Samstag, 9. Januar 2010

Musik

Angeregt von hier schwelge ich grad so in Erinnerungen. Schönen und auch weniger schönen - und alle drehen sich um die Musik.

Als Kind lernte ich Gitarre, Begleitung, wann ich damit anfing weiß ich nicht mehr. Es gab auch mal Flötenversuche, doch die hasste ich.

Ich war ein sehr unsicheres Kind und obwohl ich schon ganz gut singen kann (und sicher damals auch konnte) hatte sich ein Ereignis "eingebrannt" - in einem Pfadfinderlager habe ich gesungen und einer der "Erwachsenen" meinte damals zu mir, ich solle nicht so falsch singen. Seidem habe ich nicht mehr gern gesungen wenn jemand zuhörte.

Da ich aber nur Gitarre-Begleitung lernte, war Singen irgendwie "Pflicht" - ich hasste das sehr und bin auch einmal aus der Musikschule geflogen, weil ich mich geweigert hatte beim Schulkonzert zu Singen (immerhin lernte ich ja Gitarre). Nach dem Rausschmiss lenkten die wieder ein - ich hasste ja auch die Konzerte - das geht mir bis heute so.

Am meisten aber hasste ich, wenn meine Mutter ankam und meinte: spiel doch mal was vor (vor allem wenn Besuch da war) - denn zum einen mochte ich es gar nicht im Mittelpunkt zu stehen - vor allem aber konnte und wollte ich nicht singen.

Das waren die Schattenseiten der Musik.

Doch wenn ich nur für mich spielen konnte, still und heimlich und leise - dann war das für mich wie ein Auftanken. Sehr oft hab ich mich in die Musik geflüchtet - in Lieder war es möglich Dinge auszudrücken ohne dass ich mir dessen bewußt war.

Ohne die Musik, ohne die Gitarre hätte ich keine Zuflucht gehabt - und manchmal denke ich, ohne hätte ich meine Kindheit nicht überlebt.

Später ging ich in ein musisches Gymnasium: Gitarre als erstes Fach und Querflöte als zweites (letzteres als Anfänger). Zu Weihnachten wechselte ich weg von Gitarre - Blockflöte als erstes und Querflöte als zweites (leider musste man das erste Instrument schon beherrschen und das war bei Blockflöte nicht der Fall - deshalb musste ich zum Halbjahr eine Prüfung ablegen - um nachzuweisen, dass ich den geforderten Wissenstand habe - mit Erfolg).

Es lag an der Lehrerin (die mir das nie verzieh, hätte ich doch eine eins bekommen, was bei ihr großen Seltenheitswert hatte).

Die Musik war weiterhin unglaublich wichtig für mich - ich konzentrierte mich auf Blockflöte. Überhaupt Flöten im Allgemeinen. Bis zu dem einen Tag, als ich angesprochen wurde, dass am Nachmittag ein Konzert stattfindet und dafür noch jemand benötigt wird, der die Okarina-Stimme spielt - mit Okarina.

Ich hatte noch nie von einer Okarina gehört- aber es reizte mich - ich besorgte mir in dem kleinen Musikladen eine Konzertokarina - und schaffte es tatsächlich bis zum Nachmittag das Grundlegende zu lernen (die Stimme war Gott sei Dank sehr einfach gesetzt).

Von da an war die Okarina "mein" Instrument - ich liebte das Teil. Dieser besondere Ton, dieser besondere Klang - noch heute habe ich diese spezielle eine Okarina von damals (zwischendrin hatte ich mir mal einen ganzen Satz gekauft - aber nach vielen Jahren wieder verkaufen müssen).

Heute spiel ich nicht mehr oft - aber es ist eines der ganz wenigen Dingen, die ich aus der Zeit von damals noch habe.

In der Jugendzeit spielte ich mit Freunden bei Gottesdiensten, Hochzeiten usw - meist spontan - wir waren ein Team - Üben gab es nicht, Proben schon gar nicht - oft spielten wir die Lieder auf Zuruf - das höchste der Gefühle war es 5 Minuten vor Beginn kurz durchzusprechen welche Lieder wir spielen.

Oft genug haben wir in diesen 5 Minuten ein Stück neu gelernt - und wir waren anspruchsvoll - denn mehrstimmig war oberstes Gebot. Und wir waren gut - wir waren einfach auf einander eingespielt.

Damals machte mir das nichts aus - ich mochte diese Spontaneität - heute wäre das für mich die große Katastrophe - alles muss bis ins Letzte geübt und geprobt sein.

Später dann war es die Musik die mir sagte, wie es mir ging. Denn ich konnte diese Frage nie beantworten. Doch mir ging immer irgendein Musikstück im Kopf herum und ich lernte einfach mir dann dieses Musikstück anzuschauen - und es zeigte mir, was grade in mir los ist. Gefühle waren ja "verboten" und ich hatte da keinerlei Beziehung dazu - und auch keine Ahnung.

Ich lief immer mit Walkman oder später Diskman und jetzt mp3-Player herum - denn ohne Musik habe ich das Leben nicht ertragen. Selbst mit war es schon kaum auszuhalten.

Auch heute ist die Musik ein wichtiger Bestandteil meines Lebens - das Singen mein Hauptskill, die Instrumente immer noch wichtig und auch wenn ich heute kaum noch zur Flöte greife (einmal im Jahr vielleicht) - weil ich Angst habe dass mich jemand hört, weil ich meinen eigenen Ansprüchen nicht genüge und das niemand zumuten will - aber auch, weil die Flöte heute für mich ein Problem ist, sie ist eine Art Trigger für die MB-Situationen. Querflöte hab ich schon viele Jahre keine mehr - auch die mußte ich damals vor einigen Jahren verkaufen.

Die Gitarre nehm ich ab und an zur Hand - einfach nur für mich - und es war die Musik, die mir mehr als einmal das Leben gerettet hat. Ein Konzert von Jonathan und Laurent, die Musik von ihnen aber auch die Gitarre oder das Singen - wenn alles nur noch unerträglich war und ich dem Tod deutlich mehr zugeneigt war als dem Leben.

Meine erste Schalplatte war "Music" von John Miles:



Besonders die Stelle an 3:19 bis 3:42 - hat tief in mir was angerührt - zu Tränen gerührt - warum auch immer. Und dann ab 4:45 - das Finale sozusagen :-)

Das war sie - meine "erste Liebe" - und bisher meine einzige glaub ich.

Musik.

PS: mein Lieblingsvideo von dem Lied ist übrigens das hier:



beginnt erst ab 0:15 leider.

Glück gehabt

Zwar dachte ich mir das schon gestern (oder hoffte es zumindest) - aber ich bin sehr froh, es heute bestätigt zu wissen: nur eine leichte Zerrung.

Aufatmen.

Irgendwann bin ich gestern dann eingeschlafen, die Nacht war soweit ok, die Schwellung am Knie hat sich etwas verlagert - ist auch nicht schlimm, der Schmerz ist da, aber auch nur wenig, solange ich das Knie bandagiere geht es ganz gut. Solange ich darauf achte den Fuß gerade aufzusetzen kann ich auch ohne Krücke durch die Gegend humpeln (die steht aber griffbereit, für den Fall dass die Angst mich wieder befällt - gibt einfach zusätzliche Sicherheit). Anfühlen tut sich das Knie eigenartig - als wäre es mit Wasser oder Luft gefüllt, die Bewegungseinschränkung (auch minimal - ganz durchstrecken geht nicht und ich komm etwas über 90 Grad) ist weniger wegen des Schmerzes, als wegen des "Druckgefühls" im Knie - ist irgendwie wie "aufgeblasen".

Fakt ist also - in wenigen Tagen ist das Geschichte. Die Angst vor dem Schnee und dem Rausgehen ist leider wieder jenseits von Gut und Böse - die Fallangst hat neue Nahrung bekommen.

Dieses "mir unbedingt schaden wollen" ist auch erledigt. Trotzdem werde ich zur Sicherheit da erstmal wieder etwas "vorsichtiger" rangehen und die Wahrnehmungen und Empfindungen des Körpers dreimal hinterfragen.

Es ist echt heftig, wenn man zwar weiß, dass man haltlos überreagiert und grad völlig hysterisch ist und durchdreht - es aber einfach nicht in den Griff bekommt.

Als hätte ja jemand anderer von einem Besitz ergriffen und man steht hilflos und ausgeliefert daneben und kann nichts tun.

Das reaktiviert den alten Mist gewaltig - auch damals konnte ich nichts tun und war hilflos ausgeliefert - was mit mir und meinem Körper passierte.

Diesmal jedenfalls hatte ich Glück - es ist nicht viel passiert und wird bald wieder ok sein.

Freitag, 8. Januar 2010

Nachtrag

Bis auf dem Knie Gutes tun alles erledigt und bisher standgehalten.

Und ja ich weiß - konsequenterweise sollte ich zum Arzt und es kontrollieren lassen - grade weil ich nicht weiß inwieweit meine Wahrnehmung grade von Dissoziationen getrübt ist - der Arzt könnte eine Diagnose stellen und klare Ansage zu Verhaltensmassnahmen machen - besser als wenn ich mir da meine eigenen aufstelle.

Aber: geht mal am Abend in die Notaufnahme zu den überarbeiteten Ärzten und erzählt, dass ihr nicht genau sagen könnt was wo wie weh tut, weil ich wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung eben mit gestörtem Körperempfinden zu kämpfen habt und deshalb Schmerzen nicht, falsch oder verzerrt wahrgenommen werden und deshalb nicht konkret angegeben werden können.

Das Ergebnis ist bei fast 100 Prozent, dass ihr in die Psycho-Ecke geschoben werdet (wo ich vielleicht sogar hingehöre) - aber das hilft mir nicht, denn dann gibt's eben keine klare Diagnose und keine klaren Verhaltensmassnahmen und zusätzlich zu den Problemen mit dem angefasst werden usw - darf man sich auch noch der Geringschätzung und Abwertung des überarbeiteten Personals dort aussetzen.

Das tut - wenn es eh grad eher schlecht geht und destruktives Verhalten droht - ganz und gar nicht gut - und gehört eher auch in die Kategorie: destruktives Verhalten.

Deshalb werde ich abwarten, erstmal davon ausgehen, dass es schlimmer ist und entsprechend handeln und wenn ich wieder klarer denken - und fühlen - kann - eine erneute Bestandsaufnahme machen und neu entscheiden ob ich damit zum Arzt gehe.

Das "vom Arzt klären zu lassen" soll eine objektive und fachliche Meinung zur Verletzung an sich bringen - tut es aber nicht, wenn man die Dissoziation mit reinbringt (und um die kommt man nicht rum - denn deshalb kann man keine klare Schmerzangabe machen - Schmerzen werden im dissoziativen Zustand eben schwächer, stärker oder an anderer Stelle als er eigentlich ist oder anders als er eigentlich ist wahrgenommen - ein Graus sowohl für Patient als auch für Arzt). Und schon ist auch der Arzt voreingenommen und man wird gern in die Hypochonder-, "Wichtig mach"- oder "Aufmerksamkeit haben wollen"-Ecke geschoben.

