betreuungsvereins - als Antwort auf meine mail letzte Woche, in der ich versuchte zu erklären, wie das Gespräch so bei mir ankam und was mich so wütend gemacht hat.
Da sie mir aktuell niemand anderen anbieten kann, wird die Betreuung nicht verlängert - bis Ende Dezember kann ich nun mit dem aktuellen weitermachen, aber darüber hinaus muss ich mich bei anderen Anbietern umsehen. Es wird keine weitere Zusammenarbeit mit diesem Betreuungsverein über den aktuell genehmigten Zeitraum (Dez 09) hinaus geben.
Schlag in die Magengrube.
Jetzt "muss" es mit dem anderen Anbieter, der sich von vornherein skeptisch zeigte - klappen. Ich kann nicht wählen ob ich mit dem Betreuer klar komme, sondern muss nehmen was mir angeboten wird - wenn mir denn jemand angeboten wird.
Die AWO, die ich immer noch als weiteren Anbieter im Hinterkopf hatte, bietet in meiner Region gar keine amb. Betreuung an - klasse.
Jetzt hängt alles an einem Anbieter, der sich mir gegenüber bisher nicht grad vertrauenserweckend verhalten hat. Zwar kann sich da die Ambulanz und der Thera noch einschalten (und der kann wohl ganz gut mit dem Leiter dieses Anbieters) - aber auch da wird es letztlich darum gehen ob die jemand passenden haben.
Vielleicht wird die never ending story so ganz unerwartet doch enden - weil ich nirgendwo unterkomme.
Wär ja auch zu schön gewesen, wenn es aufwärts ginge ohne dass da wieder ein Knüppel vor die Füsse geworfen wird.
Da sie mir aktuell niemand anderen anbieten kann, wird die Betreuung nicht verlängert - bis Ende Dezember kann ich nun mit dem aktuellen weitermachen, aber darüber hinaus muss ich mich bei anderen Anbietern umsehen. Es wird keine weitere Zusammenarbeit mit diesem Betreuungsverein über den aktuell genehmigten Zeitraum (Dez 09) hinaus geben.
Schlag in die Magengrube.
Jetzt "muss" es mit dem anderen Anbieter, der sich von vornherein skeptisch zeigte - klappen. Ich kann nicht wählen ob ich mit dem Betreuer klar komme, sondern muss nehmen was mir angeboten wird - wenn mir denn jemand angeboten wird.
Die AWO, die ich immer noch als weiteren Anbieter im Hinterkopf hatte, bietet in meiner Region gar keine amb. Betreuung an - klasse.
Jetzt hängt alles an einem Anbieter, der sich mir gegenüber bisher nicht grad vertrauenserweckend verhalten hat. Zwar kann sich da die Ambulanz und der Thera noch einschalten (und der kann wohl ganz gut mit dem Leiter dieses Anbieters) - aber auch da wird es letztlich darum gehen ob die jemand passenden haben.
Vielleicht wird die never ending story so ganz unerwartet doch enden - weil ich nirgendwo unterkomme.
Wär ja auch zu schön gewesen, wenn es aufwärts ginge ohne dass da wieder ein Knüppel vor die Füsse geworfen wird.
Achtsamkeit
Zur Zeit versuche ich ja etwas bewusster auf meine körperlichen "Befindlichkeiten" zu achten. Nach dem "Zwangsstop" mit dem mir mein Körper unmissverständlich klar machte, dass ich auch die letzten Reserven restlos aufgebraucht habe, gelingt es mir nicht so richtig wieder aufzutanken.
Doch im Moment bin ich damit zufrieden, wenn ich nicht wieder so extrem ins Minus rutsche - solange ich um die 0 herum bleibe - ist es soweit ok.
Sobald wieder etwas mehr Kraft da ist, wird die dann auch wieder verbraten - mit relativ normalen Aktivitäten, die mir auch gut tun.
Doch auch da achte ich im grade mehr drauf - eben dann auch Sachen zu machen, die mir guttun, die ich machen möchte, die mir wichtig sind.
