Freitag, 22. Januar 2010

Was so ein bißchen Ruhe ausmacht ....

Gestern hatte ich ja dann ab Mittag frei - und so konnte ich den Nachmittag auch gut für mich nutzen, hab schöne Bilder angesehen und dann versucht ein best. Bild für den Header zu bearbeiten (dummerweise find ich den Blog der Dame nicht mehr, von der das Bild ist und die ich damals fragte ob ich es verwenden darf - allerdings nicht um es auf einer Internetseite zu nutzen - deshalb gibt's das auch erst wenn ich sie wiedergefunden und um Erlaubnis gefragt habe).

Heute morgen wollte der Betreuer kommen und wir wollten die Küche in Angriff nehmen, die hab ich in der letzten Woche einfach nicht hinbekommen - war nicht viel - eine halbe Stunde später war alles fertig - und dabei waren wir heute eher gemütlich unterwegs.

Schmerztechnisch geht es immer noch ziemlich gut - die einzige Einschränkung die ich da machen muss (und das ist nicht neu, sondern war schon vor ein paar Tagen) - die ersten 2-3 Stunden nach dem Aufstehen morgens hab ich im Lendenwirbelbereich Schmerzen - auch ziemlich heftig, bücken, aufstehen, hinsetzen, stehen - alles problematisch. Sitzen selbst geht. Nach ca 2 Stunden - manchmal auch erst nach 3 - ist das aber in Ordnung (ich brauch echt dringend eine bessere Matratze!). Abgesehen davon aber bin ich sehr zufrieden - irgendwo bei 3 auf der Schmerzskala.

Die Angst wegen des Sturzes vor 2 Wochen ist nahezu erledigt. Ich bin zwar immer noch vorsichtiger zu Hause und draußen kocht sie auch noch hoch wenn ich über Schnee/Eis muss (dafür geht das auch schon mal ohne Spikes!) - aber hey - innerhalb von 2 Wochen das ist absolute Rekordzeit für mich.

Ich finde es schon erstaunlich was ein bisschen mehr Zeit für mich, in der ich eben nicht in blinde Aktivität verfalle nur um "irgendwas zu tun" - ausmacht. Dieses getrieben sein, die Unruhe - weg, das Gefühl des "zu viel's" oder immer hinter her zu hinken - weg.

Es arbeitet immer noch in mir, doch es geht mir gut dabei, ich fühl mich wohl.

Müde bin auch immer noch (obwohl es nicht an mangelndem Schlaf liegen kann), doch es ist ok.

Heute Abend ist Gebetskreis und ehrlichgesagt würde ich den nur zu gerne absagen - doch auch hier weiß ich - es ist nicht das "zu viel" - sondern nur der "innere Schweinehund" - also werde ich hinfahren (und dann vermutlich feststellen, dass ich froh bin darüber).

Vorhin hab ich noch Knödel von 500 Gramm Knödelbrot gemacht, das mir mein Bruder geschickt hatte - ich hab dem Sohn einer vom Gebetskreis welche versprochen und hatte Lust da welche frisch zu machen und nicht welche aus der Tiefkühle mitzubringen. Mir fehlt das Knödelbrot - die sind so schnell gemacht, wenn man nicht erst das Brot schneiden muss. Echt schade dass es das hier nicht fertig gibt (und ein Hoch auf meinen Bruder dass er mir welches geschickt hat). Im Moment zieht die Masse noch - die Knödel form ich dann später.

Das Wochenende ist auch frei - und diesmal starte ich nicht schon völlig fertig hinein - bin gespannt was es so bringen wird :-)

Ich bin immer wieder überrascht - ich weiß, dass die Ruhe nötig ist, dass ich mehr Zeit als andere brauche und ja auch die Möglichkeit habe sie mir zu nehmen - doch es dann zu spüren, wie alles so viel einfacher wird, wieder mehr Stabilität da ist.

Der alte Mist ist immer noch da, arbeitet immer noch in mir - aber es gibt wieder einen Ausgleich dazu - und das bringt es ins Gleichgewicht.