Wir haben doch selbst schon genug Problem den Schmerz ernst zu nehmen - grade deshalb sind wir dann ja da.

Doch ich verstehe die Ärzte - überarbeitet und dann so ein "Lapidarfall" - der Zeit kostet, die eh nicht da ist und auch noch anstrengend ist, weil er keine klaren Angaben machen kann.

Das ist aber der Grund, warum ich da nicht hinfahre und selbst wenn es doch länger dauert oder schlimmer ist - mir das dreimal überlege (abgesehen von den allgemeinen Problemen bei Ärzten und Untersuchungen, die das ganze zum Horrortrip machen)

Und zum Orthopäden braucht man damit schon gar nicht kommen - denn für den ist alles was irgendwie mit Psychoecke zu tun hat sowieso nur Simulant und hat nichts (die Erfahrung durfte ich selbst mit nachweislichen mehren Verletzungen im Knie machen - da galten dann selbst die Untersuchungsergebnisse der Notaufnahme nichts mehr und auch sein eigene Einschätzung der ersten Wochen nichts - trotz mehrfacher Punktionen und dringend angeratener Op - ab dem Zeitpunkt, an dem er erfuhr, dass ich in eine Psychosomatische Klinik gehe, war alles plötzlich nur noch "Einbildung" und eine "leichte Zerrung").

Diesmal ist es - denk ich - und vor allem hoff ich - nur eine "leichte Zerrung". Bitte - lass es nicht mehr sein!

Nein!

Toll - das ganze kippt auch noch und ich hab Mühe nicht in extrem destruktives Verhalten zu fallen - mir auch noch bewusst zu schaden und das Knie jetzt zu versorgen, statt es erst recht zu ruinieren (so mit dem Hammer drauf rumhauen oder ähnliches).

Ja ich weiß - das alles wäre selbstverletzendes Verhalten und das hab ich ja hinter mir gelassen.

Doch ich hab wirklich Mühe das alles nicht einfach zu ignorieren, dem Knie damit zu schaden und all den körperlichen Mist einfach auszublenden.

So wie ein kleines Kind sich die Hände vor die Augen hält und meint, wenn es nichts mehr sieht, sieht man auch es nicht - den Körper, den Schmerz einfach ignorieren, dann ist er nicht da.

Alte Verhaltensmuster, die wieder an die Oberfläche drängen, die durchbrechen wollen und leider sehr sehr sehr verführerisch sind.

Dennoch klar als destruktives Verhalten erkennbar. Gäbe ja auch eine gute Ausrede - das was heute so in der Thera hochgekommen ist usw.

Sich selbst etwas vormachen.

  • Ich werde dem nicht nachgeben!
  • Ich werde jetzt das Knie bandagieren (und zwar weder zu fest noch zu locker)!
  • Ich werde dann Skills anwenden - bewusst und zielgerichtet!
  • Ich werde dem Drängen mir weh zu tun, mir zu schaden oder dem Knie den Schmerz auszuprügeln (oder draufzuhauen, damit es was hat das ihm weh tun kann) entgegenwirken und statt dessen, dem Knie irgendwas Gutes tun (wenn auch mit Todesverachtung)!
  • Ich werde eine mail schreiben - um den Druck mir zu schaden zu mildern, diesem Druck ein Ventil zu geben, in dem er kanalisiert werden kann ohne dass er mir schadet!
  • Ich werde die Krücken konsequent nutzen - egal ob ich grade glaube sie zu brauchen oder nicht - solange - bis ich mir wieder sicher bin, dass die Wahrnehmungen des Körpers auch etwas mit der Realität zu tun haben (keine Dissoziation oder sonst was Schmerzen ausblendet oder falsch darstellt)!
  • Ich werde jetzt das Notfallmittel nehmen und versuchen mich wieder einzukriegen, der Verzweiflung und der Autoaggression Herr zu werden!
  • Ich werde mich nicht von alten Verhaltensmustern verführen lassen! Sie kommen von den Widersachern - und ich werde mich nicht von ihnen beherrschen lassen!
Es hat zu viel Zeit und Kraft gekostet dem selbstverletzendem Verhalten einen Riegen vor zu schieben - viele Jahre - und ich werde diesen verdammten Riegen nicht wieder wegziehen und dem ganzen Mist die Tür öffnen!

Nicht heute!

heulen

Im Laufe des Nachmittags hab ich mich ganz gut gefangen - so dass es mir gegen Abend dann auch wieder ganz gut ging.

Also bin ich los zum Gebetskreis - trotz der Schneelage draußen. Schritt für Schritt tastete ich mich vor und freute mich darüber, dass es doch recht gut ging - sowohl des Schnees als auch des Knies wegen.

Konsequent die Schuhspikes an (anders würd ich es nicht schaffen) komm ich glücklich wieder zu Hause an, zieh die Schuhspikes aus und leg die Krücken zur Seite und will grade ins Bad um mich umzuziehen als ich ausrutsche - die Schuhe noch naß vom Regen rutsche ich mit dem linken Bein weg, das Knie verdreht sich nach außen und innen und ich liege auf dem Boden - und kann nur noch heulen.

Zum einen ist da der Schmerz, doch der ist nicht mal der Auslöser für die Tränen, es ist die Angst - gekoppelt mit dem Schmerz, das daliegen und nicht wissen wie ich wieder hoch kommen soll und diese Angst von damals - als ich da auf dem Feldweg lag im Schnee vor vielen Jahren.

Es dauerte eine Weile bis ich mich wieder etwas beruhigt hatte und erstmal eine Bestandsaufnahme machen kann. Aufstehen geht nicht (ok das ist auch ohne verdrehtem Knie nicht so einfach vom Boden) - also robbe ich zum in der Nähe stehenden Stuhl und hieve mich hoch.

Typische Bandsache - nach dem im ersten Moment heftigen Schmerz lässt er erstmal etwas nach, ich humple zu den Krücken und geh dann damit erstmal ins Bad. Solange ich das Bein gerade aufsetze geht es auch schmerztechnisch mittlerweile wieder gut - würde auch ohne Krücken gehen, doch die Angst steckt mir noch in den Knochen, so humple ich halt damit durch die Gegend.

Immer noch gegen die Verzweiflung ankämpfend - die sich Bahn bricht, obwohl es für das Knie nach der Bestandsaufnahme ja nicht so schlecht aussieht.

Ein "ich hab es so satt!" schleicht sich ein und endlich guck ich mir das Knie an. Ein bisschen geschwollen, nicht arg viel, der Schmerz in Ruhe erträglich, eher in kleinen Wellen - zumindest solange ich das Knie grade halte - ganz gerade strecken geht nicht - aber ich komm auf gut 90 Grad beim Anwinkeln - also kein Blockieren wie das letzte Mal.

Der Kopf sagt: war das letzte Mal schlimmer und haste auch überstanden, das Gefühl dreht durch - ist in der Verzweiflung von damals drin und für verstandesmäßige Einwürfe nicht zu haben.

Ok - es war alles etwas viel heute - doch was bitte soll das mit dem Knie jetzt? Warum ist es mit Sturz und Verdrehen so viel schlimmer für mich?

Im Moment kann ich nicht sagen ob Innen- oder Außenband - es tut innen weh und ist außen dick und geschwollen. Irgendwelche Versuche das näher rauszufinden gehen grad gar nicht. Diesmal gibt es sogar noch - wenn auch nur sehr kurz - die Überlegung ins KH zu fahren - doch die Angst vor der Untersuchung, dem Schmerz, der Dreherei und Biegerei (von der Anfasserei ganz abgesehen und dem genervten Getue des Pflegepersonals und der Ärzte - die ja auch Recht haben - mehr als ruhigstellen und einem Salbenverband machen die auch nicht - das kann ich auch alleine) lässt mir wieder Tränen in die Augen steigen - ich schaff das im Moment einfach nicht.

Es bricht sich einiges Bahn - die ewigen Schmerzen - was gäbe ich für fünf Minuten ohne Schmerzen! Einfach mal tun und lassen können was ich möchte. Nicht immer Rücksicht nehmen müssen auf Einschränkungen und Folgen. Ich mag einfach nicht mehr!

Das Knie puckert nur noch so vor sich hin - solange ich es nicht bewege oder belaste (wobei nur das be- und entlasten das Problem sind - dann drauf stehen tut nicht viel mehr weh als eben nicht drauf stehen) - trotzdem - es ist im Rahmen - Glück gehabt - hoffe ich, denn mit etwas Glück ist das in wenigen Tagen wieder ok. Wirklich feststellen ob das so ist, werde ich morgen früh.

Es gibt sie - die Momente, wo ich am liebsten mit einer Axt das Bein abschlagen würde, weil ich die ewigen Schmerzen einfach nicht mehr ertragen will. Jetzt ist es grad so einer.

Dabei bin ich mir durchaus bewusst dass ich grad total überreagiere - völlig irrational und hysterisch bin. Nur das Knie mit einer Sportsalbe einschmieren (wobei die ist glaub ich alle - aber egal) und mit der Bandage etwas stabilisieren - und gut ist. Selbst das Stabilisieren ist mehr für die Psyche - und der Angst in der Nacht es wieder zu verdrehen (ich schlafe ja so extrem unruhig und wälze mich hin und her ohne Ende) - der Angst vor dem plötzlichen Schmerz der reinschießt bei der falschen Bewegung.

Sie ist da - die Angst vor morgen, dem evt. feststellen müssen, dass es doch nicht nur leicht überdehnt ist und in wenigen Tagen wieder ok.

Völlig unverständlich - vor 3 Wochen (genau sogar) hab ich ohne erkennbaren Grund ein blockierendes Knie, das die doppelte Größe annimmt und schmerztechnisch sich nach Bändern anfühlt (so wie die sich halt nach einem Tag oder so anfühlen, also nicht die Schmerzentwicklung an sich) - das erst etwas besser wird um dann schlimmer zu werden und irgendwann nach knapp zwei Wochen sich innerhalb weniger Tage recht gut erholt. Schmerztechnisch war das bei weitem Schlimmer - doch es hat deutlich weniger Angst ausgelöst - mehr Wut, Fassungslosigkeit und Widerwillen - aber nicht Angst.

Selbes Knie und ein Verdrehen mit erst scharfem Schmerz, der dann nachlässt - und ich dreh hier völlig ab - trotz der Feststellung von "ist ja nicht so schlimm".

Was so ein Verdrehen und sozusagen "Wiederholen" des Schmerzempfindens, der Entwicklung - so ausmacht - schon erstaunlich was es da so für Bahnungen im Gehirn gibt.