War das anfangs noch eigenartig - jede körperliche Aktivität erstmal einzuschätzen und abzuwägen. Mittlerweile geht es deutlich besser.
Auch wenn es immer noch mal vorkommt, dass es dann doch wieder zuviel war - es pendelt sich dann sehr schnell wieder ein.
Vom Gefühl her geht es auch langsam aufwärts - ich bin deutlich seltener im Minus - auch kurzzeitig und kann auch mehr machen.
Auch psychisch geht es wieder - wenn auch sehr langsam - aufwärts - es ist wieder mehr Stabilität da und vor allem wieder mehr Aktivität - es geht nicht mehr nur ums stabilisieren - sondern auch wieder darum etwas aufzugreifen und an Themen zu arbeiten. Raus aus der Passivität (weil eh alles zu viel war und es nur noch darum ging, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren, alles von Aussen wie ein Sturm wirkte, der mich umpusten will) wieder hin zur Aktivität - etwas tun, wieder darauf vertrauen können, dass ich recht stabil stehe und deshalb auch wieder ein paar Schritte wagen kann.
Das ist ein sehr gutes Gefühl.
Doch im Moment bin ich damit zufrieden, wenn ich nicht wieder so extrem ins Minus rutsche - solange ich um die 0 herum bleibe - ist es soweit ok.
Sobald wieder etwas mehr Kraft da ist, wird die dann auch wieder verbraten - mit relativ normalen Aktivitäten, die mir auch gut tun.
Doch auch da achte ich im grade mehr drauf - eben dann auch Sachen zu machen, die mir guttun, die ich machen möchte, die mir wichtig sind.
War das anfangs noch eigenartig - jede körperliche Aktivität erstmal einzuschätzen und abzuwägen. Mittlerweile geht es deutlich besser.
Auch wenn es immer noch mal vorkommt, dass es dann doch wieder zuviel war - es pendelt sich dann sehr schnell wieder ein.
Vom Gefühl her geht es auch langsam aufwärts - ich bin deutlich seltener im Minus - auch kurzzeitig und kann auch mehr machen.
Auch psychisch geht es wieder - wenn auch sehr langsam - aufwärts - es ist wieder mehr Stabilität da und vor allem wieder mehr Aktivität - es geht nicht mehr nur ums stabilisieren - sondern auch wieder darum etwas aufzugreifen und an Themen zu arbeiten. Raus aus der Passivität (weil eh alles zu viel war und es nur noch darum ging, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren, alles von Aussen wie ein Sturm wirkte, der mich umpusten will) wieder hin zur Aktivität - etwas tun, wieder darauf vertrauen können, dass ich recht stabil stehe und deshalb auch wieder ein paar Schritte wagen kann.
Das ist ein sehr gutes Gefühl.
Sonntag, 11. Oktober 2009
geschafft
P. wurde vorhin abgeholt - es lief erstaunlich gut - auch wenn ich ganz froh bin, dass die 4 Tage vorüber sind. Trotzdem - es lief deutlich besser als erwartet und um Welten besser als befürchtet. Das find ich grad richtig super - zeigt es doch: es geht offensichtlich aufwärts!
Samstag, 10. Oktober 2009
Hundesitting 3. Tag
Auch gestern ging es klasse - nachmittags waren wir beim Grillen vom KH und sind dann noch eine große Runde gelaufen - war schon schön.
Heute war die 9-Uhr-Runde gewohnterweise eher problematisch - der Rücken spielt da einfach nicht wirklich mit - wobei es heute das erste Mal war - die letzten beiden Tage war das ok. Die Mittagsrunde werde ich evt. ausfallen lassen, da ich dringend die Knödel machen müsste und dafür gibts dann um vier wieder eine schön große Runde.
Was mich sehr freut ist, dass meine Knie tatsächlich mitspielen, die sind erstaunlich fit für die ja doch deutlich höhere Belastung.
Heute war die 9-Uhr-Runde gewohnterweise eher problematisch - der Rücken spielt da einfach nicht wirklich mit - wobei es heute das erste Mal war - die letzten beiden Tage war das ok. Die Mittagsrunde werde ich evt. ausfallen lassen, da ich dringend die Knödel machen müsste und dafür gibts dann um vier wieder eine schön große Runde.
