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Samstag, 6. Februar 2010

Schluss jetzt!

Irgendwie komm ich da grad nicht raus, weshalb ich mir jetzt selbst in den Hintern trete und das "Notprogramm" starte:

  • massenweise Eis und Leckerkram
  • ein vorgewärmtes Bett mit einem guten Buch
  • ein heißer "echter" Kakao (vielleicht sogar mit Schlag(sahne) - mal sehen was ich hier noch so habe)
  • vorbereitete Knödel für eine Knödelsuppe, weil mir bald er ganze Süßkram zu heftig wird und ich dann was herzhaftes brauche
  • tiefgefrorene Sauerkirschen
  • eine meiner süßen Katzen als zusätzliche Wärmflasche (und das Schnurren beruhigt auch immer sehr)
  • ein Aufstampfen mit dem Fuß um den Widersachern wieder deutlich den Kampf anzusagen
  • sich hineinsteigern in ein "Trotz"-Gefühl - ein "jetzt erst recht" - und "euch lass ich sicher nicht gewinnen!"
  • und damit wieder ein aktiv werden und der Passivität (die immer die wunderbarste Grundlage für Widersacher, Geister und Dämonen sind) den gar aus machen
Irgendwann werde ich diese verhaltene Wut, die ich gegen mich richte - an die Stelle richten wo sie hingehört - meine Eltern.

Irgendwann werde ich diese verhaltene Traurigkeit über die Kindheit, die ich nicht hatte, trauern können, ohne mich in der verhaltenen Wut und den Schuldgefühlen zu verheddern.

Irgendwann wird der Schmerz nicht mehr so groß sein, dass ich ihn nicht zulassen kann und deshalb stattdessen auf destruktive Verhaltensweisen zurückgreifen muss.

Doch dieses Irgendwann ist in der Zukunft - und ich muss mich jetzt um mich kümmern - und nicht nur die realen Eltern aussperren, sondern auch die, die ich in mir trage - so wie jedes Kind ihre Eltern/Bezugspersonen in sich trägt.

Ein Re-Orientieren ins Hier und Jetzt - ich bin in einer sicheren Wohnung, niemand kann mich zu etwas zwingen, niemand erwartet oder will etwas von mir (na gut - die Katzen wollen ihr Futter und ein sauberes Katzenklo - aber das will ich ja auch ;-) ) und das Aufräumen kann warten (ein kleiner "Notruf" an den Betreuer ist raus - und wir werden Montag Abend hier mal das Nötigste machen - es ist eigentlich nicht viel - würde schon reichen das Altpapier und die Kartons zu entsorgen - aber ich schaff es nicht - und jetzt muss ich das auch nicht mehr, weil ich das am Montag Abend mit ihm machen kann (und eben nicht erst in zwei Wochen wie ursprünglich geplant)).

Schade dass ich nicht rauskann - aber das ist wegen Schnee hier nicht möglich (würde dann doch eher an destruktives Verhalten gelten - da Angsttraining aktuell sicher nicht angesagt ist), das schränkt die körperliche Aktivität sehr ein - doch ich werde das auch so hin kriegen!

Nachwirkungen

Gestern Abend - kurz bevor ich zum Gebetskreis abgeholt wurde - merkte ich schon dass da in mir grad einiges passiert - ich war irgendwie traurig - so wie schon vormittags aber eher ohne "fühlen" - mehr ein "ablesen" von den Körperreaktionen.

Zu dem Zeitpunkt war derjenige, der mich abholen sollte, schon unterwegs zu mir, sonst hätte ich da gestern auch abgesagt.

Das Wegpacken ging dann aber ganz gut.

Schon im Gottesdienst war ich dann etwas wütend - er wurde von einem Jesuiten gehalten und auch wenn ich weiß, dass er durchaus die Opfer sieht, ging es im Gottesdienst dann doch mehr um die Kirche und darum, dass die Sache aufgeklärt wird - weg vom Schweigen, hin zum Offenlegen - schonungslos ehrlich - aber eben auch um den Fortbestand der Kirche und die Priester usw.

Es war ok - bis zum Ende des Gottesdienstes - da war nochmal eine Anbetung - und als die dann auch wieder "nur" der Kirche galt - da merkte ich für mich, dass mich das auch wütend macht.

Tja und dann der Ausspruch im Gebetskreis - das war dann irgendwie der Rest - auch wenn ich in dem Moment nur im "funktionieren" war.

Nach dem Gebetskreis bin ich dann auch wieder in alte Verhaltensweisen gefallen - und hab mir erstmal ein Döner geholt - und weil ich mich nicht entscheiden konnte, auch eine Falafel-Tasche dazu.

Schon im Laden merkte ich, dass ich da grad arg im destruktiven Verhalten festsitze - aber zu dem Zeitpunkt konnte ich da auch nicht wirklich was machen.

Als ich dann zu Hause war, wurde das nochmal deutlicher - aber dort gelang es mir dann wenigstens da auch ein Stopp zu setzen. Von daher gab's den Döner als Abendessen und die Falafel-Tasche heute morgen kalt zum Frühstück.

Doch mir wurde auch klar, dass grade das Essverhalten in letzter Zeit schon wieder schwierig ist - das war schon sehr sehr lange kein Thema mehr. Ich bin zwar stark übergewichtig - doch das liegt nicht so sehr am Essen - ich hatte einige Zeit ziemlich viele Medikamente genommen und in der Zeit 30 Kilo im Jahr zugenommen. Davor war ich auch moppelig - und das kam sicher vom Essen und vor allem vom nicht bewegen - zur Zeit der Medis ging ja kaum noch was - weil ich schmerztechnisch kaum 10 Schritte laufen konnte.

Meine Ernährung ist sicher nicht super gesund, aber so im Gesamten auch nicht super fett. Zucker ist da schon eher ein Problem. Eine Stoffwechselstörung macht das Ganze noch komplizierter - das wurde dann mal in einer Klinik herausgefunden, die auch eine Station für Essstörungen hatte (auf der ich aber nicht war) - da erst mit ziemlich ungesundem Essen (eher Chips und Cola) ein Abnehmen da war und als das ganze dann "kontrolliert" wurde und ich mit sehr niedriger Kalorienmenge und sehr gesundem Essen zunahm (worauf sie mir erstmal unterstellten, dass ich mich nicht an das Ausgemachte halte - was sie dann aber revidieren mussten, da selbst sie einsehen mussten, dass ich mir nichts "besorgen" hätte können).

Irgendwann meinte mein Neurologe, dass ich da aussteigen soll und einfach das Essen worauf ich Lust habe - und wenn es die Sahnetorte ist, ist es die Sahnetorte (wobei die eher selten vorkommt, ich mag die nämlich nicht).

Da ich eh lieber Gemüse und vor allem Obst mag, war das auch kein Thema mehr - und siehe da, damit nahm ich nicht mehr zu - ich konnte das Gewicht halten - ohne Einschränkungen - und nahm sogar ab - wenn auch äußerst langsam.

Was dann schon ein Kampf war, gegen die Fressanfälle vorzugehen - doch auch das klappte zunehmend - und selbst die beeinflussten das Gewicht nicht mehr weiter - außer in Phasen, in denen das wieder sehr häufig vorkam.

Doch in den letzten 5 Jahren waren Fressanfälle kein Thema mehr - Gott sei Dank. Manchmal (so ein- bis zweimal im Jahr) rutsch ich noch ein bisschen rein - wie gestern, dass ich dann statt einer Mahlzeit zwei oder drei mache oder mitnehme - doch ich esse es dann nicht mehr - sondern am nächsten Tag oder so.