Dafür bin ich sehr dankbar.

Donnerstag, 21. Januar 2010

guter Tag

Heute ist ein guter Tag - die Thera war gut und zu Hause erwartete mich eine sehr nette mail.

Und ich hab den Rest des Tages frei - und ohne Termin - komm ich auch zur Ruhe und kann es genießen.

Es ist ein tolles Gefühl - diese Ruhe in sich zu spüren - auch wenn sie erst in Ansätzen da ist :-)

Thera heute

Ruhiger. Nicht so tief eingestiegen.

Die äußeren Umstände waren heute nicht ideal - wobei das nicht das Problem war - es war heute auch so, dass sich vom letzten Mal noch einiges setzen musste. Das kippte ja in eine Richtung, die hatten wir geklärt, aber das was davor war - ging irgendwie unter.

Und da ja diese Woche deutlicher wurde, dass ich an meine Grenzen komme, habe ich glaub ich automatisch etwas auf die Bremse getreten.

Der Thera aber auch - und von daher passte das ganz gut.

Dadurch konnte auch klarer werden, wie es jetzt konkret weitergehen soll - wie wir das nächste Woche ganz konkret aufgreifen können und auch noch mal bewusster geworden, was sich verändert hat.

Es ist neu für mich dass eine best. Situation so lange Thema bleibt. Ich merkte zwar dass es sich verändert, doch heute ist mir auch klarer geworden was und warum.

Es war also einer der Termine, der eine Richtung klar macht und zeigt - und das ist ein unglaublich gutes Gefühl.

Mittwoch, 20. Januar 2010

ähm

Das mit "spätestens 17 Uhr Computer und Fernseher aus" - nun ja - ich arbeite dran ;-)

Er war sogar schon aus - nur fiel mir ein, dass ich ja ganz dringend noch eine mail heute schicken muss (und vergessen hab) und dann ist es natürlich unglaublich wichtig, dass ich hier festhalte, dass ich statt des überbackenen Karfiol, nach dem es mich seit 2 Tagen gelüstet, doch "nur" geröstete Haferflocken und Milch gibt.

Eines der Gerichte aus meiner Kindheit, Haferflocken in die Pfanne und sie anrösten und dann Zucker dazu, weiterrösten, so dass es schöne Karamellkrüstchen gibt und dann die Zunge verbrennen weil das Zeug so entsetzlich heiß ist (und ewig lange heiß ist). Dazu kalte Milch - lecker sag ich nur.

Allerdings gibt's auch noch ein Obstgematsche als Nachtisch, tiefgekühlte Sauerkirschen, Äpfel, Bananen gemixt.

Geplant war übrigens, nachdem der Karfiol auf morgen verschoben wurde, weil für abends doch zu schwer und viel, das Obst halb zu matschen und mit bisschen Joghurt zu vermischen und in diese Joghurt-Obst-Pampe dann eben ein paar Haferflocken, sozusagen eine Art Müsli mit mehr Obst als alles andere. Nur als ich die Haferflocken reinrühren wollte, dachte ich:

"Schade, dass ich keine gerösteten mehr habe" (ich mach da immer eine halbe Packung, weil die auch kalt lecker sind) - und schwubbs war die Pfanne auf dem Herd.

Das Obstgematsche gibt's jetzt als Nachtisch und den Rest morgen und die kalte Milch tut auf verbrannter Zunge gut (lecker ist es trotzdem :) )

Fakten

Muss mir selbst da mal ein paar Sachen klar machen:

Vor 10 Tagen hab ich mir das Knie verdreht, nach einer Woche war das Knie wieder in Ordnung - so im Gesamten kenn ich das so, dass mich dann die Angst sehr lange fest im Griff hat - und zwar in einem deutlich heftigeren Ausmaß als es diesmal war. Klar sind da noch Ängste - nicht zu knapp - doch so wie es jetzt ist - war es früher etwa nach gut einem Monat erst. Dass ich ohne Krücken in Reichweite rumlaufe, aber überhaupt auch rausgehe usw - das brauchte alles deutlich länger. Von daher - was ärger ich mich da über mich?