Was mich sehr freut ist, dass meine Knie tatsächlich mitspielen, die sind erstaunlich fit für die ja doch deutlich höhere Belastung.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Hundesitting
Nachdem ich letzte Woche körperlich so am Ende war, hab ich sogar den Homöopathen angerufen, denn es ging gar nichts mehr. Das war für mich eine Ausnahme, denn normalerweise finde ich da, wenn ich es schon selbst verschulde und die Möglichkeit zum "Ruhe geben" habe, sollte ich das auch tun.
Aber ich konnte einfach nicht mehr - gar nichts mehr. Und er hat helfen können - ein Mittel das einen regelrechten Schub gab. Der war auch nötig - schon allein um das Ruhe geben hinzukriegen - so dass der Weg zur Toilette nicht wieder alles kaputt macht, weil schon der zu anstrengend ist.
Die Ruhe hat gut getan - bis Montag war ich auch brav, dann fingen ja wieder Termine an (der mit der Koordinatorin des Betreuungsverein - und der lief richtig mistig) - aber ich gab mir Mühe alles im Rahmen zu halten. Ich hatte einfach das Null wieder erreicht - noch nicht aufgetankt, war aber wenigstens nicht mehr im Minus.
Seit heute hab ich - bis Sonntag - nun wieder P. hier - ein Rottweiler-Riesenschnauzer-Mix - eine Seele von Hund - ganz lieb, schon etwas älter, völlig problemlos, folgt aufs Wort, läuft neben einem her, da muss man nicht gucken und weder vor Hund noch sonst was Angst haben.
Ich hatte ein bisschen Angst - grade wieder so berappelt - und dann gleich vier Tage einen Hund - der ja doch regelmässig raus muss, auch größere Runden - das ist super anstrengend, grade wenn der Körper nicht so mitmacht.
Doch der heutige Tag lief da erstaunlich gut.
Dabei war ich gestern Abend kurz davor abzusagen - die Physio hat wieder angefangen - und es war einfach nur anstrengend - gut zwar, aber anstrengend. Ausserdem zeigten mir die Übungen, dass da grad echt wenig Kraft in den Beinen steckt.
Doch das zeigte sich heute bei den Runden nicht so. Ok - ist erst der erste Tag - beim letzten Mal war es dann auch erst ab dem 3. Tag heftig und einfach nur zu viel. Trotzdem find ich das grade sehr positiv.
Aber ich konnte einfach nicht mehr - gar nichts mehr. Und er hat helfen können - ein Mittel das einen regelrechten Schub gab. Der war auch nötig - schon allein um das Ruhe geben hinzukriegen - so dass der Weg zur Toilette nicht wieder alles kaputt macht, weil schon der zu anstrengend ist.
Die Ruhe hat gut getan - bis Montag war ich auch brav, dann fingen ja wieder Termine an (der mit der Koordinatorin des Betreuungsverein - und der lief richtig mistig) - aber ich gab mir Mühe alles im Rahmen zu halten. Ich hatte einfach das Null wieder erreicht - noch nicht aufgetankt, war aber wenigstens nicht mehr im Minus.
Seit heute hab ich - bis Sonntag - nun wieder P. hier - ein Rottweiler-Riesenschnauzer-Mix - eine Seele von Hund - ganz lieb, schon etwas älter, völlig problemlos, folgt aufs Wort, läuft neben einem her, da muss man nicht gucken und weder vor Hund noch sonst was Angst haben.
Ich hatte ein bisschen Angst - grade wieder so berappelt - und dann gleich vier Tage einen Hund - der ja doch regelmässig raus muss, auch größere Runden - das ist super anstrengend, grade wenn der Körper nicht so mitmacht.
Doch der heutige Tag lief da erstaunlich gut.
Dabei war ich gestern Abend kurz davor abzusagen - die Physio hat wieder angefangen - und es war einfach nur anstrengend - gut zwar, aber anstrengend. Ausserdem zeigten mir die Übungen, dass da grad echt wenig Kraft in den Beinen steckt.