Was eher mal vorkommt ist das "Normale" - dass man weniger drauf achtet was man ist, eher mal der Schokolade nachgibt und statt dem vorgenommenen einen Stück die ganze Tafel isst oder nicht recht kochen mag und deshalb mehr zu Pizza und Co greift.

Das denke ich kennt jeder. Die letzten 2 Wochen war das sicher so (und das für mich immer noch immer wieder erstaunliche - ich hab in den 2 Wochen nicht zugenommen - trotz eigentlich fast nur Ungesundes Zeug essen - und grade auch viel Schoko - die ich sonst gar nicht so mag).

Und es war auch klar ein Frustessen - nicht so sehr drauf achten ob man satt ist oder wirklich noch Hunger hat - usw.

Das Gestern war wieder einmal so eine Spitze - die auch klar macht, ich muss was tun, indem ich da wieder deutlicher drauf achte, mich wieder bewusster zu ernähren versuchen - nicht weil es schon ein Problem ist, aber weil ich weiß, dass es recht schnell wieder ein Problem werden kann.

Dazu habe ich zu hart dafür kämpft, damals aus diesem Mist rauszukommen - um es jetzt achtlos wegzuwerfen.

Doch ich bin auch sicher, dass ich das hinbekomme.

Es ist halt wieder etwas, was deutlich macht, dass ich mir die nötigen Auszeiten und Ruhe schaffen muss - da die Folgen sonst ein großes Problem werden könnten - ein Problem, das mir auch bekannt ist - und das ich wirklich nie wieder haben will.

Zur Zeit passiert halt grad ganz viel in mir - und dem muss ich Rechnung tragen.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Phyiso

Die war ganz gut und es macht sich so ganz vorsichtiger Optimismus breit - denn die letzten zwei Wochen waren schmerztechnisch (zumindest was die Knie angeht) ziemlich gut. Auch die Übungen gehen leichter (da hatte ich schon letzte Woche um "neue" gebeten fürs Schwimmen, da die "alten" mehr so nebenher gingen, das war vor ein paar Wochen noch ganz anders, da gingen die "alten" noch gar nicht oder nur unter großen Schmerzen), bei der Beinpresse gehen größere Gewichte (und zwar deutlich größere!) und auch sonst scheint das ganze im Moment deutlich besser.

Kann so bleiben bitte!

Rücken ist im Rahmen, der kam ja jetzt doch recht lange zu kurz, aber dafür ist auch der recht gut beisammen.

Schmerzfrei bin ich nicht, aber immerhin schaffe ich die 5 Treppen zum Briefkasten zur Zeit OHNE Krücken! - zwar mit festhalten am Geländer und weh tut's auch - aber immerhin - hey das ging schon seit über 3 Jahren nicht mehr!

Es gab immer mal Phasen wo es besser war und dann wieder welche die schlechter waren - doch 2 Wochen am Stück gut ist mir bisher nicht untergekommen - und zwar gut obwohl ich ja meine Sachen mache (und dann manchmal auch nur noch stöhnend ins Bett falle weil alles weh tut) - grade so den Boden in der Wohnung machen - da komm ich dann an die Grenze - nur wir schaffen eben alle vier Böden - während ich früher dann eben schon nach einem Raum völlig am Ende war.

In mir ist immer noch diese kleine Stimme die Angst hat - vor dem Morgen an dem ich dann wieder kaum hoch komme oder ich die Treppe runterstürze, weil das Knie vor Schmerz einfach wegknickt (oder auch bei der Gehsteigkante oder so - braucht's keine Treppe für). Auch die Angst mich darüber zu freuen, es zu geniessen, weil es dann wieder um so schwerer wird, wenn der Schmerz zurückkehrt.

Doch die meiste Zeit kann ich diese Stimme verbannen und mich einfach nur freuen. Ich bin weit weg vom "tun und lassen können was ich will" - aber eine 3-4 auf der Schmerzskala (weil die Schmerzmedis muss ich schon noch nehmen und alles kann ich leider auch nicht machen - aber halt deutlich mehr als sonst - sind nur wenige Sachen die gar nicht gehen) - ist für mich ein Spitzenergebnis - meist pendel ich ja zwischen der 2 und der 4 herum.

Da überwiegt die Freude dann doch :-)

Dienstag, 19. Januar 2010

genug gejammert!

So genug gejammert! Es ist wie es ist - und ich muß mich entscheiden.

Die Entscheidung ist klar - denn in der Therapie zurüchschrauben ist eh nicht zielführend.

Also muß ich da jetzt durch und eben den Alltag noch weiter in Richtung "gönn dir Ruhe" ausdehnen. Keine Extratouren und keine Fluchten in andere Aktivitäten (vielleicht würd ich es auch nur deshalb so gerne machen - weil es eben eine Flucht wäre vor dem was einem so alles in Gefühlschaos stürzt - war zu meinen Workaholic-Zeiten ja auch so - die Flucht in die Arbeit, in die Lösung der Probleme anderer - nur damit ich mich mit meinen nicht auseinandersetzen musste).

Ich hab mich für diesen Weg entschieden - die Traumabearbeitung ambulant zu machen, dabei war von Anfang an klar, dass das nicht einfach wird und nur geht, wenn ich bereit bin da auf mich zu achten und mir die nötigen Erholungszeiten zu gönnen. Klettert ja auch keiner auf den Mt. Everest ohne Erholungsphasen (Pausen).

Gleichzeitig werde ich aber auch darauf achten, dass erstmal keine weiteren neuen Themen in die Traumabearbeitung "aufgenommen" werden - denn ich hab an den aktuellen mehr als genug zu knabbern. Doch da muß ich dran bleiben.

Dann müssen wir neu entscheiden wie wir weitermachen - ob wir tatsächlich eine Pause von ein oder zwei Wochen einlegen oder nicht - das wird sich dann zeigen - aktiv neues Thema aufgreifen erstmal nicht, wenn sich eins entwickelt durch die Bearbeitung - tja - ist es so.

Die letzten Wochen ergab es sich einfach - da haben wir nicht eine Situation "ausgewählt" um dann an etwas zu arbeiten, sondern es war halt einfach da.

Ziel ist also: spätestens um 17 Uhr Computer aus, Fernseher sowieso (aber der ist da eh aus), wirklich dann auch ein zurückziehen und sich entweder in die Entspannungsecke oder in die Bettecke zurückziehen, sich was Gutes tun und bewusst Zeit für mich selbst zu nehmen - ohne Störungen von außen - also auch kein Telefon oder ähnliches. Und das möglichst konsequent durchziehen die nächste Zeit (das find ich immer so schwer)

Entscheidung ist gefallen und jetzt wird sie umgesetzt!

Montag, 18. Januar 2010

Fallangst neuer Stand

Knie ist in Ordnung (schon Ende letzter Woche), in der Wohnung lauf ich barfuß oder in Socken rum, denn Hausschuhe und ABS-Socken sind mir zu "rutschig" (ob das nun Einbildung ist oder tatsächlich so auf Laminat - keine Ahnung) - aber so geht es in der Wohnung mittlerweile wieder ganz gut - auch ohne Angst (ausschlaggebend war übrigens ein nächtliches Verdrehen, das mich zwar aufschrecken ließ, aber auch deutlich machte: Knie ist wieder ok - denn außer einem kurzen Verhaken war nichts).