Im Endeffekt ist es nichts anderes als ein Flashback - denn das was mir zu schaffen macht ist die Angst von damals - vor dem (wiederholten) Sturz und der endlos langen Zeit in der es einfach nicht besser werden wollte, der Fallangst die sich da extrem entwickelte und natürlich auch der Angst vor dem Schmerz an sich.

Ich kann drei Jahre mit offener Wurzel im Zahn rumlaufen - höllische Zahnschmerzen - doch damit komm ich besser klar als mit diesem popeligen Schmerzchen das aktuell im Knie ist.

Seit vielen Jahren leb ich mit Schmerzen, kenne das "Zähne zusammenbeissen" ebensogut wie eben das Leben damit - doch so ein popeliges Verdrehen des Knies und deshalb Puckern darin - lässt mich schier verzweifeln.

Ich weiß dass ich verrückt bin - aber ganz ehrlich: ich hab es echt satt!

Erinnerungen

Wie erwartet war der Einstieg nicht das Problem. Das Ergebnis eher - unerwartet und sehr heftig - leider auch nicht nur einmal. Der Termin war dadurch deutlich länger und ich bin heilfroh, dass es diese Möglichkeit gibt.

Wir brauchten die Zeit nämlich um da einen einigermaßen handhabbaren Abschluss zu finden. Ausgangspunkt war eine nicht näher definierte Missbrauchssituation, die recht schnell zu der anvisierten führte - tja - was daraus entstand war nicht erwartet und das mich wohl noch eine ganze Weile beschäftigen wird.

Ich befand mich da danach auch in einer Art "Schockzustand" - zwar gut funktionierend, aber eher distanziert. Hatte den Vorteil, dass ich den Beinah-Unfall, in dem ich bei der Heimfahrt verwickelt war, nicht mehr groß schockieren konnte (und es war wirklich so richtig knapp - der Taxifahrer war auch beim Aussteigen hier bei mir nach 20 Minuten immer noch total fertig - und er ist einiges gewohnt).

So langsam lässt dieser "Schockzustand" nach - das "Erlebte" recht weit weggeschoben, denn das muss ich mit dem Thera aufarbeiten (und ein Stück weit in die Theorie flüchtend)

Langsam frag ich mich, was da noch so alles kommt - schon seit einigen Monaten denk ich immer wieder: jetzt kann ja nichts groß Schlimmes noch kommen.

Offensichtlich gibt es aber immer "noch schlimmeres" - wobei die einzelnen Sachen denk ich nicht immer "schlimmer" sind - das gibt es da auch nicht so - eine wirkliche "Reihenfolge" oder "Wertung" gibt's da nicht, ein schlimm und schlimmer ebenfalls nicht - die Situationen sind alle schlimm.

Trotzdem treffen die einen mehr, die anderen weniger - oft liegt das daran, dass manches eben schon bekannt oder auch erwartet ist - die unerwarteten Dinge, die sind dann immer für eine ganze Weile ein heftiger Schock.

Aktuell ist es ja so, dass sich das schon vor ein paar Wochen angedeutet hat - aber eben in mir immer die Hoffnung war "so weit sind sie nie gegangen" oder so. Dabei kenne ich die Abgründe meiner Eltern ja.

Es ist auch eher eine persönliche "Wertung" - für jemand anderen ist das für mich ganz schlimme vielleicht weniger tragisch, und das was ich als eher "Kleinkram" empfinde was ganz schreckliches.

Trotzdem trifft es mich immer sehr, wenn ich dann feststelle, dass die Abgründe meiner Eltern offensichtlich keine Grenzen kennen. Dabei geht es oft weniger um das "was" als viel mehr um das "wie".

Die waren echt gut darin Realitäten zu verdrehen und die Schuld für ihre Übergriffe auf mich abzuwälzen.

Die Schuldgefühle kennt jeder Traumatisierte, oft geht es dabei auch darum, daß man, wenn man Schuld daran hat, wenigstens nicht nur ausgeliefert war - denn dieses Ausgeliefertsein fühlt sich viel schlimmer an als das Schuld haben. Natürlich neben den Schuldgefühlen, die jahrelang eingeredet wurden.

Ich hab die Täter in mir - mein Leben lang - denn vieles hab ich von ihnen übernommen, grade auch was mein Selbstbild angeht. Auch das ist "normal" - nennt sich Täterintrojekt.

Da mag vom Kopf her noch so sehr klar sein, dass die Frage eines kleines Kindes, was "lieb haben" bedeutet, nicht dadurch erklärt wird, indem man es missbraucht und dies dann mit "das ist lieb haben" erläutert. Der Verstand sagt da ganz klar, da kann das kleine Kind nichts für, die Frage war keine Aufforderung usw.

Doch gefühlsmäßig ist das anders. Damals wurde gesagt, dass ich es ja gewollt hab, danach gefragt habe und überhaupt. Diese Anteile des Täters hab ich noch in mir, die Stimmen der Widersacher.

Und grade im Moment, heute, hab ich damit wieder deutlich mehr zu kämpfen, machen sich diese Widersacher selbstständig und es ist ein ewiger Kampf ihnen nicht nachzugeben (die sind nämlich verdammt hartnäckig).

Es war eine gefühlsmäßige Bindung zu dem Kind in der Situation damals da - ein "Nachempfinden" dessen, was das Kind damals fühlte - und es war eine Situation in der etwas in diesem Kind endgültig zerbrochen ist.

Um dieses Kind kann ich mich im Moment nicht kümmern - es tut zu weh und es tut mir unendlich leid - ich kann da nicht hinschauen und mittragen. Denn im Moment hab ich mit mir selbst im hier und heute genug zu tun. Ich weiß, dass dieses Kind versorgt ist - dass sich jemand darum gekümmert hat - die Situation selbst macht mich auch heute noch sprach- und fassungslos. Da gibt es noch keine Weg mit umzugehen. Den werde ich in den nächsten Therapieterminen gemeinsam mit dem Thera suchen müssen.

Bis dahin versuche ich mich auf das hier und heute zu konzentrieren und werde daran arbeiten, mir Gutes zu tun und zu schauen, dass ich mich nicht im Kampf gegen die Widersacher verliere (möglichst ohne mich überhaupt auf Diskussionen mit ihnen einzulassen).

"Widersacher" / "Täterintrojekt"

"Widersacher" oder ""Täterintrojekte"" sind - sehr stark vereinfacht ausgedrückt - Täter-loyale Anteile, die in der Regel der Abwehr von Ohnmacht und Scham und dem Erhalt der Bindung (zum Täter) dienen.

Die Folgen sind oft Selbstbestrafung, Autoaggression oder auch (gefühlte) eigene Täterschaft.

Sie zeigen sich oft durch übernommene Ansichten der Täter: du bist selbst schuld, bist nichts wert, verdienst es nicht anders, bist ein Nichts, hast es ja so gewollt, wolltest es doch auch, hat dir doch Spass gemacht usw. usf.

Diese Ansichten übernehmen Traumatisierte oft selbst, ihr Selbstbild ist oft von Verachtung, Wert- und Respektlosigkeit und manchmal regelrechtem Hass auf sich selbst geprägt.

Die Gedanken und Empfindungen die daraus entstehen werden in der (Trauma-)Therapie in der Regel "Widersacher" genannt.

Von der Theorie her ist es oft klar, dass diese Gedanken/Gefühle eben aus dieser Ecke kommen, gefühlsmäßig lässt es sich da nicht immer so leicht trennen. Diese übernommenen Ansichten sind so tief verankert, sie sind ein Teil von einem selbst.

So hat jeder Traumatisierte eben immer auch Anteile des Täters in sich, wie auch die Anteile des Opfers. Da fällt es oft schwer das trennen zu lernen und immer zu erkennen, wer da grade in einem das Sagen hat.

Donnerstag, 7. Januar 2010

rutschige Böden - Angst zu fallen - was kann man tun

Grade jetzt beim Schnee draußen sieht man sie häufig, die älteren Damen, die vorsichtig Schritt für Schritt laufen und in jedem Geschäft erstmal sagen, wie viel Angst sie haben bei dem Wetter.

Das kann ich ja nun mal sehr gut nachvollziehen - geht mir nicht anders.

Fakt ist aber, dass man auch einiges tun kann um sich sicherer zu fühlen:

- Schuhspikes oder Schuhketten - kriegt man im gut sortieren Sportgeschäft oder im Sanitätsfachhandel - für mich wichtig, nicht nur im Vorderfußbereich zwei Stifte, sondern auch hinten - also über die ganze Fußsohle verteilt (vier reichen da) - und das ganze sollte recht problemlos an- und ablegbar sein. Mittlerweile gibt's die auch häufiger mal bei Lebensmittelketten oder Kaffeeröstern im Angebot. Kosten nicht die Welt (ca 10 Euro) und sind Gold wert bei diesem Wetter das aktuell herrscht (gute greifen selbst auf blankem Eis - logisch - entstanden sind die ja auch aus den Steigeisen vom Bergsteigen - die man grade auf Eis anzog)- auch im Internet gibt's einige Bezugsquellen, bei Auktionshäusern oder "der modernen Hausfrau" z.Bsp.

- für Krücken und Stöcke gibt es Eiskrallen - die sind verordenbar (also einfach vom Arzt aufschreiben lassen) und werden im Sanitätsfachhandel auch gleich montiert. Da gibt's verschiedene Varianten, Aufsätze die die Spikes aus- und einfahren können oder Krallen die man hoch und runterklappen kann. Ich nutze diese zum hoch und runterklappen, da ich rutschfeste Gummifüße nutze (dazu unten noch mehr!)

- ohne Krücke kann man sich aber auch mit den Nordic Walking Stöcken behelfen - kosten nicht so viel und haben in der Regel auch spitze Aufsätze - kenn ich von früher noch von den Schistöcken - die geben schon deutlich mehr Halt als ohne

- für Krücken gibt es aber auch rutschhemmende Gummifüße - die sind zweigeteilt - aus dem härteren Kunststoff (ähnlich dem der "normalen" Gummifüße) ist der obere Teil, auf dem unten noch mal aus deutlich weicherem Kunststoff was aufgesetzt ist. Diese Teile sind absolut Gold wert, denn damit rutscht man auch in der Dusche nicht (oder im Schwimmbad) - allein in Geschäften, mit ihren schmierigen und nassen Böden im Eingangsbereich muss man damit trotzdem noch etwas vorsichtiger sein. Diese rutschhemmende "Gummifüße" sind ebenfalls verordenbar und ehrlichgesagt, mit "normalen" Krücken würd ich mich kaum raus trauen (auch ohne Schnee) - wenn man diese rutschfesten Gummifüße erstmal kennt, gibt man sie nicht wieder her, denn nasse Böden gibt's immer und überall mal.


Oft reichen diese Kleinigkeiten schon aus - wenn man dann mehrfach merkt, dass da kein wegrutschen mehr passiert - nimmt die Angst langsam ab. Zumindest mir geht es so.