Heute in der Physio war erstmal vorsichtiger Optimismus da - denn die Knie sind im Moment mal echt ziemlich fit. So in der Ebene geht das Laufen mittlerweile ganz gut ohne, auch mal längere Strecken (ich rede hier von 200 Meter oder so). Heute Vormittag hab ich mich an die Treppe gewagt - und es ging - zwar mit Geländer und Schmerzen, aber hey, immerhin ging es überhaupt ohne dass der Schmerz das Knie dazu überredete wegzuknicken.

Schon Ende letzter Woche war irgendwie erstes "Antesten" da, da die Knie im Moment wirklich gut mitspielen - deutlich besser, als ich das gewohnt bin. Und klar kenne ich Phasen, in denen es besser ist und natürlich ist in mir Angst, dass es dann doch wieder nur eine Phase ist und wieder schlimmer wird.

Ich hab viel erreicht in dem knappen Jahr seit ich regelmäßig die Phyiso mache - und es sind so die ersten zarten Hoffnungen, dass ich es schaffen könnte, die Krücken endgültig in die Ecke zu stellen.

Das hab ich mir zwar immer gewünscht und oft auch vorgenommen, doch zur Zeit scheint es auch realistisch, umsetzbar - und die Hoffnung die da die ersten Halme bildet - naja ist dieses "soll es wirklich wahr werden?", "soll sich dieser Traum wirklich erfüllen?" - die Angst mich darauf einzulassen, denn wenn es dann doch nicht klappt tut es einfach nur noch mehr weh.

Und in diesen Momenten wird mir klar, wie sehr es mich belastet - die Schmerzen, die Krücken, das nicht richtig laufen können, die ständigen Einschränkungen - zusätzlich zu denen die mir schon die Vergangenheit und die Angst diktieren.

Mich wirklich auf diese Hoffnung einzulassen, dass ich wieder ohne Krücken laufen kann - auch Treppen oder Gehsteigkanten wieder gehen - das wäre mir so wertvoll - so unendlich wertvoll - dass sie mir einfach Angst macht: Angst, dass diese Hoffnung wieder zerstört wird - wie schon so viele Male.

Ich habe so lange gebraucht mich damit abzufinden, hab unendlich viele Kämpfe ausgetragen - auch mit den Ärzten - weil ich es nicht wollte - ich wollte nicht auf Krücken angewiesen sein - mal ok für ein oder zwei Wochen, aber nicht ständig. Und ich verlor - denn irgendwann war der Punkt, dass ich einsehen musste, dass es eben nicht ohne geht, dass ich mich entscheiden muss zwischen gar nicht laufen oder eben mit Krücken und irgendwann hab ich mich - mit einer Todesverachtung - für die Krücken entschieden. Doch das war immer mit Abneigung und Hass gekoppelt - ich kann diese Teile nicht ausstehen. Grade weil ich auch darauf angewiesen war - denke ich.

Schon das letzte Jahr war dann ja schon so, dass grade Ebene ganz gut ging - und eben auch die meiste Zeit sogar ohne Krücken, solange wir unter 200 Meter blieben. Später ging es auch mit Nordic Walking Stöcken - so dass ich meine Runden drehen konnte. Zwar immer noch auf eine halbe Stunde etwa begrenzt - aber immerhin.

Nur Gehsteigkanten und Treppen blieben ein Problem - und erst da fällt dann auf wie viele Gehsteigkanten es überhaupt gibt.

Gehsteigkanten gehen mittlerweile - meistens jedenfalls. Treppen jedoch blieben die Ausnahme - mal eine einzelne Stufe - sofern ein Geländer da war auf das man sich stützen konnte, wenn es ganz gut war sogar mal 2 oder 3 Stufen - doch mehr war definitiv nicht drin.