Draußen sieht das ganz anders aus - auf festgetretenem oder festen Boden geht es - mit Spikes - aber immerhin. Wir haben hier leider auch ein paar Meter mit viel Schnee - so diesem in sich nicht Halt gebenden und weichem Schnee, der noch kein Matsch ist, aber die Füße wegrutschen lässt (eben weil der Schnee nachgibt) - das ist große Katastrophe - mit Schuh- und Krückenspikes und sehr sehr sehr viel Angst.

Ohne Spikes geht draußen gar nichts und auch ein großes Problem sind die Böden in Läden - denn die sind naß und für Spikes nicht geeignet - ganz und gar nicht lustig kann ich da nur sagen.

Wenn ich nach Hause komme ist es immer noch so, dass ich vor der Tür die Schuhe (mittlerweile samt Spikes, weil ich mir gar nicht mehr die Mühe mache die von den Schuhen abzumachen) ausziehe und dann drinnen auf eine Zeitung stelle - und dann mit kalten Füßen in die Wohnung zu laufen (wie gesagt - mit Socken rutscht man auf Nässe nicht so schnell).

Ich fürchte diese Angst wird mich auch noch eine Weile begleiten und im Moment hab ich auch keine Kapazitäten frei um daran zu arbeiten (und würde dann wohl eher mit den Hausschuhen anfangen - wobei die rutschen wirklich - sind so Hüttenschuhe ohne Ledersohle, sondern ABS-Socken-Stil, gab es kürzlich bei L.dl - mal sehen ob ich so Ledersohlen irgendwo bekomme um sie drannähen zu können).

Draußen hab ich bis Freitag immer noch das Knie zusätzlich bandagiert - das gab mir ein ganzes Stück Sicherheit, heute werde ich den ersten Versuch wagen, das ohne zu machen (und streite noch mit mir ob ich die Bandagen sicherheitshalber mitnehmen soll).

Die Wut nimmt zu - auf mich, auf die Angst, dass sie mich so im Griff hat und seit das Knie wieder ganz das alte ist - wird das noch mehr.

Dieses Wissen, dass ich da in einem alten Film ist, dass die Angst nichts mit der Realität zu tun hat, dass ich da völlig überzogen reagiere - und gleichzeitig zu merken, dass ich das schon weiß, mir das voll bewusst ist - und ich es dennoch nicht geregelt bekomme.

Dieses Gefühl, dass da irgendetwas von einem Besitz ergriffen hat und man hat keine Chance dagegen - außer dass man ununterbrochen ankämpft - jede Minute, jede Sekunde - damit es nicht noch mehr Macht gewinnt.

Dabei übersehe ich das Erreichte - es ist jetzt gut eine Woche her und ich überlege nicht mehr deshalb zu Hause zu bleiben, sondern gehe raus, kann mich in der Wohnung (mit kleinen Einschränkungen wie eben keine Hausschuhe oder Schuhe) gut bewegen, hab da auch keine Angst mehr - das war vor ein paar Tagen noch anders, da war jeder einzelne Schritt mit Angst gekoppelt), daß ich es geschafft habe mich davon nicht in der Wohnung einsperren zu lassen, sondern den Ängsten trotzen konnte und eben meine Termine wahrgenommen hab.

Ich war auch einkaufen - trotz der nassen Eingangsbereiche usw.

Doch all das ist nichts wert - weil ich wieder mal zu ungeduldig bin und wohl lieber über mich selbst ärger. Grummel.

Dabei ist Fakt: es wird besser, ich hab alle Vorgaben und Vorhaben erreicht (zumindest die realistisch gesteckten Ziele) - hab mir 2 Wochen gegeben, die noch nicht um sind - um in etwa das zu erreichen, was ich aktuell geschafft hab (naja - ich geb zu - es ist noch eher wackelig geschafft, aber ich hab ja noch ein paar Tage um das zu festigen).

Mittwoch wird es den nächsten großen Schritt geben: Phyiso: ob ich mich auf die Weichbodenmatte oder gar das Trampolin traue - im Moment dreht sich mir allein beim Gedanken der Magen um und ich hab Mühe zu atmen. Anvisiert war es noch nichtmal für diesen Mittwoch, sondern für nächsten - doch wir hätten diesen Mittwoch die Möglichkeit (und es ist unklar ob die Woche drauf auch diese Möglichkeit besteht).

Aktuell sollte ich wohl an der Wut arbeiten, denn die ist nicht grad hilfreich.

Die Angst ist da, sei begleitet mich nun schon mein Leben lang, die Fallangst auch schon gut 10 Jahre (mal überlegen - sind sogar 12 oder 13 jetzt). Unzählige Male musste ich wegen Verletzungen von vorne anfangen - dabei wurde immer deutlicher wie ich dabei vorgehen sollte um möglichst schnellen aber eben auch stabilen Erfolg zu haben.

Heute arbeite ich da viel verbissener dran als früher - einfach weil ich mehr Kraft habe und nicht sowieso in einer Situation war, wo die Angst und die Verzweiflung Überhand nahmen und es nur noch ums blanke Überleben ging - da ist so eine popelige zusätzliche Panik oder Angst nämlich echt unwichtig.

Aber ich habe heute auch viel weniger Geduld mit mir - vielleicht weil es mich einfach auch mehr einschränkt. Wenn man eh nur wie gelähmt in der Ecke sitzt und man sich versteckt und verkriecht - hat Rausgehen und etwas unternehmen oder gar sich etwas Gutes zu tun natürlich keine Priorität - ist noch nicht mal verlockend.

Von daher sollte ich mich freuen, zeigt es doch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Freitag, 15. Januar 2010

egoistisch und ignorant

... bin ich zur Zeit.

Natürlich hab ich vom Erdbeben in Haiti gehört - und mich geweigert mich da weiter zu informieren, keine Nachrichten sehen oder hören und wenn irgendwas diesbezüglich kommt - schalte ich aus/um/ab.

Mir tun die Leute dort auch leid, doch im Moment hab ich genug mit mir und meinen inneren Dämonen zu tun.

Ich weiß, dass es meiner Freundin aktuell nicht gut geht und es tut mir sehr leid, aber ich schaffe es im Moment einfach nicht für sie da zu sein. Vor allem weil ihr ein "mal nur kurz fünf Minuten" nicht hilft. Ich denke viel an sie, bete für sie, aber mehr geht grade nicht.

Auch einer anderen Freundin geht es aktuell nicht grade prickelnd. Da kann ich noch nicht mal helfen - denn sie ist eher eine, die nicht erzählen will (kann ich sehr gut verstehen, geht mir ja auch so).

Viele Jahre bin ich immer nur gesprungen, wenn jemand Hilfe brauchte oder nur ein Ohr - ich war da - egal ob es drei Uhr nachts war oder ob ich anderes zu tun hatte - ich war der typische "Ja"-Sager - der auch ständig ausgenutzt wurde, auf den sich die Leute aber auch verließen.

War auch kein Problem, der Gedanke, dass ich auch Grenzen haben könnte, den gab es nicht - und wenn doch war klar, dass meine Grenzen eh uninteressant und unwichtig sind.

Heute gelingt es mir da schon sehr gut "nein" zu sagen und eben meine Grenzen zu wahren. Natürlich wäge ich dennoch ab - so springe ich als Babysitter ein, wenn die Mutter nur über die Toilette hängt - auch wenn ich grad nicht die Energie und die Kraft für ein Kleinkind über habe - während ich ihr abgesagt hätte, wenn sie schnell zum einkaufen gemusst hätte (und ich weiß wie froh man auch da über einen Babysitter sein kann).