Auch wenn ich jetzt viele Jahre schon mit der Fallangst zu tun habe, merke ich auch Jahr für Jahr dass es besser wird. Wichtig ist aber nach wie vor, dass ich meine Schuhspikes anhabe (auch wenn nur ab und an Schnee, auch bei überfrierender Nässe oder selbst freien Asphaltflecken). Die Eiskrallen an den Krücken nutze ich nur bei viel Schnee, Eis oder sonstigem Boden, an dem sie besser Halt finden als die rutschhemmenden Gummifüße.

Für mich unverständlich ist, dass es diese Dinge nicht in der Apotheke gibt - die würden sich dabei dumm und dämlich verdienen (kosten die im Einkauf sicher nicht so viel und könnten sie deutlich teuer wieder verkaufen - grade in Apotheken) - meine würde das zwar besorgen, wenn man will - aber ich hab ja schon :-)

dies und das und Traumatherapie

Olivenöl ist ausgespült und die Haare trocknen so vor sich hin.

Das Ok des Nachbarn für die Funkklingel hab ich nun auch.

Der Laptop des Theras macht deutlich: uns fehlt der Schlüssel - ansonsten läuft das Programm aber (und wenn wir je den Schlüssel kriegen - wie krieg ich diese entschlüsselte Datei auf einen anderen Computer - denn die USB-Sticks laufen nicht unter 98).

Kann man Sachertorte nach 3 Tagen noch essen (wurde Mo Abend aufgetaut und liegt seitdem hier in Plastikdose rum)

Ich mach mir Gedanken wegen morgen - die nächste Traumaexposition steht an. Was mir dabei durch den Kopf geht ist, dass ich diesmal nicht so genau weiß um was es mir dabei geht: entweder um diese eine Situation, die ständig da ist und doch nicht greifbar oder um den gefühlsmäßigen Bezug - auch zu dem Kind von damals.

Im Endeffekt wird sich das morgen schon zeigen - ich finde nur keinen rechten "Einstieg" - also weiß nicht recht wie wir anfangen könnten.

Auch das wird sich morgen dann schon zeigen - doch ich als alter Kontrollfreak wüsste das halt schon zu gerne schon heute.

Traumaexposition macht mir immer Angst - wäre auch eigenartig wenn nicht, denk ich - denn wer rührt schon gerne in schlimmen Dingen rum. Diesmal ist es mehr - was - wie ich sehr wohl weiß - an der Pause von 3 Wochen liegt, die seit dem letzten Mal vergangen ist.

Denn durch die Regelmäßigkeit davor, war ich einfach drin - und das bin ich jetzt nicht mehr - ich muss erst wieder einen Einstieg finden.

Da ist einerseits die Angst vor dem was hochkommt, aber auch davor, dass diese Abspaltung zu groß ist. Ich hab mich in Theorie geflüchtet und das war letzte Woche gut. Aber es ist eben auch die Angst, dass ich da keinen Einstieg finde.

Eigentlich idiotisch - denn ich weiß ja nun wirklich (aus reichlich Erfahrung) - das das selten ein Problem ist - wenn sich kein Einstieg von selbst ergibt (was selten genug ist), haben der Therapeut und ich da schon ein paar auf Lager die auf jeden Fall funktionieren.

Beim letzten Termin war es aber eben auch so, dass ich nicht hinschauen wollte, es war kein "nicht können" - sondern ich hatte Angst und wollte das alles einfach nicht sehen. Das hab ich mir sehr lange vorgeworfen, auch wenn ich weiß, dass ich da alle Zeit der Welt habe und niemand mich drängt.

Vielleicht ist es also nur die Angst dass ich wieder nicht hinschaue, dass ich wieder kneife.

Denn was ganz klar ist: es geht nicht um ein "zuviel" oder so - auch nicht um die Angst, dass ich damit nicht klar käme. Denn diese Angst ist nicht da - gar nicht.

Ich weiß, dass meine Stabilisierungsfähigkeiten da sind - und zwar mehr als ausreichend, ich weiß auch, dass ich der Thera mich da nicht hängen läßt - also selbst wenn was unvorhergesehenes passiert, kann der mich auf jeden Fall rausholen, sollte ich das alleine nicht schaffen.

Von daher ist wirklich gar keine Angst da, dass ich mit dem Ergebnis nicht umgehen könne, es zu viel wäre.

Das ist auch der Grund für die "Vorwürfe" - weil es eben kein Schutz ist, sondern einfach ein kneifen.

Das klingt jetzt vielleicht härter als es ist - ich versinke da nicht in Schuldgefühlen oder so. Mir ist auch klar, dass das mit dem letzten Termin vor Weihnachten vielleicht sogar gut so war.

Ich hab dennoch Angst, dass mir dann in diesem Moment wieder der Mut fehlt - denn ich WILL hinschauen, ich WILL mich damit auseinandersetzen und ich weiß ich KANN es auch. Dieses "will" ist völlig ohne "muß" - es ist einfach ein wirklich wollen.

Nur dann in dieser Situation, in diesem entscheidenden Moment - gewinnt oft mal die Angst.

Auch da weiß ich, dass der Thera hinter mir steht und mich unterstützt - ich muß mich dem nicht alleine stellen (das könnte ich glaub ich auch nicht).

So paradox das klingt - aber wenn ich e s dann geschafft hab, fühl ich mich besser - egal wie schlimm das war was ich dabei "gesehen" hab, erlebt hab - es gibt mir das Gefühl da wieder selbst zu agieren und nicht von der Angst und dem was passiert ist - fremdbestimmt zu werden.

Ich will mich damit auseinandersetzen, weil ich weiß, dass ich nur so die Auswirkungen verändern kann. Das hab ich nun wiederholt und oft erlebt und das ist ein gutes Gefühl. Nur so kann ich dahin kommen, dass meine Vergangenheit nicht mehr mein heutiges Denken und Handeln bestimmt.

Dem ganzen alten Mist - ich will dem nicht mehr so viel Macht einräumen - doch das erreiche ich nur, wenn ich mich dem ganzen auch stelle.

Die Vorraussetzungen dafür sind da - ich bin in Sicherheit, habe fest verankerte Skills, die so automatisiert ablaufen, dass ich mich dazu nicht überwinden muss oder ähnliches, ich hab einen Therapeuten dem ich diesbezüglich absolut vertraue, der mich damit nicht allein lässt und ganz egal was passiert, kein Problem haben wird, mich da wieder rauszuholen wenn ich das alleine nicht schaffen sollte (was eh schon unwahrscheinlich ist), ich hab die Möglichkeit mich danach auf mich zu konzentrieren, muss nicht "funktionieren", arbeiten oder für jemanden sorgen und ich fühle mich sicher und stabil - so dass ich keine Sorge habe, dass mich das was ich da sehe und erlebe umhauen wird.

Und trotzdem ist da dieser kleine Mann im Ohr, der stetig versucht Zweifel, Angst und Sorge zu sähen.

Kleiner Mistkerl - dich werd ich auch noch los!

dies und das

Ich sitze grade mit Alufolie um den Kopf - festgebunden mit einem Tuch. Darunter triefen die Haare von Olivenöl (das auch einen schönen Fleck auf dem T-Shirt hinterlassen hat, da ich zu schwungvoll das Öl mit den Händen in die Haare schaufelte). Grund: ich hab sehr trockene Haare. Später muss ich eh unter die Dusche - also bot es sich an.

Diese "warmes Olivenöl in die Haare"-Kur mach ich etwa zweimal im Jahr, normalerweise mit Frischhaltefolie, nur leider hab ich keine mehr im Haus. Ein altes Hausmittel gegen trockene Haare, das auch funktioniert (allerdings sollte man es alle 2 Monate oder so machen - ich vergess es nur immer).

Der Vermieter kommt die Tage doch nochmal vorbei, meine Zählerstände erscheinen zu hoch (wobei ich denke, die stimmen schon - ich hab extrem hohe Heizkosten - wegen meiner beiden Süßen, die immer durchs Fenster raus und rein wollen und weil ich es im Bad auch im Sommer kuschelig warm mag). Außerdem ölt er dann vielleicht auch den einen Heizungsregler, der mir immer fast das Handgelenk bricht beim drehen.

Vom Therapeuten hab ich hier nun einen alten Laptop - bisher leider ohne Erfolg, die Datei konnte ich nicht entschlüsseln - fürchte ohne den Schlüssel vom Ex-Therapeuten wird das nichts - also großes Hoffen, dass der nichts wegschmeißen kann und nach über 10 Jahren noch funktionierende Disketten findet.

Bücherei war wieder mal wie immer - mehr Bücher mitgenommen als abgegeben - aktuell hab ich aber "nur" 30 Bücher von dort hier (waren auch schon mal mehr). Dabei war ich nur bei einem Regal (Fantasy) - bin gar nicht erst zu den Romanen gegangen.

Einkauf war anstrengend - die Stadt rappelvoll. Die Wege richtig doof. Dafür hab ich wieder Joghurt und Brot (irgendwie schaffe ich es zur Zeit nicht das selbst zu machen - aus Brotbackmischungen - ist halt grad so).

Ich bin richtig stolz auf mich: denn ich bin von der Ambulanz die ca 400 oder 500 Meter trotz Schnee und co zum Frisör gelaufen (oder auch grad deswegen - fand das in dem Moment eine gute Möglichkeit für Angsttraining) - dabei festgestellt: festgetretener Schnee geht ziemlich gut - wenn es diese aufgeweichte Pampe auf der Strasse ist - gar nicht gut (da greifen auch Spikes nicht recht), das Eis dass vor allem bei Kurven auf den Strassen liegt kostet viel Überwindung (aber Spikes greifen da sehr gut) - ich bin außen herum gegangen, etwas länger, dafür keine groß abschüssigen "Trampelpfade" - und das Beste: es lief echt erstaunlich gut.

Zwar weiß ich, dass es jeden Winter grad anfangs ein Riesenproblem ist und wenn ich dann konsequent dran bleibe und eben nicht in Vermeidungsverhalten rutsche - dann wird es besser - immer noch sehr schwierig, aber besser. Offensichtlich ist viel Schnee wie dieses Jahr für mich weniger beängstigend als diese halb Schnee, halb Eis, halb irgendwas, denn so richtige Schneewege - gehen am besten (natürlich nur wenn überhaupt Schnee sein muss - jeder trockene Asphaltweg ist mir lieber - eh klar).

Doch auch im Vergleich mit letztem Jahr - es ist dieses Jahr besser - nicht groß einfacher, aber ich bin einfach gesamt deutlich stabiler, das wirkt sich auf Angsttrainings immer deutlich aus. Da ich nicht schon von vornherein knapp an der Grenze bin, ist mehr Spielraum da - und ich kann auch mehr probieren und eben bewusster an die Grenze gehen.