Heute waren es 5 - ganze 5 Stufen - natürlich mit Geländer - aber trotzdem - ich wollte es einfach wissen, wollte es probieren - mit jeder Menge Angst (könnte ja ausrutschen oder wenn es dann doch wieder wegknickt fall ich wieder usw) - aber irgendwie musste ich es wissen.

Den Knien geht es gut - natürlich nicht schmerzfrei, doch das erwarte ich nicht mal - mir reicht es, wenn der Schmerz im Rahmen bleibt und ich dennoch die Treppen steigen kann.

Diese Hoffnung irgendwann ohne Krücken wieder laufen zu können - ist leider auch mit Angst gekoppelt - der Angst, wenn ich mich dieser Hoffnung hingebe, wieder enttäuscht zu werden. Zu groß war die Enttäuschung als ich diese Kämpfe damals austrug, zu schwer das eingestehen, dass es eben nicht anders geht.

Und doch ist sie da - vielleicht noch nicht recht als Hoffnung wahrgenommen, sondern immer noch als großer Wunsch, großer Traum: die Krücken nicht nur in die Ecke stellen zu können, sondern wegzuwerfen oder in die Garage zu stellen oder was auch immer - aber ich brauch sie nicht mehr und kann wieder laufen - auch Treppen oder ähnliches.

Im Moment ist nur Fakt: die Schmerzen in den Knien sind irgendwo bei 2-3 - und das ist wunderbar und freut mich sehr. Generell ist zur Zeit schmerztechnisch einiges besser - und ich geniesse es sehr.

Die Schmerzen gehen nicht grad im Chaos unter - sondern sind grade wirklich mal besser.

DIE SONNE SCHEINT

Die Sonne scheint
für mich
in wunderbaren Stunden
sie wärmt das Gras
und auch die Blumen
die Dunkelheit
senkt sich herab
die Blumen rufen verzweifelt
nach dem letzten Sonnenlicht

vor ca 5 Jahren entstanden


Da kann ich nicht viel zu schreiben - damals war es das Gefühl, dass sobald ein Sonnenstrahl mich erreicht, die Dunkelheit gleich doppelt so finster über mich hereinbricht. Heute steht für mich die Sonne im Vordergrund, die irgendwann jede Dunkelheit durchbricht.

Ausgewählt, weil mir die Sonne (damit mein ich die reale ;-) ) heute besonders fehlt.

Ruhe

... ist gar nicht so einfach.

Denn eigentlich sitze ich hier und würde einfach nur gern etwas tun - in mir eine Unruhe und Spannung.

Es ist ja nicht so, dass ich nichts machen dürfte oder könnte, nur eigentlich möchte ich nur weglaufen.

Vor mir, vor dem Denken, dem Fühlen, dem Sein.

Nicht weil das alles so schlimm wäre, sondern weil es so anstrengend ist.

Mich ärgert das - dass ich die freie Zeit die ich habe, dann nicht einfach nutzen kann, das mir "erholen" und "zur Ruhe kommen" so schwer fällt, das immer deutlicher wird, dass all die kleinen Aktivitäten nur ein davonlaufen sind - denn zum "zur Ruhe kommen" gehört auch, sich mit sich selbst zu beschäftigen - auf positive Weise - und das fällt grad sehr schwer - denn lieber würd ich einfach nur aufspringen und lossprinten (wird echt Zeit dass ich eine zweite Sporteinheit die Woche wieder einplane - ab Feber! - vorher ist es finanziell nicht drin).

Zur Zeit sind die Erholungsphasen das Wochenende - denn irgendwie ist für mich da sehr wichtig dass es keine Termine gibt - ich nirgends hin und eben auch nichts tun muss.

Auch wenn ich das nicht näher erklären kann - vielleicht hat es damit zu tun, dass bei uns immer noch Schnee liegt oder es liegt an der Angst draußen oder daran, dass ich einfach niemanden treffen muss, nicht unter Menschen muss. Keine Ahnung - aber wenn ich noch weg muss - ist es was anderes - da kann auch der Vormittag frei sein - ich kann ihn nicht wirklich zum erholen nutzen. Ich komm einfach nicht zur Ruhe.