Zur Zeit muß ich häufiger "nein" sagen - was mir vor allem für meine Freundin leid tut. Sie weiß, dass ich Zeit für mich brauche und mich eben zurückziehe, wenn alles zu viel wird - und dass ich da schon auf mich aufpasse - auch um dann für sie wieder mit neuer Energie da sein zu können. Aber ich weiß auch, dass sie die Schuld bei sich suchen wir. Egal wir oft wir das "durchkauen" und ich ihr sage, dass es mit ihr nichts zu tun hat.

Da ist es manchmal dann hart für mich zu sagen: das ist dein Bier, da mußt du für dich dran arbeiten, ich kann dir nur sagen, wie es für mich ist und dazu stehe ich, genauso wie es auch hart ist da mir zu sagen, dass sie damit selbst klar kommen muss, dass ich im Moment die Prioritäten anders setzen muss und eben auf mich schauen - und mich nicht von ihren Schuldgefühlen selbst in welche treiben zu lassen.

So geht es auch mit Haiti - wenn man von der Betroffenheit liest - und selbst eigentlich keine Ahnung hat (außer dass es da ein Erdbeben mit vielen Toten gab) - da komm ich mir dann so egoistisch und ignorant vor.

Dabei weiß ich, dass es mir nicht gut täte, dass es mich zu sehr trifft, berührt und mich zusätzlich runterzieht. Und dass es Futter für die Widersacher wäre im Sinne von "anderen geht's viel schlechter" - das gleich in ein "stell dich nicht so an" umgewandelt wird.

Genauso wie ich weiß, dass es auch eine Art Flucht wäre - sind in Probleme anderer zu flüchten, damit man sich mit den eigenen nicht auseinandersetzen muss.

Und trotzdem - wünschte ich, dass ich beides könnte, für andere da sein und gleichzeitig eben auch für mich da sein.

Im Moment geht das nicht - und ich habe mich für mich entschieden. Nicht nur als momentane Auszeit oder für ein paar Stunden, sondern eben über Tage.

Die Traumatherapie ist anstrengend und zur Zeit haben die Geister und inneren Dämonen offensichtlich eine Menge zu sagen.

Das ganze löst natürlich jede Menge Gefühle aus, Gefühle die mich zwar im Alltag nicht fluten, aber den Alltag doch deutlich anstrengender und mühsamer machen.

Es ist mein Job mich darum zu kümmern, dass ich da weiterkomme, damit ich irgendwann eben nicht mehr von der Vergangenheit fremdbestimmt werde, vielleicht wieder arbeiten kann, vielleicht eine Beziehung eingehen kann.

Doch im Moment würde ich gern vor mir fliehen und mich nur zu gern auf die Probleme anderer stürzen - grad deshalb fällt es schwer aus dem Vorwurf rauszukommen, nur egoistisch und ignorant zu sein.

Dienstag, 12. Januar 2010

Fallangst aktuell

Knie ist deutlich besser, nur noch minimaler Schmerz, kann es auch wieder voll bewegen. Es ist noch ein ganz klein wenig geschwollen - und nach innen oder außen drehen (also gerades Bein und dann eben Unterschenkel nach innen oder außen biegen zum schauen ob die Bänder weh tun) - geht: gar nicht!

Aber mehr wegen der Angst. Auch Rausgehen geht aktuell nur noch mit zusätzlichem Stabilisieren (in der Regel bandagieren) - einfach Panik dass ich bei der Schneelage im Fußgelenk kippe - und sich das natürlich auch aufs Knie auswirkt oder so. Denn so richtig stabil ist das Knie noch nicht (und das ist nicht nur die Angst).

Morgen ist Physio und da wird da Knie oder überhaupt das li Bein tabu sein - denn auch die ganzen Übungen zum Stabilisieren der Fuß- und Kniegelenke gehen - angstmäßig - noch nicht.

Ob ich ihn das Knie selbst bearbeiten lasse muss ich morgen entscheiden (je nach Angstlevel)

Was die Angst angeht mach ich aktuell nichts zusätzlich - ich achte darauf, dass ich nicht deshalb zusätzlich was vermeide - also Termine wahrnehme, da auch rausgehe und draußen auf das Auto warte - Bus geht im Winter sowieso nicht (zur Zeit ja auch ohne Winter nicht). Oder eben beim Einkaufen nicht mich vor der Tür rauslassen und dann Parkplatzsuchen lassen, sondern eben dann vom Parkplatz zum Laden laufen usw. Außerdem auch die Krücken nur mehr da wo ich sie sonst eben auch brauche (Treppen und Co) - das muß ich mir eh nie vornehmen, ich nehm die Teile eher zu wenig als zu viel - ich mag die nämlich nicht.

Als Sicherheitsmaßnahme sind wie immer die Schuhspikes und auch die Spikes für die Krücken. Zusätzlich wird erstmal noch das Knie bandagiert wenn ich draußen unterwegs bin - einfach weil die Schneemengen hier kein "gerades" Laufen möglich machen, da kippelt man immer rum und das tun zum einen tatsächlich noch weh (wenn auch minimal) - brauch ich aber vor allem auch als Sicherheitsmaßnahme gegen die Angst. Ebenfalls zusätzlich ist ein sofortiges Ausziehen der Schuhe bei der Haustür und lieber mit Socken rumlaufen (nicht so gut, weil sich über die kalten Füße die Harnwegsinfekte freuen, aber besser ist jetzt halt so) - denn Wasser oder nasse Schuhe und Laminat haben den ganzen Mist diesmal ausgelöst.

Das ist auch der Grund warum da morgen der Physiotherapeut nicht viel mit machen darf - im Moment ist jeder Schmerz ein Problem, da er die Panik reaktiviert - wenn ich erstmal die Angst wieder einigermaßen im Griff habe, kann ich da auch wieder genauer schauen wo ist wirklich die Grenze des Knies.

Ich glaub das ist auch die große Verzweiflung die da immer ist - wenn was mit dem Knie passiert - weil ich - unabhängig von den Folgen im Knie - weiß, dass es mich eine sehr lange Zeit mit viel Angst und so mancher Panikattacke kostet.

Und Angsttraining ist einfach nur sehr mühsam und anstrengend.

Es wird - ich hoffe in 2 Wochen so weit zu sein, dass ich die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen weglassen kann. Bis auf die Schuhe - ich fürchte das wird dauern.

Erstmal muß das "normale" Rausgehen wieder einigermaßen laufen, dann kann ich auch wieder konkreter dran arbeiten - im Moment bin ich vollauf damit beschäftigt, nicht irgendwelchem weiterem Vermeidungsverhalten nachzugeben und die Angst wenigstens unter einem bestimmten Level zu halten - das ist schwer genug zur Zeit.

(Und nein dem Vorschlag doch lieber einen Schritt zurück und der Angst ein bisschen nachzugeben und dafür nicht ständig in Angstzuständen zu sein finde ich nicht gut - das würde es erstmal verschlimmern und so wie ich es aktuell handhabe geht es - es ist heftig und anstrengend und sicher an der Grenze des Möglichen und Sinnvollen - aber eben an der Grenze und noch nicht drüber - auch wenn der Vorschlag durchaus berechtigt ist und auch Sinn macht - ich glaub ich bin da auch grad zu wütend drüber, dass mich die Angst da doch noch so im Griff hat um ihr auch nur einen Millimeter mehr als nötig nachzugeben - bin halt ein Tiroler Sturkopp)

Montag, 11. Januar 2010

so sieht's aus

Knie ist wieder fast wieder gut (zumindest wenn ich keine Extratouren oder Verrenkungen von ihm verlange) - und ich bin heilfroh darüber (zum einen, dass es tatsächlich nur eine leichte Zerrung war, aber auch, dass ich trotz Wahnsinn und Hysterie und Flashback da nicht ganz falsch lag - denn das hatte ich ja gehofft - und eben nicht nur gehofft - ich war mir wegen des Abdrehens aber nicht sicher)

Der Angst gefällt es bei mir offensichtlich auch sehr gut - denn die ist geblieben und hat sich tief eingenistet. Am WE war rausgehen gar nicht drin, selbst das aus dem Fenster schauen schon beängstigend.