Jedenfalls heute war es - trotz viel Angst und Panik - ein sehr gutes Angsttraining - mit tollem Erfolgsgefühl.

Von dem Verkäufe des mp3-Players kam heute eine mail, dass die im Dezember ein Paket losgeschickt haben - bin gespannt wann es hier eintrifft. Wäre ja klasse, wenn das so klappt, ich befürchtete ja, dass die das erstmal einschicken und reparieren lassen. Ich hoffe nur der meinte damit auch, dass er es an mich geschickt hat - nicht an den Hersteller.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Bücher und so ...

Hier gefunden - die Videos find ich total klasse und da ich selbst zwei solche Exemplare hier hab - es ist einfach nur sehr treffend!

Das Buch ist auf meiner Kaufliste, da werd ich auf jeden Fall reinschauen und wohl auch kaufen. Denn es soll dann zu den Büchern kommen, die in die "Wohlfühlkiste" kommen (die Videos sind da so schwer reinzupacken, aber gehören schon lange zu den Dingen die ich anschaue, wenn es mir nicht gut geht)

Da sind nämlich Bücher für Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, die mich aufmuntern, mich zum lachen bringen.

Bisher sind da die Bücher von Christian Moser: "Monster des Alltags" und "Die Geheimnisse der "Monster des Alltags" - die sind sehr zu empfehlen (der dritte Band steht auch auf der Kaufliste) - näheres zu diesen "Monstern" gibt's hier.

Zahlen

Der Vermieter kommt nicht, ich hab ihm die Zählerstände grade per mail geschickt. Eine grobe Hochrechnung ergab, dass es sich ausgehen müsste - mit der Nebenkostenvorauszahlung - naja zumindest wenn ich die selben Kosten für Wasser und Strom nehme wie letztes Jahr.

Wie erwartet ist mein Heizverbrauch extrem hoch - da die Katzen durchs Fenster raus und rein kommen. Allein von den Heizkosten sollte das aber in etwa gleich sein (da es ja Gott sei Dank heizfreie Monate gibt)

Doch sicher bin ich nicht - und ich hoffe sehr, dass keine Nachzahlung fällig wird - schlicht, weil ich dringend eine Jacke für die Übergangszeit brauche (die aktuelle wurde schon zu klein gekauft und ist daher nur mit T-Shirt drunter tragbar, die zweite ist nicht wasserfest - da nur Canvas).

Außerdem lösen sich die Winterschuhe auf - das letzte Paar was ich überhaupt noch für den Winter habe (das Zweite hat schon letztes Jahr den Geist aufgegeben, indem sich der "Innenschuh" auflöste) - ich werde nass und außerdem sieht es nicht so toll aus, wenn man mit löcherigen Schuhen rumrennt (auch wenn die Stellen teilweise von den Schuhspikes verdeckt werden) - ein Glück dass ich nicht eitel bin.

Das Problem ist - ich finde keine Winterschuhe die passen, in denen ich gut laufen kann, die eine griffige Sohle haben und noch dazu warm und möglichst wasserdicht. Zumindest keine die unter 100 Euro kosten.

Außerdem steht immer noch die Matratze auf der Liste - hinter der Jacke und den Winterschuhen (aber wenigstens brauch ich keine für den Sommer). Genaugenommen bräuchte ich auch noch Arbeitsschuhe für die Tischlerei, denn die, die ich gestellt bekomme, kann ich nicht tragen, die sind viel zu schwer und nach spätestens einer Stunde kann ich nicht mehr stehen oder gehen, weil mir die Füße und der Rücken extrem weh tun. Aktuell arbeite ich also mit den "normalen" Schuhen - die natürlich keine Stahlkappe haben. Naja - das kann ich wenigstens so lange schieben bis sich jemand ernsthaft aufregt - und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dies nicht so bald passiert, dafür bin ich zu wenig dort.

All das sind Gründe, warum ich sehr hoffe, dass nicht noch eine Nachzahlung wegen der hohen Nebenkosten fällig wird.

Übrigens hab ich das ok des Vermieters am Seiteneingang eine Funkklingel anzubringen - muss jetzt nur noch mit dem Nachbarn gegenüber klären, denn die müsste an seinem Briefkasten angebracht werden (nur dort ist es regensicher) - den erwisch ich nur nie.

Wenn das klappt muss ich all den Krempel (Pakete und so) nicht immer die Treppen runterschleppen (und Besuch müsste deutlich weniger laufen um zu mir zu kommen).

Achja - die Wohnung ist immer noch aufgeräumt! Ich bin echt stolz auf mich und hoffe sehr dass es so bleibt.

alte Datei

Schon seit einigen Wochen geht mir eine uralte Datei durch den Kopf. Damals hab ich mein Tagebuch und sonst so einiges auf meinem Computer verschlüsselt. Das Verschlüsselungsprogramm lief nur unter Win95 und 98 - wobei bei manchen es wohl auch unter XP "machbar" war.

Ich habe sowohl die Datei, das Passwort als auch das Programm - doch ich bekomme die alten Dateien nicht entschlüsselt.

Diese eine spezielle, die mir da durch den Kopf geht - wäre mir wichtig. Ich hab keine Ahnung was drin steht - gefühlsmässig war es damals ein erstes "Aufschreiben" von Missbrauchserinnerungen - doch ich kann mich nicht daran erinnern. Was ich noch weiß ist, dass diese Datei in dissoziativen Zuständen entstand - also in Zeiten die mir komplett fehlen - und dass ich sie immer bei den Tagebüchern mit bei hatte (während andere, auch mit sensiblen Inhalt da wo anders abgelegt wurden).

Grade in den letzten Wochen, in denen ich immer um eine best. Situation kreise, mit der ich mich nicht recht abfinden will/kann, geht mir diese Datei ständig durch den Kopf.

Da ich aber keinen Computer mehr mit Win95 habe (und auch keinen mit 98) - wollte nun der Therapeut versuchen sie auf seinem alten Laptop zu entschlüsseln und damit wieder "verfügbar" zu machen. Ich fürchte jedoch, dass dies nicht mehr möglich ist, da die Diskette mit dem Originalschlüssel defekt ist.

Das macht mir im Moment ziemlich zu schaffen. Diese Datei ist über 10 Jahre alt - und vielleicht ist es nur ein Satz oder ganz was anders - aber sie ist mir wichtig - sehr sogar.

Es ist wie ein Puzzlestück - ein Puzzlestück meines Lebens - und die Angst, dass ich mein Leben nie zusammengepuzzelt kriege, wenn dieses Stück fehlt.

Das geht so weit, dass ich den Therapeuten von damals angerufen habe (und auch noch direkt erreicht, war total überrascht!) - denn ich glaube, dass ich dem damals die Datei samt Schlüssel gegeben habe. Er will sich die Tage mal bei mir melden, da er erst schauen muss, ob er das noch hat (ist immerhin über 10 Jahre her!). Die Chance ist aber sehr gering.

Bänder

Lt. Physiotherapeut sind es die Bänder. Mein Einwurf, dass die aber gar keinen Grund haben zu zicken, da ich das Knie weder verdreht noch sonst was habe - wurde mit einem "na bei dir ist ja immer alles anders, warum sollte es hier nicht so sein?" kommentiert.

Recht hat er ja - trotzdem - zumindest bisher war zumindest ein klitzekleines Verdrehen das die Bänder zum Streik aufforderte. Diesmal war da aber NICHTS erkennbares.

Trotzdem ist er sich sicher, beim einen Knie klar das Band, das andere (das ja die letzten Wochen deutlich mehr belastet wurde und deshalb auch wieder zickt) hat einige verhärtete Stellen und fühlt sich wohl "dicker" an an best. Stellen (natürlich an denen die auch weh tun - wer hätte das gedacht).

Wie auch immer - einerseits beruhigt es mich, dass es offenbar doch "irgendetwas" ist - das eben auch - zumindest für den Physiotherapeuten - fühlbar und damit auch "nachweisbar" ist - andererseits würd ich es schon zu gern verstehen (und wieder mal ein "Beweis", dass ich auf mein Gefühl hören sollte - irgendwie "fühlte" es sich von Anfang an nach Bändern an - und das hab ich meinem Physiotherapeuten nicht gesagt, weil ich da ja keine Grundlage für sah).

Meine Gelenke machen was sie wollen - das weiß ich, dass eines plötzlich dick anschwillt oder trotz gerissenem Meniskus, Bändern und noch so einigem so gut wie gar nicht geschwollen ist, das Knie sich häufig verhakt (oder manche Teile einfach mal die Position wechseln um dann festzustellen, dass es ihnen dort auch nicht gefällt - kann nur sagen: "autsch") oder eben das Aussteigen aus dem Auto für die Bänder am Knie schon zu viel sein können (warum auch immer, denn eigentlich klappt so eine Drehung gut - meine Bänder sind alle eher extrem ausgeleiert und schon von Geburt an hab ich eine Hypermobilität der Gelenke). Alles schon gehabt.

Jedenfalls war die Physio erstmal schmerzhaft, er hat rumgedrückt und versucht "Verklebungen" zu lösen usw. War rechts ok (tat weh, aber da weiß ich ja es wird dann besser) - links hat er Glück gehabt da keinen Schwall Erbrochenes abzubekommen (woraufhin er auch sehr viel vorsichtiger zu Werke ging - war er zwar vorher schon - es war nur so ein best. Punkt und eine best. Bewegung - als es mehr darum ging, was eigentlich da los ist).

Augenmerk liegt also erstmal wieder auf Knien und Fußgelenke (dafür bei den Übungen zu Hause eher Rücken, zum einen damit der nicht zu kurz kommt, zum andern, weil es beim Knie da zu Hause eher zu Überlastung kommen könnte - nur im Wasser bleiben die Knie bei den Übungen dabei).

Die Hand haben wir komplett außen vor gelassen - auf meinen Wunsch - Knie sind mir grad wichtiger und bei der Hand weiß ich ja, dass ich einfach Ruhe geben muss.

Dienstag, 5. Januar 2010

Überlegungen II

Hierzu gibt es die Überlegung, homöopathisch zu unterstützen - gar nicht so direkt gegen den HWI vorzugehen, sondern mehr allgemein, den Traumabearbeitungsprozess, aber eben schon auch grade die körperliche Komponente dabei (ich denke da auch an die Körpererinnerung, fühlt sich nämlich richtig fies an, als würde der Missbrauch in diesem Moment passieren - auch wenn ich weiß dass es nicht so ist - der Körper reagiert so, spürt das so, mit allen Konsequenzen)

Selbst mein Arzt und mein Therapeut - bei eher Anti-Homöopathie - raten mir mittlerweile häufiger dazu es einfach mit zu probieren. Ersterer, weil er oft selbst nicht mehr recht weiter weiß, letzterer, weil er Erfolge erlebt hat - bei mir.