Doch das zeigte sich heute bei den Runden nicht so. Ok - ist erst der erste Tag - beim letzten Mal war es dann auch erst ab dem 3. Tag heftig und einfach nur zu viel. Trotzdem find ich das grade sehr positiv.
Freitag, 2. Oktober 2009
Zwangspause
Die letzten Wochen waren ja etwas viel - als ich letzten Sonntag dann merkte, dass die Ruhe die seit Freitag einigermassen da war - nur deutlich macht, dass ich meinem Körper etwas zu viel zugemutet habe. Nach drei Tagen Ruhe kam ich langsam bei 0 an - noch nicht aufgetankt, aber wenigstens auch nicht mehr im Minus.
Doch Montag ging es dann ja wieder los.
Am Mittwoch hab ich einen großen Fehler gemacht. Geplant war ein Großeinkauf für Mittwoch und der Möbelkauf für Freitag. Dann bin ich Mi Vormittag losgefahren um das Badregal zu holen - das war ja für Mi mit eingeplant, von dort dann zu Aldi und den Lebensmittel-Großeinkauf (wobei die Filiale leider meine Schorle nicht hatte), noch kurz neben an in den Laden, der Shampoo im Angebot haben sollte. In diesem Laden fand ich dann einen Schrank - so wie ich ihn gerne hätte. Doch den hab ich nicht mitgenommen.
Nach Hause erstmal das Badregal zusammengeschraubt, festgestellt, dass 2 Teile verformt waren - doch bis ich das fertig hatte, hat mich W. schon abgeholt, der mit mir den Rest holen wollte.
Da mir der Schrank nicht aus dem Kopf ging (und die hatten nur noch 2 davon), sind wir also statt die restl. Lebensmittel zu holen zum Second-Hand-Möbelhaus gefahren um zu schauen ob die eine Kommode oder einen Schrank haben - hatten sie nicht - dann auf dem Weg bei einem anderen Aldi die Schorle geholt und den Schrank vom Vormittag gekauft. Danach noch zum Bauhaus, die einen Haushaltsschrank im Angebot hatten - der natürlich ausverkauft war (wurde aber bestellt)
Mittlerweile war 17 Uhr - als ich wieder nach Hause kam. Und da ich ganz schlecht nicht aufgebaute Möbel rumstehen haben kann, fing ich mit dem Schrankaufbau an.
Nach drei Stunden brach ich dann fast heulend zusammen - mein Körper machte einfach Schlapp - nichts mehr. Es fehlten beim Schrank noch ein paar Sachen - aber der Hauptteil war erledigt.
Die Nacht war heftig, mir tat alles weh und das macht Schlafen schwierig. Am nächsten Tag war Thera-Termin - der war ganz ok und auch nicht zu anstrengend, da wir erst deutlich später anfangen konnten.
Wieder zu Hause hab ich den Schrank fertig gemacht - nochmal eine Stunde - und da war schon deutlich, dass mein Körper nicht mehr will.
Der Lebensmitteleinkauf liegt immer noch uneingeräumt da - ich kann mich kaum noch rühren vor Schmerzen, bin unendlich müde, doch der Schlaf ist nicht grad erholsam. Und wie es scheint hab ich es wieder geschafft: die Muskeln zittern schon bei der kleinsten Belastung, wenige Meter laufen hinterlassen das Gefühl einen Marathon gelaufen zu haben, jede Bewegung tut weh - selbst in Ruhe sind die Schmerzen allgegenwärtig.
Idealerweise würde ich jetzt für mind 3 - 5 Tage nichts tun, Ruhe geben und dann langsam anfangen - vor allem auch erstmal mit gezieltem Training - also keine Großaktionen, lieber Nordic Walking oder Schwimmen. Nur: hier warten 2 Maschinen Wäsche (und ich werd mir einen Trocknerdurchgang gönnen, da das Aufhängen der Wäsche meine Arme überfordern würde) und die Lebensmittel die weggeräumt werden müssen, ausserdem haben die Katzen einen Topf mit Blähtonkügelchen im Wohnzimmer verteilt (und da ich mich nicht bücken kann, krieg ich die grad nicht weggeräumt) und das Katzengras war auch unklug von mir (denn die Kotzerei der Katzen krieg ich im Moment auch nicht weggewischt - zumindest nicht richtig). Hier herrst das große Chaos.