Ich weiß, dass ich da wieder ziemlich von vorne anfangen muss und daher geht es dann ab heute hauptsächlich darum nicht in ein verstärktes Vermeidungsverhalten zu kommen.

Auch wenn das im Moment nicht so aussieht als würd ich das hinkriegen - ich überlege ernsthaft das Schwimmen abzusagen (gleich so viele Rutschmöglichkeiten seufz). Da hab ich ja noch Zeit mir bis dahin Mut zuzusprechen oder ähnliches.

Die Angst ist nicht nur draußen da - auch hier in der Wohnung - ich laufe nur mit Socken rum, da sämtliche Hausschuhe und ABS-Socken noch mehr zu rutschen scheinen - bei den Hausschuhen könnte das sogar stimmen. Den Badteppich meide ich - er könnte ja wegrutschen (trotz dieser Teile zum Unterlegen, dass er das eben genau nicht tut).

Ich merke es - es ist mir bewusst - und doch hat die Angst grad wieder deutlich mehr zu sagen als mir lieb ist. Es wird besser - ganz langsam und Tag für Tag - es war vorgestern um Welten schlimmer und auch gestern mehr als heute - zumindest in der Wohnung.

Was das raus gehen angeht - das wird hartes Konfrontationstraining werden. Zur Sicherheit werde ich dafür das Knie auch bandagieren, denn auf Unsicherheiten und leichte Verdrehungen reagiert es noch etwas überempfindlich - und das würde mir grade noch fehlen - Konfrontationstraining - und dabei passiert was.

Wenn ich ehrlich bin macht mich das ganze eher wütend - auf mich selbst - einfach weil ich es nicht im Griff habe. Doch die Wut nützt mir im Moment nichts - es ist einfach wieder ein dranbleiben und Schritt für Schritt weitermachen. Egal ob ich da grad Lust drauf habe oder nicht.

Vielleicht macht mich auch das wütend - dass ich jetzt wieder viel Energie und Kraft in etwas stecken muss, wo ich doch beides an anderer Stelle dringend brauchen würde - denn die Traumaexposition kostet beides mehr als genug.

Ich versuch es mit einem Mantra: hauptsächlich das Knie ist soweit ok und hat keinen schlimmeren Schaden - den Rest schaff ich auch wieder - ist ja nicht zum ersten Mal, hab ja Übung darin.

Samstag, 9. Januar 2010

Glück gehabt

Zwar dachte ich mir das schon gestern (oder hoffte es zumindest) - aber ich bin sehr froh, es heute bestätigt zu wissen: nur eine leichte Zerrung.

Aufatmen.

Irgendwann bin ich gestern dann eingeschlafen, die Nacht war soweit ok, die Schwellung am Knie hat sich etwas verlagert - ist auch nicht schlimm, der Schmerz ist da, aber auch nur wenig, solange ich das Knie bandagiere geht es ganz gut. Solange ich darauf achte den Fuß gerade aufzusetzen kann ich auch ohne Krücke durch die Gegend humpeln (die steht aber griffbereit, für den Fall dass die Angst mich wieder befällt - gibt einfach zusätzliche Sicherheit). Anfühlen tut sich das Knie eigenartig - als wäre es mit Wasser oder Luft gefüllt, die Bewegungseinschränkung (auch minimal - ganz durchstrecken geht nicht und ich komm etwas über 90 Grad) ist weniger wegen des Schmerzes, als wegen des "Druckgefühls" im Knie - ist irgendwie wie "aufgeblasen".

Fakt ist also - in wenigen Tagen ist das Geschichte. Die Angst vor dem Schnee und dem Rausgehen ist leider wieder jenseits von Gut und Böse - die Fallangst hat neue Nahrung bekommen.

Dieses "mir unbedingt schaden wollen" ist auch erledigt. Trotzdem werde ich zur Sicherheit da erstmal wieder etwas "vorsichtiger" rangehen und die Wahrnehmungen und Empfindungen des Körpers dreimal hinterfragen.

Es ist echt heftig, wenn man zwar weiß, dass man haltlos überreagiert und grad völlig hysterisch ist und durchdreht - es aber einfach nicht in den Griff bekommt.

Als hätte ja jemand anderer von einem Besitz ergriffen und man steht hilflos und ausgeliefert daneben und kann nichts tun.

Das reaktiviert den alten Mist gewaltig - auch damals konnte ich nichts tun und war hilflos ausgeliefert - was mit mir und meinem Körper passierte.

Diesmal jedenfalls hatte ich Glück - es ist nicht viel passiert und wird bald wieder ok sein.

Donnerstag, 7. Januar 2010

rutschige Böden - Angst zu fallen - was kann man tun

Grade jetzt beim Schnee draußen sieht man sie häufig, die älteren Damen, die vorsichtig Schritt für Schritt laufen und in jedem Geschäft erstmal sagen, wie viel Angst sie haben bei dem Wetter.

Das kann ich ja nun mal sehr gut nachvollziehen - geht mir nicht anders.

Fakt ist aber, dass man auch einiges tun kann um sich sicherer zu fühlen:

- Schuhspikes oder Schuhketten - kriegt man im gut sortieren Sportgeschäft oder im Sanitätsfachhandel - für mich wichtig, nicht nur im Vorderfußbereich zwei Stifte, sondern auch hinten - also über die ganze Fußsohle verteilt (vier reichen da) - und das ganze sollte recht problemlos an- und ablegbar sein. Mittlerweile gibt's die auch häufiger mal bei Lebensmittelketten oder Kaffeeröstern im Angebot. Kosten nicht die Welt (ca 10 Euro) und sind Gold wert bei diesem Wetter das aktuell herrscht (gute greifen selbst auf blankem Eis - logisch - entstanden sind die ja auch aus den Steigeisen vom Bergsteigen - die man grade auf Eis anzog)- auch im Internet gibt's einige Bezugsquellen, bei Auktionshäusern oder "der modernen Hausfrau" z.Bsp.

- für Krücken und Stöcke gibt es Eiskrallen - die sind verordenbar (also einfach vom Arzt aufschreiben lassen) und werden im Sanitätsfachhandel auch gleich montiert. Da gibt's verschiedene Varianten, Aufsätze die die Spikes aus- und einfahren können oder Krallen die man hoch und runterklappen kann. Ich nutze diese zum hoch und runterklappen, da ich rutschfeste Gummifüße nutze (dazu unten noch mehr!)

- ohne Krücke kann man sich aber auch mit den Nordic Walking Stöcken behelfen - kosten nicht so viel und haben in der Regel auch spitze Aufsätze - kenn ich von früher noch von den Schistöcken - die geben schon deutlich mehr Halt als ohne

- für Krücken gibt es aber auch rutschhemmende Gummifüße - die sind zweigeteilt - aus dem härteren Kunststoff (ähnlich dem der "normalen" Gummifüße) ist der obere Teil, auf dem unten noch mal aus deutlich weicherem Kunststoff was aufgesetzt ist. Diese Teile sind absolut Gold wert, denn damit rutscht man auch in der Dusche nicht (oder im Schwimmbad) - allein in Geschäften, mit ihren schmierigen und nassen Böden im Eingangsbereich muss man damit trotzdem noch etwas vorsichtiger sein. Diese rutschhemmende "Gummifüße" sind ebenfalls verordenbar und ehrlichgesagt, mit "normalen" Krücken würd ich mich kaum raus trauen (auch ohne Schnee) - wenn man diese rutschfesten Gummifüße erstmal kennt, gibt man sie nicht wieder her, denn nasse Böden gibt's immer und überall mal.