Ich würde ohne die Homöopathie heute nicht mehr leben - ich habe unzählige Medikamente genommen, die Hälfte dann schon gegen die Nebenwirkungen der anderen Hälfte und die Organe und der Körper baute immer mehr ab. Heute nehme ich kaum noch etwas.

Wichtig war mir immer dass es Hand in Hand geht - der Homöopath nicht gegen Schulmedizin ist - und der Schulmediziner Bescheid weiß (aufgeschlossen musste er ja nicht sein, denn es ging nie um Absetzen von Medis oder ähnlichen - das läuft da wie ohne auch - wenn's besser geht reduziert man langsam). Dieses Vorgehen hat meine beiden Ärzte soweit überzeugt, dass sie zumindest wenn sie selbst nicht mehr recht weiter wissen, dann das einbringen und der Therapeut da mittlerweile eher aufgeschlossen ist.

Für mich selbst war das anfangs ein Problem - ich war ja doch eher typ. schulmedizinisch eingestellt - doch es war ein Zeitpunkt an dem ich einfach nicht mehr weiter wusste - schulmedizinisch wurde alles gemacht und die Ärzte sagten, sie wüssten nicht mehr weiter (einer meinte auch: ihnen ist eh nicht mehr zu helfen - das hat er auch sehr ernst gemeint - was für mich einen Arztwechsel zur Folge hatte).

Es hat funktioniert - ob das nun Einbildung ist, Placebo oder die Wirkung der Homöopathie ist mir ehrlichgesagt völlig egal.

Für mich gilt hier: wer heilt hat Recht - und solange man sich nicht auf die einzig wahre Antwort und das einzig Richtige einschiesst - sondern die Schulmedizin mit der Homöopathie koppelt - beidem den Raum zugesteht, sich gegenseitig zu ergänzen - aber auch - beides in die Hände von Fachkräften legt - also nicht irgendein Scharlatan da rumpfuscht - hat man nichts zu verlieren - und wenn man nichts zu verlieren hat - kann man nur gewinnen!

Überlegungen

Chron. Harnwegsinfekte gehören für mich zum Alltag - 1-2 pro Monat sind es heute noch, früher waren es deutlich mehr. Seit über 30 Jahren gehört es zu meinem Leben. Als Kind verursacht durch die Mutter, die dadurch ihr Münchhausen-by-proxy-Syndrom an mir auslebte, heute als Folge durch die "Behandlungen" von damals.

Da ich über 10 Jahre Dauerantibiotika bekam, wirkt heute so gut wie nichts mehr und die, die wirken, haben heftige Nebenwirkungen (die mich auch schon ins Krankenhaus gebracht haben). Deshalb wird vom Arzt nur in extremen Ausnahmefällen ein Antibiotikum verschrieben und immer mit der Überlegung das gleich stationär zu machen.

Wenn ich früh genug gegensteuer komme ich darum herum - mit sehr sehr viel Trinken (deutlich über 2-3 Liter am Tag), sehr viel Wärme und vor allem auch Ruhe. Zu 99 Prozent krieg ich es damit in den Griff.

Mit dem Arzt gibt es die Absprache, dass ich mich melde, wenn es nach 3 Tagen nicht besser wird und wir dann gemeinsam schauen. Dann geht es meist darum ob es die Niere hochzieht, da ich - ebenfalls seit meiner Kindheit - häufig Nierenbeckenentzündungen habe. Mein Arzt ist der typ. Schulmediziner, ich bin schonviele Jahre bei ihm, er kennt meine Problematik (auch die psychische) und wir haben da ein gutes "Miteinander". Er weiß aber auch, wenn ich mich melde, brennt es - wir hatten anfangs einige Probleme, da ich für mich immer alles auf die Psycho-Seite geschoben habe und damit teilweise auch fahrlässig mit meiner Gesundheit umgegangen bin. Mittlerweile hab ich ein recht gutes Gespür dafür, ob es mehr psychisch bedingt ist oder doch mehr körperlich - vor allem aber, wann dann doch Handlungsbedarf besteht.

Ich komm damit also weitestgehend klar, sofern ich mich dann eben auch dran halte und viel Trinke und für Wärme und Ruhe sorge.

Neben den Standartauslösern wie Kälte usw, gibt es bei mir auch psychische Auslöser. Genauer handelt es sich dabei um zwei Themen die mit Traumata zu tun haben:

1. die ganze Krankheitsgeschichte mit der Mutter, ihren "Behandlungen" usw - die mich über 12 Jahre lang jede Woche mind. einmal ins Krankenhaus brachte, phasenweise auch 3 x die Woche - jeweils ambulant. Dazu mind. einmal im Jahr für 3 Wochen stationär für Untersuchungen, Behandlungen, Operationen usw. Dabei ist die Krankenhausseite selbst gar nicht so das Problem (obwohl das natürlich auch schwierig ist und für mich bei Arztbesuchen zum Problem wird) - aber das Verhalten der Mutter, das was sie mit mir gemacht hat - wenn das Thema ist (aus welchen Gründen auch immer - bisher haben wir das nicht bewusst oder gewollt in der Therapie aufgegriffen, weil es einfach noch nicht geht für mich) - habe ich mit absoluter Sicherheit am nächsten Tag einen Harnwegsinfekt

2. eine best. Situation aus meiner Missbrauchsgeschichte - es ist eine ganz best. Situation, die vermutlich nicht nur einmal auftrat, aber eben bestimmte Abläufe beinhaltet (die in anderen Missbrauchssituationen fehlen) - auch hier habe ich dann mit Bestimmtheit spätestens nach 1-2 Tagen eine Infekt.

Diese psychisch ausgelösten sind "behandlungsressistenter".

Die 2. Situation ist aktuell in der Therapie Thema - entsprechend kämpfe ich schon einige Zeit wieder damit. Aktuell bin ich mit dem Arzt so verblieben, dass ich außer Wärme, viel Trinken und Ruhe nichts weiter mache - ok Ruhe gab es nicht ganz so viel wie gut gewesen wäre, aber trotzdem. Da das in der Therapie erstmal weiter Thema bleiben wird, geht es mehr darum, dass auf einem best. Level zu halten - also dafür zu sorgen, dass es nicht schlimmer wird und genau drauf zu achten ob es die Niere hochzieht.

Allerlei

Schmerztechnisch bei 5-6 (scheint aber langsam eher die 5 zu werden), die Spitzen nur noch bei 7 (nur wenn ich unvernünftiges machen will werden's auch mal 8). Sieht so aus als hätte ich Glück gehabt - denn oft folgt auf die Schmerzwelle dann die Kraftlosigkeit und Schwäche - und die find ich immer schwieriger auszuhalten - hoffe dass das nicht doch noch kommt.

Die Katze geht tatsächlich raus (scheint ja auch die Sonne) - die zweite sitzt aber nur am Fenster (und wehe ich will es zu machen) - ich friere - aber: die Katze geht raus (heißt das nun, dass ich heute Nacht kein Gekeife und Geschreie ertragen muss, weil das arme Tier so unausgelastet ist, dass es die zweite Katze ständig überfallen muss?).

Tischlerei war heute eher entspannt - ich hab die ganze Zeit dafür gebraucht um die Kleinteile aufs Holz zu zeichnen (dann mit Stichsäge ausschneiden traute ich mir nicht zu - dazu ist mein Körper eindeutig zu verweigernd grade - nächste Woche dann) - außerdem waren heute alle außer einem wieder da - hat was und war nett.

Thera war gut - verkrampfter Anfang, weil der Termin erst sehr spät anfing und ich nichts wusste - da komm ich immer schlecht mit klar - doch dann wurde es richtig gut. Ich bin heilfroh, dass er wieder da ist.

Ich bin über Schnee gelaufen - freiwillig (naja eher bewusst als Angsttraining) - aber es ging - offensichtlich komm ich mit festgetretener Schneelage besser klar (Spikes greifen da super) als mit so halb Schnee, Matsch, Eisflecken auf dem Asphalt.

Habe endlich die Hose aus der Näherei geholt (sollte dort gekürzt werden) - nachdem ich das jetzt 2 Wochen jedesmal vergessen hab.

Mit irgendjemanden vom Schwimmbad telefoniert - da gab es gestern Ärger, weil ich die Poolnudeln dort gelassen hab (wurde vor eineinhalb oder zwei Jahren mal mit denen abgesprochen) - gestern wurde ich angesprochen und sollte das mit Hr. W. klären - den ich heute angerufen hab. Er will das jetzt mit dem Team besprechen und klären und mich dann anrufen und mir Bescheid geben. Die Alternativen: keine oder sie leihen mir welche (was eigentlich auch nicht möglich ist) oder ich kann meine weiterhin im Schrank lassen. Ehrlichgesagt hoffe ich sehr dass es nicht "keine" wird - denn dann kann ich meine Übungen knicken - dazu brauch ich diese Teile und jedesmal mitschleppen geht nicht.

Mit dem Betreuungsverein telefoniert und mitgeteilt, dass ich mit W. erstmal weitermache, das freute den Koordinator. Er will sich trotzdem die Tage mal melden, weil er sich nochmal mit mir unterhalten möchte - mehr Interessenhalber. Bin ja gespannt ob es wirklich dazu kommt. Offensichtlich hat jetzt der andere Betreuer dort aufgehört (und er hat immer noch einen Schlüssel von mir - da kümmert sich der Koordinator jetzt drum).

Das Katzenstreu, das ich bei der letzten Bestellung vergessen habe und deshalb bald alle ist, ist: ausverkauft! Nächste Lieferung wird erst Ende Jänner erwartet - Klasse - mal sehen mit was ich meiner lieben Asthmakatze das Katzenklo füllen werde (das Alternativstreu hat leider neuerdings Duft mit drin und fällt damit wohl flach - müsste aber noch Reste von alten Lieferungen haben).

Morgen ist Physio und dann holt mich der Betreuer dort ab und wir machen was in der Wohnung (die immer noch aufgeräumt ist! - da muss ich mal sehen was wir machen könnten), am Donnerstag dann fahr ich mit ihm zur Bücherei und evt. Einkaufen (ich sollte mir dringend überlegen, was ich brauche oder die Angebote durchgehen).

Gleich werde ich noch eine mail an die Leute einer Marktforschungsfirma schreiben - ich warte mittlerweile seit September auf den versprochenen Standmixer den ich getestet hab. Wir wurden immer wieder vertröstet (hätten aber 100 Euro haben können - ich wollte lieber den Standmixer für 300 Euro). Doch jetzt antworteten die auf die letzten mails (war vielleicht eine speziell für diesen Produkttest eingerichtete?) nicht mehr - also schreib ich mal direkt über deren Seite - mal sehen was da kommt.

Das kaputte Audiokabel wird ersetzt - hab ich vorhin eine mail bekommen. Was den wasserdichen mp3-Player angeht hab ich nichts gehört und da mal hingeschrieben - mal sehen was die antworten.