Doch der Körper streikt ...
Doch Montag ging es dann ja wieder los.
Am Mittwoch hab ich einen großen Fehler gemacht. Geplant war ein Großeinkauf für Mittwoch und der Möbelkauf für Freitag. Dann bin ich Mi Vormittag losgefahren um das Badregal zu holen - das war ja für Mi mit eingeplant, von dort dann zu Aldi und den Lebensmittel-Großeinkauf (wobei die Filiale leider meine Schorle nicht hatte), noch kurz neben an in den Laden, der Shampoo im Angebot haben sollte. In diesem Laden fand ich dann einen Schrank - so wie ich ihn gerne hätte. Doch den hab ich nicht mitgenommen.
Nach Hause erstmal das Badregal zusammengeschraubt, festgestellt, dass 2 Teile verformt waren - doch bis ich das fertig hatte, hat mich W. schon abgeholt, der mit mir den Rest holen wollte.
Da mir der Schrank nicht aus dem Kopf ging (und die hatten nur noch 2 davon), sind wir also statt die restl. Lebensmittel zu holen zum Second-Hand-Möbelhaus gefahren um zu schauen ob die eine Kommode oder einen Schrank haben - hatten sie nicht - dann auf dem Weg bei einem anderen Aldi die Schorle geholt und den Schrank vom Vormittag gekauft. Danach noch zum Bauhaus, die einen Haushaltsschrank im Angebot hatten - der natürlich ausverkauft war (wurde aber bestellt)
Mittlerweile war 17 Uhr - als ich wieder nach Hause kam. Und da ich ganz schlecht nicht aufgebaute Möbel rumstehen haben kann, fing ich mit dem Schrankaufbau an.
Nach drei Stunden brach ich dann fast heulend zusammen - mein Körper machte einfach Schlapp - nichts mehr. Es fehlten beim Schrank noch ein paar Sachen - aber der Hauptteil war erledigt.
Die Nacht war heftig, mir tat alles weh und das macht Schlafen schwierig. Am nächsten Tag war Thera-Termin - der war ganz ok und auch nicht zu anstrengend, da wir erst deutlich später anfangen konnten.
Wieder zu Hause hab ich den Schrank fertig gemacht - nochmal eine Stunde - und da war schon deutlich, dass mein Körper nicht mehr will.
Der Lebensmitteleinkauf liegt immer noch uneingeräumt da - ich kann mich kaum noch rühren vor Schmerzen, bin unendlich müde, doch der Schlaf ist nicht grad erholsam. Und wie es scheint hab ich es wieder geschafft: die Muskeln zittern schon bei der kleinsten Belastung, wenige Meter laufen hinterlassen das Gefühl einen Marathon gelaufen zu haben, jede Bewegung tut weh - selbst in Ruhe sind die Schmerzen allgegenwärtig.
Idealerweise würde ich jetzt für mind 3 - 5 Tage nichts tun, Ruhe geben und dann langsam anfangen - vor allem auch erstmal mit gezieltem Training - also keine Großaktionen, lieber Nordic Walking oder Schwimmen. Nur: hier warten 2 Maschinen Wäsche (und ich werd mir einen Trocknerdurchgang gönnen, da das Aufhängen der Wäsche meine Arme überfordern würde) und die Lebensmittel die weggeräumt werden müssen, ausserdem haben die Katzen einen Topf mit Blähtonkügelchen im Wohnzimmer verteilt (und da ich mich nicht bücken kann, krieg ich die grad nicht weggeräumt) und das Katzengras war auch unklug von mir (denn die Kotzerei der Katzen krieg ich im Moment auch nicht weggewischt - zumindest nicht richtig). Hier herrst das große Chaos.
Doch der Körper streikt ...
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