Oft reichen diese Kleinigkeiten schon aus - wenn man dann mehrfach merkt, dass da kein wegrutschen mehr passiert - nimmt die Angst langsam ab. Zumindest mir geht es so.

Auch wenn ich jetzt viele Jahre schon mit der Fallangst zu tun habe, merke ich auch Jahr für Jahr dass es besser wird. Wichtig ist aber nach wie vor, dass ich meine Schuhspikes anhabe (auch wenn nur ab und an Schnee, auch bei überfrierender Nässe oder selbst freien Asphaltflecken). Die Eiskrallen an den Krücken nutze ich nur bei viel Schnee, Eis oder sonstigem Boden, an dem sie besser Halt finden als die rutschhemmenden Gummifüße.

Für mich unverständlich ist, dass es diese Dinge nicht in der Apotheke gibt - die würden sich dabei dumm und dämlich verdienen (kosten die im Einkauf sicher nicht so viel und könnten sie deutlich teuer wieder verkaufen - grade in Apotheken) - meine würde das zwar besorgen, wenn man will - aber ich hab ja schon :-)

Mittwoch, 6. Januar 2010

Bücher und so ...

Hier gefunden - die Videos find ich total klasse und da ich selbst zwei solche Exemplare hier hab - es ist einfach nur sehr treffend!

Das Buch ist auf meiner Kaufliste, da werd ich auf jeden Fall reinschauen und wohl auch kaufen. Denn es soll dann zu den Büchern kommen, die in die "Wohlfühlkiste" kommen (die Videos sind da so schwer reinzupacken, aber gehören schon lange zu den Dingen die ich anschaue, wenn es mir nicht gut geht)

Da sind nämlich Bücher für Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, die mich aufmuntern, mich zum lachen bringen.

Bisher sind da die Bücher von Christian Moser: "Monster des Alltags" und "Die Geheimnisse der "Monster des Alltags" - die sind sehr zu empfehlen (der dritte Band steht auch auf der Kaufliste) - näheres zu diesen "Monstern" gibt's hier.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Schreiben

Ich wollte ja die Begriffe von Trauma und Traumatherapie mal zusammenschreiben und Laien - also weder Betroffene, noch Therapeuten - versuchen zu erklären.

Das ist gar nicht so einfach - sehr einfach ist mir zu unvollständig, und vollständig ist nicht mehr einfach, sondern sehr umfangreich.

Aus der Therapie kenne ich ja auch ein paar Leute die dazu selbst schon Bücher geschrieben haben - und so langsam versteh ich, warum das immer Bücher werden.

Als ich da erstmal sagte, dass ich überlege, da was zu schreiben - kam gleich ein: "Klasse, schreiben Sie ein Buch, diese Art fehlt noch auf dem Markt". Nur - ich will kein Buch schreiben - ich wollte ein paar Zeilen zu einzelnen Begriffen schreiben.

Nun - vor ein paar Tagen bekam ich von einem ganz lieben Freund LaTeX nahegebracht. Also hab ich mich da ein bisschen eingearbeitet (und finde es Klasse!!!). Mit einem Therapeuten, der eben da auch einiges zu geschrieben hat, hatte ich ja schon vereinbart, dass er dann über meine Texte mal drüberguckt, damit ich nichts völlig falsches verbreite - nun - auch er will, dass ich da eher ein Buch daraus mache - er würde beim Verlag eine gutes Wort für mich einlegen.

Doch ich will das nicht - ich werde das weiterschreiben und mal schauen was daraus wird. Kurz wird es nicht - denn die Vollständigkeit war mir da doch wichtiger. So ist allein das Inhaltsverzeichnis eine gute Seite.

Eine grobe Struktur steht - doch mit "maximal 10 Seiten" wird das nichts - also hab ich die schon großzügig auf "maximal 25 Seiten" erweitert - sozusagen ein kleines Heftchen.

Nun - auch die werden wohl nicht reichen. Ich werde jetzt einfach mal weitermachen - was es dann wird oder ob ich es in die Tonne kloppe - entscheide ich dann. Bis dahin werde ich die Begriffe wohl doch einfach weiter verlinken.

Wenn es fertig ist - muss ich für mich entscheiden wie ich es mache - oder ob es reicht, es einmal möglichst "vollständig" zu haben um dann kleine Ausschnitte und Zusammenfassungen daraus zu nehmen um hier best. Begriffe zu erläutern. Für mich - denn das Problem von "einfach und kurz erklären" hab ich - ich kann das nicht. Nicht ohne im Hintergrund zumindest auf weitere Informationen verweisen zu können.

Fakt ist: wenn ein Begriff hier auftaucht, der jemanden unbekannt ist oder unter dem er sich nichts vorstellen kann - kann er googlen - und findet Unmengen Infos dazu. Irgendwann wird es einfacher sein und ich werde eine kleine Erklärung mitliefern.

Das Interview mit Prof. U. Sachsse, den ich in der Sidebar in drei Teilen verlinkt habe - gibt erstmal einen ganz guten Über- und Einblick.

besser

Der Rücken ist heute wieder fast "normal" - also ein ganz klein wenig mehr zicken, als normal, aber noch im Rahmen - was auch immer das gestern war - ich kenn das ja leider, dass dann irgendein Körperteil höllisch weh tut - warum auch immer - das macht das alles so unberechenbar.

Doch heute: ist es gut - so ist es eigentlich immer und damit für ich gut. Die Hand ist noch etwas zickig, doch das darf sie - denn wirklich völlige Schonung ist zur Zeit einfach nicht drin - dafür klappts aber ganz gut (solang ich nichts schwereres als 300 Gramm hebe). Das Knie lässt sich wieder ganz gut bewegen, sowohl beugen als auch strecken - naja nicht ganz, aber fürs Laufen reichts. Dick ist es immer noch, auch etwas mehr wieder scheint es mir (aber auch hier: da war ja nicht wirklich Schonung pur gestern). Weh tut es auch noch - und irgendwie fühlt es sich immer noch nach Bändern an (die es aber eigentlich gar nicht sein können).

Körperlich geht es also auf jeden Fall aufwärts. Psychisch ist es gleich geblieben - ein auf und ab halt und im Moment sicher gesamt nicht so pralle - wie halt schon die letzten Wochen und ich denke für Traumaexposition auch ok.

Die Wohnung - ist fast fertig, die Böden fehlen noch (und das Waschen der Wäsche, aber die Waschmaschine ist kaputt - toll - ich hoffe, dass der Vermieter das heute in Ordnung bringen kann), das Bad müsste auch noch mal übergeputzt werden - vor allem der Spiegel).

Das fühlt sich echt gut an.

Samstag, 19. Dezember 2009

schwarz und weiß II

Grade wenn das Knie wie aktuell zickt, fällt es natürlich noch schwerer - ich denke das ist auch der Grund, warum ich es grad gar nicht schaffe vor die Tür zu gehen.

Doch dann stehe ich wieder am Fenster, atme dieses "Schneeluft" tief ein und lasse mich, wenn auch mit einer wehmütigen und traurigen Seite - von der Schneelandschaft verzaubern.