Ich muss jetzt die Katze vom Fenster verscheuchen, denn mittlerweile bin ich durchgefroren.

Montag, 4. Januar 2010

Sole

Sole war gut - sehr gut sogar. Sehr erfreut war ich als das zickende Knie die einfachen Übungen recht gut mitgemacht hat (ich mache ja jede Woche da einige Übungen für Knie und Fußgelenke, aber auch sonst für Rücken und so) - besser als ich erwartet hatte, dafür hat das andere seine Übungen nur sehr widerstrebend und stockend (und schmerzend) gemacht - nicht gut (obwohl verständlich, immerhin hat es jetzt über zwei Wochen deutlich mehr tun müssen als sonst und gut für es ist).

Im Rücken konnte ich dann den Hauptschmerz auch zuordnen und im Wasser gingen auch fließende Bewegungen dann doch ganz gut.

Danach war es dann auch erstmal etwas besser - auf 5-6 auf meiner Skala - leider nur für etwa eine halbe Stunde - aber immerhin.

Von den Schmerzen abgesehen ging es mir heute aber recht gut. Der Schnee macht mir zu schaffen, aber im Moment ist es so viel, dass wenigstens auch Schnee liegt und kein Eis - da greifen die Schuhspikes ganz gut. Und ich musste ja nicht viel draußen rumlaufen (bzw. hab es nicht gemacht - eigentlich wären da noch ein oder zwei Erledigungen fällig gewesen - doch das ging nicht - war dann auch ok so).

Der Vermieter kommt offensichtlich nicht - ich soll die Zählerstände ablesen und ihm mailen - fand ich heute im Briefkasten. Dafür wird doch vielleicht tatsächlich mal der Wasserschaden im Wohnzimmer gemacht - der war beim Einzug - also vor 1 Jahr und 3 Monaten - und seitdem warte ich dass die Decke gemalert wird. Da soll sich die nächsten Tage einer der Nachbarn melden, der wohl die Malerarbeiten im Haus übernimmt.

Jetzt mach ich noch die Cd für die Freundin fertig und dann packe ich noch ihr Geburtstagsgeschenk ein, die Schwimmsachen aufhängen und ich glaub das war es dann für heute. Bin ich nicht zornig drüber.

akutell

Diese Woche geht es dann da ja wieder "normal" los - also die Termine laufen wieder usw. Und ich bin voller Tatendrang und gut gelaunt.

Schmerztechnisch ist es nicht ganz so gut. Etwas vom Boden aufheben ist leider völlig unmöglich, das Laufen hat auch so seine Tücken (wobei das Knie mittlerweile wieder normale Formen hat, Schmerzen sind da, doch die sind aktuell eher nebensächlich) - der werte Muskelkater lässt nach, dafür sind von den Zehen bis zum Hals so ziemlich jedes Gelenk steif und schmerzhaft.

Eigentlich ist es klar - ich hab den Körper überfordert und das ist die Reaktion darauf - es löst eine Art "Schub" aus.

Aktuell also steif, ungelenk und schmerztechnisch bei 6-7 (siehe hier) mit Spitzen bis 8, seltener sogar 9 (z.Bsp. wenn ich mich Bücken will oder so)

Schwimmen werde ich trotzdem versuchen, wenn auch weniger Schwimmen selbst, als in der Sole liegen - heute sogar wichtiger denn je, denn die Sole beschert mir häufiger eine Besserung um 1-2 Punkte auf der Schmerzsskale für zumindest eine Stunde oder so.

Schmerzen

Schmerzen gehören zu meinem Leben. Seit über 7 Jahren gibt es keine schmerzfreie Minute. Daher hab ich eine eigene Schmerzskala - die halt nur für mich gilt:

0 - kein Schmerz (daher geht meine nur von 1-10)

1 - leichter Schmerz, wahrnehmbar, aber nicht weiter störend oder einschränkend

2 - leichter Schmerz, deutlich wahrnehmbar, leicht störend, aber nicht groß einschränkend

3 - leichter Schmerz, der leichte Einschränkungen (einzelne Bewegungen meidend, leichte Unkonzentriertheit usw) mit sich bringt - kann aber immer noch alles machen, wenn ich möchte

4 - mittlerer Schmerz, mit deutlicheren Einschränkungen, kann nicht mehr alles machen - auch wenn ich wollte, muss best. Aktionen meiden, der Schmerz ist ständig präsent, braucht erhebliche Ablenkung um den Schmerz nicht ständig im Vordergrund zu haben

5 - mittlerer Schmerz, mit einigen Einschränkungen, der Schmerz ist ständig - auch bei Ablenkung - deutlich wahrnehmbar, (Bsp: stehen kaum noch länger als wenige Min möglich)

6 - mittlerer Schmerz, stark einschränkend, es gibt keine Position mehr, in der es weniger schmerzhaft ist, (Bsp: stehen nur noch kurz, gehen ebenfalls nur noch über kurze Distanzen möglich), „Zwangs“-schonung (ob ich will/es passt oder nicht)

7 - starker Schmerz der leichte Übelkeit auslöst

8 - starker Schmerz, der starke Übelkeit und Erbrechen und/oder Schwindel auslöst

9 - sehr starker Schmerz, der „Sterne vor den Augen“ und „schwarzwerden vor Augen“ auslöst

10 - sehr starker Schmerz, der mich umkippen lässt

Dabei gebe ich den "Dauerschmerz" an - also das was die meiste Zeit da ist - nicht die Schmerzspitzen.

Was bedeutet das nun (eher allgemein für Schmerzpatienten):

1-3: sehr gutes Ergebnis, Schmerzlevel mit dem man gut Leben kann und der in etwa normalen Schmerzen eines jeden Erwachsenen mit einschließen (sogenannte Weh-Wehchen)

4-5: immer noch gutes Ergebnis, jetzt aber eher das gute Ergebnis eines Schmerzpatienten. Das bedeutet, dass man seine Schmerzen gut im Griff haben kann, den Tag mit Medikamenten weitestgehend ungestört (bzw. angepasst) leben kann und für unsere Verhältnisse kein großer Grund zum klagen. Natürlich sind wir immer ein wenig belasteter, aber dieser Level ist mein Ziel.

6: hier sind schon größere Belastungen vorhanden. Der Tag kann nicht mehr ungestört verlaufen und die Schmerzphasen werden deutlich wahrgenommen als störend und belastend. Vergleichbar mit erheblichen Zahnschmerzen z.B. oder mit einer konkreten frischen Verstauchung (als Bsp) Das zeigt aber auch, dass dieses Schmerzlevel durchaus auch in der "normalen" Welt vorhanden ist!

7: jetzt geht nix ohne Medikamente und die Schmerzen behindern den Alltag durchgehend. Auch Medikamente zeigen kaum noch Wirkung mehr. Der Schmerzlevel stört auch das Allgemeinbefinden und teilweise die Psyche, da man nicht abschalten kann.

8 - 10: das sind die Level, in dem ich mich nicht mehr oder nur noch sehr geringfügig bewegen kann. Das bedeutet z.B. das schon das geringfügige Drehen um ein Glas Wasser zur Hand zu nehmen äußerst schwierig ist oder ich mir dreimal überlege, ob ich wirklich zur Toilette muss. Diese Level sind kaum bzw. nicht mehr erträglich.

Sonntag, 3. Januar 2010

Gemein

Zusammengerechnet hab ich heute etwa eine Stunde mit dem Glossar (das nicht so läuft wie ich will) und etwa 7 Stunden mit BibTex und JabRef und Co gearbeitet - ganz ohne Erfolg.

Dann telefonier mich mit D - meinem lieben Freund, die persönliche Hotline und nach 5 Minuten läuft das Ganze. Statt der ca 10 Befehle die ich vorher probiert habe (einzeln und gleichzeitig und überhaupt - gibt da ja mehrere Möglichkeiten) und laut google braucht man sowieso deutlich mehr, brauch ich nur 2 und es läuft.

2 mikrige kleine Befehle (die ich übrigens beide auch mit bei hatte bei meinen Versuchen) - nur das steht nirgends in den sicher 25 - 30 Seiten von google erwähnten, die ich von den zig ausgewält und durchgeackert hab.

Ich hätte ihn doch schon mittags anrufen sollen (hab sogar dran gedacht, aber wollte dann nicht nerven - er muss eh schon so viel meiner Fragerei ertragen wegen dem Kram)

Dann kann ich ja morgen in der Wartezeit erstmal die ganzen Quellen eingeben - das find ich gut!

Bist ein Schatz D - aber das weißt du ja schon :-)

dies und das

Gestern tatsächlich um halb 10 schlafen gegangen (und schätze so eine halbe Stunde später auch geschlafen) - bis heute morgen um acht - aufgestanden, nach 15 Minuten wieder ins Bett und bis nach 10 geschlafen.

Bedeutet: ich bin ausgeschlafen!

Den ganzen Tag an meinem Trauma-Text gearbeitet - weniger am Text, als mehr am Versuch Quellenangaben und Glossar einzufügen (ohne Erfolg - bzw. das Glossar ist sogar halb drin). Die Quellenangaben wollen einfach nicht so wie ich gerne hätte (eigentlich wollen sie gar nicht - grummel).

Im Moment druck ich den Kram grad aus - 18 Seiten sind es bereits - seufz - und ich hab mit den Therapiemöglichkeiten noch gar nicht angefangen. Eine Seite davon ist allerdings unklar ob die überhaupt reinkommt und eineinhalb (oder zwei - weiß nicht genau) sind eine Tabelle, die auch noch etwas unklar ist - zumindest umformuliert muss da eine Menge werden.

Morgen ist Gott sei Dank Montag - da treff ich mich mit der Vertretung des Theras (und sprech den Text mit ihm durch), dann hab ich Zeit das zu korrigieren, da ich mind 3 Stunden warten muss und es sich nicht lohnt da nach Hause zu fahren - und dann geht's zum Schwimmen (wobei mir grade einfällt, dass ich den mp3-Player noch laden muss)

so Player schnell eingesteckt ...

Nach dem Schwimmen holt mich der Betreuer ab.

Und dann geht es Di ja mit der Therapie weiter - wird höchste Zeit wenn ich ehrlich bin. Vorher noch Tischlerei, doch das ist ok.

Knie ist deutlich besser und scheint wieder Normalformen anzunehmen - eh klar - ab Mittwoch ist dann wieder Phyiso, da tut es dann nur noch weh und sehen tut man nix mehr oder so. Hand wird auch langsam - wobei es mittlerweile sehr nervt - die Schiene macht alles so umständlich - auch das Schreiben (wobei das mittlerweile auch ohne Schiene und nur mit Handgelenkbandage geht - also wenn das ruhig gestellt bleibt können die Finger wieder arbeiten - solange sie nicht zu sehr nach rechts wollen (wie die nette Löschtaste für Fehler und auch die Umschalttaste rechts).

Muskelkater ist nicht mehr so nett und freudig aufgenommen wie gestern, aber ok. War halt doch alles etwas viel, aber ich konnte ja jetzt Ruhe geben.

Wohnung ist immer noch aufgeräumt, vielleicht geh ich später nochmal mit diesen Nicht-Swiffer-Tüchern durch, wäre nicht schlecht.

Der Schweinebraten gestern war doof - ich ess das Zeug ja eher auf dem Brot - dafür mach ich ihn, das ich mir in die Tischlerei ein Frühstück mitnehmen kann - also Schweinebraten machen, dünne Scheiben schneiden und gleich so einfrieren, dass es immer für 2 Brötchen reicht. Diesmal lies er sich aber nur sehr blöd schneiden, daher ist viel Fuzzelzeug dabei. Aber die Kartoffeln waren lecker (irgendwie mach ich den eher wegen der Kartoffeln - so wie die Faschierten Laibchen wegen der Sosse oder so).

Von den Wiener Schnitzel sind auch noch welche da - die werde ich heute noch einfrieren (vergess ich seit Tagen).

Diese Woche steht nochmal mind. eine Ladung Waschmaschine an - und evt. nochmal in den alten Wohnort fahren - das muss ich noch klären.

Und meine Freundin hat Geburtstag - da muss ich das Geschenk noch hübsch einpacken (da könnte ich das Geschenkpapier noch schnell kreiren).

Heute steht nur noch Dusche an und dann ins Bett (und entscheiden welches Buch in nun als nächstes lese - konnte mich gestern nicht entscheiden - tippe aber auf Holbeins "Wasser des Lebens")

Achja - Bücherei muss ich bis Do irgendwann mal hin - mal sehen wann ich das unterkriege.

Leute - mir geht es im Moment echt ziemlich gut - ich finde für die Umstände liefen die letzten zwei Wochen sehr gut und das kann ja nur bedeuten, dass das neue Jahr nur besser werden kann :-)

Samstag, 2. Januar 2010

Warterei

Heute wollte der Vermieter die Zählerstände ablesen, hat sich angekündigt und kommt nicht. Vermutlich ist zu viel Schnee, so dass er nicht fahren wollte.

Ist ja auch in Ordnung, doch ich warte hier den ganzen Tag her. Für mich ist es schwierig jemanden in die Wohnung zu lassen, den Vermieter besonders. Er ist sehr nett, es hat mehr damit zu tun, dass eben jemand in die Wohnung kommt - und zwar in jeden Raum - auch im Bad.

Ich verstehe auch, dass er nicht jeden einzelnen Mieter anrufen kann - trotzdem ist es für mich grad irgendwie blöd - da ich nicht weiß wann er nun zu kommen gedenkt - ob morgen oder irgendwann unter der Woche, nächstes Wochenende - steht alles in den Sternen.

Ansonsten hab ich wieder ein Grafik erstellt (noch nicht so wie ich gern hätte, aber es wird) und eine Tabelle - das ist ja vielleicht ein Akt - vor allem wenn es in der Tabelle noch Zeilenumbruch geben soll. Aber die Tabelle ist jetzt (mit einigen Tricks) erstmal soweit fertig, der Text der reinkommt nur provisorisch.

Jetzt geh ich erstmal den Schweinsbraten aufschneiden, damit ich ihn morgen dann einfrieren kann (und ich mich über die mitgebratenen Kartoffel hermachen kann - sehr lecker!)

Achja - bin nicht mehr ganz so glücklich über den Muskelkater, denn mittlerweile ist er doch arg heftig - aber immerhin: es ist ein Muskelkater und nicht ein eingeschnapptes Gelenk oder sonst was :-)

tolles Gefühl

Abgesehen vom müde sein, geht es mir grade richtig gut.

Es ist ein unglaublich tolles Gefühl in einer sauberen und aufgeräumten Wohnung zu sein. Das kann glaub ich nur jemand verstehen, für den das eben nicht selbstverständlich ist.

Bisher klappt es auch gut mit den "halten" - sind ja auch erst zwei Tage.

Knie wird täglich besser, Hand auch - wenn ich sie denn schone, wenn nicht - eben nicht - doch dann bin ich selbst schuld.

Ich hab einen Muskelkater - und so paradox das klingt - das freut mich. Da schlägt das alte Sportlerherz gleich höher - es zeigt ein "du bist an die Grenze gegangen, hast etwas gemacht, geschafft" und es fühlt sich einfach nur so "normal" und "gut" an.

Und das Ergebnis: diese saubere und aufgeräumte Wohnung - unterstreicht das alles noch.

Mir geht es im Moment wirklich grade sehr gut!

Schlaf wird überbewertet ...

Von vorgestern auf gestern war es drei als ich das letzte Mal auf die Uhr sah, aufgestanden um 10 erst (nachdem ich aber morgens schon mal auf war für eine halbe Stunde oder Stunde und mich dann wieder ins Bett verkrochen hab).

Vom Mittagsschlaf hat mich dann die Grafik abgehalten, die einfach nicht so wollte wie ich.

Also abends Computer aus und ins Bett - mit D. telefoniert, ein paar Fragen zu WinEdt durchgesprochen (und natürlich Computer wieder an - muss ja probieren ob das bei mir auch so klappt ggg) - und war dann noch ewig auf. Zwar der Computer nach dem letzten Eintrag gestern bald aus (so gegen 23 Uhr wenn ich mich recht erinner) - doch schlafen war nicht - also das bisher Geschriebene zu "Trauma" nochmal durchgegangen, wieder am Thema "Skills" hängengeblieben und dann einfach losgeschrieben. Viel - sehr viel - mit der Hand (und ja - da hilft dann auch die Schiene nicht viel) - aber wenn ich den Computer angemacht hätte - wäre es wohl noch später geworden. Denn eigentlich wollte ich ja nur die plötzliche Idee in Stichworten festhalten (die ganze Sätze wurden und dann gleich noch ein zweites Mal umgesetzt wurden).

Das letzte Mal auf die Uhr sah ich um 2 - da hab ich aber mindestens noch ein oder zwei Stunden gearbeitet - mich nur geweigert auf die Uhr zu sehen - nach dem Motto:

das letzte Mal als ich draufsah war es 2 (klingt einfach nach deutlich mehr Schlaf für mein Unterbewusstsein als 3 oder 5 oder noch später)

Da ich kein Zeitgefühl habe und mich da in der Regel nach unten hin hoffnungslos verschätze hab ich keine Ahnung wann ich im geschlafen hab.

Aufgestanden heute um halb neun (wirklich wach dann um neun) - ging sogar erstaunlich gut - besser als gestern. Dafür bin ich jetzt müde - einfach nur müde.

Dabei lächeln mich da ca 20 Seiten an, der doppelte Ausdruck als LaTex und PDF, die - beide - überarbeitet, korrigiert und vervollständigt wurden (normalerweise mach ich das nur bei einer Ausgabe - ist übersichtlicher und einfacher - aber es war gestern schon spät ;-) )

Am liebsten würd ich ins Bett gehen (und könnte sicher schlafen) - aber der Vermieter wird hier bald auflaufen (er will heute die Zählstände ablesen). Und wenn ich mich jetzt hinlege - kommt er bestimmt gleich.

Also Cola (ging gestern schon wieder gut) oder so.

Ich überlege eine neue Kategorie für dieses "Trauma"-Projekt anzulegen, schlicht, weil mich das noch eine Weile begleiten wird. Projekt oder so - denn dann kann man das jeweils für aktuelle "Projekte" verwenden.

Freitag, 1. Januar 2010

Computerzeugs

Seit gestern arbeite ich mich in zwei weitere Programme ein - dabei komm ich mit TeXworks mal grade so klar (arbeite damit ja auch erst ein paar Tage). Da ich mit WinEdt eben gar nicht klar kam - mein Englisch reicht einfach nicht so weit - und mir dachte, LaTex und TeXworks allein reicht für den Anfang zum einarbeiten.

Nun LaTex läuft ja mittlerweile einigermassen - muss zwar immer noch die Befehle nachschauen doch sonst sieht das ganze schon ganz gut aus (und meine Privat-Hotline hat auch grad Urlaub um mir ständig zur Verfügung zu stehen ;-) - danke lieber D!).

Gestern kam dann Inkscape dazu, da ich ja einige Grafiken erstellen wollte - für diese Texte über Trauma und Traumatherapie, und heute hab ich mich nochmal an WinEdt gemacht.

Ehrlichgesagt ist diese Reinfuchserei zur Zeit eher Ablenkung - oder Beschäftigungstherapie - es funktioniert so weit, dass ich all den alten Mist dabei ganz gut weggepackt kriege. Anstrengend ist es nur, weil das nur so lange klappt, solange ich mich wirklich auf diese Programme konzentriere(n kann). Das geht bei manchen Sachen zwar ganz gut - bei anderen gar nicht (Computer zur Zeit aber gut).

Dabei ist mir schon die ganze Zeit bewußt, dass ich mich da flüchte - in diese Programme - doch ich denke, dass ist für den Moment auch ok.

Ich mag das - das Einarbeiten in neue Programme - wenn ich die Zeit dazu habe und keinen Druck - also kein Ergebnis schnell da sein muss. Aber ich muss dafür auch in einer best. Stimmung sein - nicht immer hab ich die Geduld dazu oder eben auch die Konzentration. Im Moment klappt beides gut - schlicht weil ich weiß, dass es nur eine Flucht ist - und es ist die "einfachere" Alternative zu dem ganzen alten Mist der da ist.

Es lenkt ab und das find ich gut.

Nächste Woche geht dann die Thera weiter - und dann werde ich mich auch wieder mit meinen inneren Dämonen und Gefühlen beschäftigen, jetzt gefällt es mir mal ganz gut mich da mit "normalen" Computerproblemen zu beschäftigen.

LaTex gefällt mir gut, Inkscape auch - ob es im Endeffekt dann WinEdt oder TexWorks wird - wird sich zeigen (und wenn ich TexWorks auch noch dazu kriege eps-Dateien anzuzeigen - wär das richtig klasse - aktuell geht nur jpg oder pdf - ironischerweise ist es lt. google meist genau anders herum - bei WinEdt geht dafür nur eps).

Jedenfalls ist das der Grund warum es hier grad etwas stiller ist - spätestens ab Di wird das wieder anders sein.

neues Jahr

Nun hat es also angefangen - das Jahr 2010. Ich bin wach geblieben und hab das neue Gabaldon-Buch ausgelesen (und muss nun die nächsten 3 Jahre warten um herauszufinden was mit Jem passiert - seufz). Nur einschlafen konnte ich dann erst um drei, doch das war ok.

Draußen sind Massen von Schnee, da ich aber nicht raus muss, ist das soweit auch kein Problem.

Ja - das neue Jahr hat gut angefangen - und das freut mich sehr - möge es so weiter gehen :-)