Irgendwann - da werde ich draußen stehen - mitten im Schnee und die Sonne auf mir spüren, tief einatmen und es genießen.

Irgendwann - da werde ich draußen stehen - mitten im Schnee und die dicht fallenden Schneeflocken mit ausgebreiteten Armen empfangen, einfach nur glücklich und dankbar für dieses Geschenk der Natur.

Irgendwann - da werde ich draußen stehen - mitten im Schnee und den Frieden und die Stille in mir spüren, den jede einzelne Flocke mit sich bringt.

Irgendwann.

schwarz und weiß

Der Schnee ist ja so eine Sache - auf der einen Seite bereitet er mir Panikattacken ohne Ende, auf der anderen zaubert er wunderbare Landschaften.

Heute ist es wieder extrem - ich kann nicht raus und er beschert mir eine Menge Probleme und Ängste, aber wenn ich dann am offenen Fenster stehe und rausschaue - wie er sich wie eine weiche Decke über alles legt und in der Sonne glitzert und funkelt und es dieses besondere Licht gibt - entlockt er mir ein verzücktes Seufzen.

Wenn wie gestern viele dicke Flocken fallen, wünschte ich mir, dass ich das einfach genießen könnte - es hat einen besonderen Zauber und es wäre wunderschön nur diesen Zauber spüren zu können. Die Vielfalt der Schneeflocken - ich träume davon wie ich dann einfach da stehe, mit ausgebreiteten Armen und dem Tanz der Schneeflocken zusehe. Einfach nur eintauchen in diese wunderbare Welt und in diese Stille, die sie uns bescheren können.

Manchmal gelingt mir das - so in Ansätzen, aber da ist immer auch die Angst mit bei, wenn ich draußen stehe und die Flocken auf mich fallen ist immer auch das Wissen, dass ich mit jedem Schritt ausrutschen könnte, hinfallen und meine eh schon kaputten Knie das gar nicht abfangen können. Und es steigen die Erinnerungen hoch, an die vielen Male wo ich eben ausgerutscht und gefallen bin, die Knie verdreht und dann nicht mal nur vor Schmerz die Tränen in die Augen schießen, sondern vor Verzweiflung, weil das halb genesende Knie, das nach fast einem Jahr immer noch so Probleme macht, aber eben wenigstens ganz langsam besser wurde - nun wieder im A... ist.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Therapie

In der Therapie haben wir sozusagen eine neue Ebene erreicht - das hat sich ja die letzten Wochen abgezeichnet, war irgendwie klar, dass ich da einen weiteren neuen Wegabschnitt grad begonnen habe. Doch jetzt wird mir das auch deutlicher und vor allem auch greifbarer. Es fühlt sich gut und richtig an - unsicher bin ich trotzdem und Angst macht es mir auch - aber das liegt wohl eher in der Natur der Sache. Ich bin sehr sehr sehr froh, dass ich einen Therapeuten habe, der da mit mir zusammen auch mal neue Wege ausprobiert und nicht in irgendeiner festgefahrenen Schublade steckt. Denn das ist auch für ihn anstrengend - und das weiß ich sehr zu schätzen.

Es wird weitergehen, es wird nicht leichter sein, aber im Moment fühlt es sich richtig an - da kann dann der Widersacher Angst verbreiten so viel er will.

Anstrengend wird es allerdings auch - sehr. Gehen tut es weiterhin darum, Gefühle zuzulassen, zu lernen, das Tränen nicht das Ende der Welt bedeuten (und auch nicht dass es mich den Kopf kosten wird) und eine Art Kontakt aufzubauen zwischen der Erwachsenen von heute und dem Kind von damals - einen Kontakt, der nicht dadurch geprägt ist, dass die Erwachsene dieses Kind nicht ausstehen kann und die Ansichten, die mir damals eingebläut wurden und klar gegen dieses Kind gerichtet sind, eben genau das sind: Dinge die mir damals eingebläut wurden, die aber mit der Realität nichts zu tun haben - und das Kind als solches zu sehen: als ein Kind in einer unfassbaren, traurigen und sehr schlimmen Situation.

Um als Erwachsene Mitgefühl für dieses Kind zu entwickeln bzw dieses Mitgefühl auch zulassen zu können - und dann die Gefühle, die das auslöst eben auch zulassen zu können - ohne Angst vor Bestrafung oder ähnliches. Wenn das dann klappt darf auch das Kind mal fühlen und die Gefühle zulassen.

So in etwa ist der Plan der nächsten Monate. Noch steck ich im "Mitgefühl haben" fest - denn wenn es irgendein Kind wäre, würde ich vor Mitgefühl überfließen, da es aber ja ich bin - fällt das noch schwer - noch nicht mal so sehr das Gefühl an sich - sondern diese Verbindung. Denn in dem Moment stecke ich immer noch zu sehr im "Alten" drin - im Entwerten und "stell dich nicht so an" und "ist ja nicht so schlimm".

Wir haben einen Weg gefunden zwischen der Erwachsenen und dem Kind einen Kontakt herzustellen (was eben bisher nie geklappt hat) - dieser Kontakt ist noch sehr zart und vorsichtig - und auch alles andere als stabil. Es geht also darum diesen Kontakt zu pflegen - wie ein kleines Pflänzchen dass grad den ersten Halm durch die Erde steckt.

Und ihm damit Raum und Möglichkeit zu geben zu wachsen. Gleichzeitig versuchen wir weiter daran zu arbeiten, dass die Gefühle die eben hochkommen, dann auch sein dürfen, Raum bekommen - eine Art "sicheren Ort" - wo sie einfach so sein und sich zeigen dürfen - wie sie eben grad sind.

Es ist schwierig das jemanden nahezubringen, der kein Problem damit hat ein Gefühl zu haben - damit mein ich nicht mal so sehr in der Gesellschaft, denn da dürfen sie ja oft genug nicht sein - sondern allein für sich - auch da dürfen sie oft nicht sein - zumindest die alten Gefühle nicht, bei den neuen, aktuellen von heute - ist das ein bisschen anders. Da kann ich wütend sein oder mich freuen (Traurigkeit geht auch da nicht wirklich).

Ich muss also lernen, dass Gefühle ok sind, dass ich sie haben darf ohne dass etwas ganz Schlimmes passiert - und ohne, dass dies als Schwäche und Verletzbarkeit ausgenutzt wird. Diese Koppelung ist ganz eng - es ist so automatisch, dass ich selbst mit dem Kopf nicht dagegen angehen kann. Es ist wie ein Reflex, da hilft es auch nicht zu verstehen warum das so ist - das mein Gehirn das anders verarbeitet.

Unsere Ahnen haben, wenn der Bär vor ihnen stand - schlicht reagiert - sie haben nicht überlegt: oh das ist gefährlich, der könnte mich töten, da sollte ich wohl weglaufen, angreifen oder erstarren. Wenn sie das so gemacht hätten, hätten sie nicht überlegt. Sie haben einfach reagiert - denn das war zum Überleben notwendig. Ihr Gehirn hat alles was sie gehört, gesehen, gefühlt haben sortiert - und bei manchen Auslösern eben ein paar Wege übersprungen und zu sofortiger Reaktion geführt (hoher Adrenalinausstoss um eben ohne zu Übleregen reagieren zu können) - der Körper hat reagiert ohne das das Gehirn da so schnell hinterhergekommen wäre.

Und so reagiert auch mein Gehirn und damit mein Körper auf Gefühle - jede Gefühlsregung ist sozusagen ein gefährlicher Bär, der mich grade angreift. Das war jahrzehntelang so und ich muss diese automatische Koppelung erst mühsam wieder aufdröseln und dem Gehirn klarmachen, dass es statt sofort zu reagieren, lieber erstmal den "normalen" Weg gehen sollte - wahrnehmen, bewerten, prüfen und dann überlegen wie man handeln könnte.

Montag, 14. Dezember 2009

Tag der Wunder

Ich sitze grade hier und hab Tränen in den Augen.

Eine Mail, dass der Bescheid der österr. Rente da ist - und damit wird ohne Pause weitergezahlt (und ich verstehe nicht, wie die das in so kurzer Zeit schaffen konnten - aber ich bin sehr froh).

Und grade ein Anruf vom Koordinator des Betreuungsvereins - nachdem die letzte Woche noch so ein Theater gemacht haben, hat der Anruf meines Therapeuten ja schon sehr viel erreicht, so dass das sozusagen von einer Juristin "entschieden" wurde - der Landkreis hatte den Koordinator angerufen um mitzuteilen, dass nun alles in Ordnung sei, die ärztliche Stellungnahme reicht und daher nun die Betreuung doch weiter übernommen würde (ok - wir haben noch nichts schriftlich und ich hab in den letzten Jahren oft eine mündl. Zusage bekommen, aber dann doch einen negativen Bescheid - aber: hey - es ist immerhin wieder ein großer Hoffnungsschimmer!)

Ich bin grade so erleichtert, so unglaublich erleichtert - dass es mir die Tränen in die Augen treibt.

Und ich bin unendlich dankbar - ich weiß, dass letzte Woche einige Menschen für mich gebetet haben - es hat geholfen - im Moment könnte ich die ganze Welt umarmen.

Chacka!

Nachdem es die letzten Tage und am WE eher eine Katastrophe war, wenn ich etwas im Haushalt machen wollte, war ich etwas frustriert. Es ging nämlich gar nichts. Ich konnte zwar kochen und hab mir auch Mühe gegeben wenigstens diese Sachen dann auch wieder abzuwaschen, doch es klappte nicht so wirklich. Ich hatte richtig große Mühe den Stand wenigstens zu halten.

Frustrieren fand ich es vor allem deshalb, weil es mir ansonsten am WE richtig gut ging. Nur wenn ich dann anfing was zu putzen, baute sich sofort ein gruseliger Druck auf und es kippte sofort. Das bekam ich dann auch schnell wieder in den Griff, wenn ich aufgehört hab - doch sobald ich wieder etwas gemacht hab - war's wieder vorbei.

Eigentlich wollte ich ja die Küche mal so richtig putzen - sie hatte es dringend nötig. Grade Küche und Bad sind auch die Räume, die für mich besonders schwierig sind. Nicht wegen dem Ekel vor dem Putzen - das Bad war halt ein "Missbrauchs"-Ort - so dass ich dort immer eher Schwierigkeiten habe - nicht nur beim Putzen, bei der Küche ist das für mich gar nicht so klar - ich gehe eher davon aus, dass mich das halt schnell überfordert, weil schlicht kein Platz dort ist. Ich hab 2 Herdplatten, daneben die Abwasch und dann noch diese Abtropffläche - und das war's - es gibt keine Arbeitsfläche oder ähnliches. Die "bastel" ich mir sozusagen, indem ich ein Schneidebrett über die Abwasch lege.

Jedenfalls hab ich vorhin die Küche gemacht - und mich dabei natürlich verzettelt. Denn mir fiel der Essig in die Hände und da fiel mir ein, dass ich den ja kochen wollte und dann in die Toilette schütten - in der Hoffnung, diese Ablagerungen da loszuwerden (sah einfach nicht mehr schön aus - kein Mittel half) - also hab ich nachdem ich den Herd gemacht hab erstmal Essig erhitzt - dazu natürlich die Toilette dann auch nochmal richtig geputzt - und dann das Wasser dort raus, erst kochendes Wasser rein - das wieder rausdrücken und direkt danach den Essig (das Wasser nur, damit der kochende Essig nicht sofort abkühlt).

Klappt übrigens hervorragend - das hätte ich früher wissen müssen, da hätte ich mir viel Schrubberei und Putzmittel sparen können (die ja - wie gesagt - nicht geholfen hatten).

Dann die Küche - und vor allem das Ceranfeld - richtig sauber gemacht (glänzt wieder wie neu!) und auch einen Teil der Schränke innen gewischt.

Insgesamt ca 2 Stunden - und es ging! Zwar mit Pausen dazwischen, weil einfach körperlich sonst nichts geht - aber es war ok.

Nicht mehr geschafft habe ich den Boden - doch hey - selbst das kann mich heute nicht runterziehen (normalerweise sehe ich dann leider das Geschaffte nicht, sondern nur das Chaos).

Auch wenn ich mich jetzt kaum noch rühren kann (und das obwohl ich die zusätzlichen Schmerzmittel genommen hab - sonst könnte ich im Haushalt kaum was machen) - geht es mir grad gut damit - und ich gehe nachher eh zum Schwimmen - da werde ich eben einfach mehr Zeit in der Sole verbringen (und auf dem Weg dorthin gleich Hiob's Brüder von Rebecca Gablé aus der Bücherei abholen - das hatte ich vorbestellt und grade die Mail bekommen, dass es bereit liegt - freue ich mich sehr).

Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, wenn man etwas geschafft hat, was eben sonst ein Riesenproblem ist - Chacka!

Freitag, 11. Dezember 2009

gut

Nachdem die letzte Woche doch wieder eine Herausforderung war, habe ich heute wieder das Gefühl dass es mir gut geht. Die Therapie war anstrengend und auch verwirrend, war aber auch das Einschlagen eines neuen Weges - und das fühlt sich gut und richtig an.

Das mit der Betreuung wird auch etwas klarer - zumindest prüft aktuell eine Juristin vom Landkreis die Lage (immerhin - bisher ist das immer erst nach Ablehnung passiert - deshalb kam ja dann immer nach 2 Monaten doch ein Einlenken). Diesmal scheint die Sachbearbeiterin auch bemüht. Und für den Fall das es nicht rechtzeitig klappt - sieht es im Moment auch so aus, als würden wir die Wohnung so hinkriegen, dass ich das für ein paar Wochen alleine schaffen kann.

Finanziell hab ich erstmal den Januar absichern können - damit muss der österr. Rententräger "erst" bis zum 8. Januar etwa entscheiden (kann sein dass dieser Stichtag auch erst ein paar Tage später ist). Außerdem ist zumindest die Miete für Februar auch gesichert. Das verschafft mir ein klein wenig Luft.

Die Zuzahlung für die Krankenkasse für 2010 ist auch bezahlt und die Befreiung gestern hier eingetrudelt.

Das was die letzten Wochen dann an Erinnerungen hochgekommen ist, ist mittlerweile auch so weit "verpackt", dass es nicht mehr ständig Intrusionen auslöst.

Der Tag ist nicht mehr ein einziger Kampf, sondern eine spannende - und schaffbare - Herausforderung.

Und der Katze scheint es auch wieder besser zu gehen (dazu schreib ich noch was extra).

Ich kann wieder sagen: es geht mir gut. Und das freut mich sehr.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Grund II

Heute hat der Betreuer hier Grund reingebracht - und deutlich mehr gemacht als ich gedacht hatte. Das schlechte Gewissen wurde dann gegen Abend auch von der Freude etwas nach hinten gedrängt.

Es war gut, dass wir das so gemacht haben. Es ist eine Erleichterung und wirklich eine Chance.

Danke! Vielen Dank!