Dienstag, 19. Januar 2010

genug gejammert!

So genug gejammert! Es ist wie es ist - und ich muß mich entscheiden.

Die Entscheidung ist klar - denn in der Therapie zurüchschrauben ist eh nicht zielführend.

Also muß ich da jetzt durch und eben den Alltag noch weiter in Richtung "gönn dir Ruhe" ausdehnen. Keine Extratouren und keine Fluchten in andere Aktivitäten (vielleicht würd ich es auch nur deshalb so gerne machen - weil es eben eine Flucht wäre vor dem was einem so alles in Gefühlschaos stürzt - war zu meinen Workaholic-Zeiten ja auch so - die Flucht in die Arbeit, in die Lösung der Probleme anderer - nur damit ich mich mit meinen nicht auseinandersetzen musste).

Ich hab mich für diesen Weg entschieden - die Traumabearbeitung ambulant zu machen, dabei war von Anfang an klar, dass das nicht einfach wird und nur geht, wenn ich bereit bin da auf mich zu achten und mir die nötigen Erholungszeiten zu gönnen. Klettert ja auch keiner auf den Mt. Everest ohne Erholungsphasen (Pausen).

Gleichzeitig werde ich aber auch darauf achten, dass erstmal keine weiteren neuen Themen in die Traumabearbeitung "aufgenommen" werden - denn ich hab an den aktuellen mehr als genug zu knabbern. Doch da muß ich dran bleiben.

Dann müssen wir neu entscheiden wie wir weitermachen - ob wir tatsächlich eine Pause von ein oder zwei Wochen einlegen oder nicht - das wird sich dann zeigen - aktiv neues Thema aufgreifen erstmal nicht, wenn sich eins entwickelt durch die Bearbeitung - tja - ist es so.

Die letzten Wochen ergab es sich einfach - da haben wir nicht eine Situation "ausgewählt" um dann an etwas zu arbeiten, sondern es war halt einfach da.

Ziel ist also: spätestens um 17 Uhr Computer aus, Fernseher sowieso (aber der ist da eh aus), wirklich dann auch ein zurückziehen und sich entweder in die Entspannungsecke oder in die Bettecke zurückziehen, sich was Gutes tun und bewusst Zeit für mich selbst zu nehmen - ohne Störungen von außen - also auch kein Telefon oder ähnliches. Und das möglichst konsequent durchziehen die nächste Zeit (das find ich immer so schwer)

Entscheidung ist gefallen und jetzt wird sie umgesetzt!

gefrustet II

Ja - woran happert es.

Am eingestehen und zugestehen.

Ich würde gerne mehr machen, würde gerne aktiver sein, mehr an meinem Projekt arbeiten, würde mich gern häufiger mit Freunden treffen oder häufiger in die Tischlerei gehen (zumindest einen 2. Vormittag).

Ich würde gerne ein zweites Mal Schwimmen die Woche schaffen (wobei das erstmal nur auf Feber verschoben wurde), weil ja Nordic Walking wegfällt und ein zweites Mal Sport für mich wichtig ist und mir auch fehlt (und auch wenn Physio sehr anstrengend ist - zählt das für mich nicht - ist zwar auch Sport - aber da geht es nicht um Ausdauer und auspowern).

Aber ich würde auch gerne wieder mehr mit Musik machen, gezielte Zeit fürs Singen (so richtig - mit einsingen und an best. Stücken arbeiten) oder etwas lernen - mich mit einem Thema beschäftigen, das mir fremd ist, mich da einlesen und informieren.

Oder schlicht mit dem Weltgeschehen auseinander setzen - denn das blend ich zur Zeit ja völlig aus -Nachrichten hab ich schon letzte Woche gestrichen, weil ich das grad einfach nicht mehr kann.

Auch die yahoo-group, die ich mit I. leite - da mehr tun, es stehen einige Themen aus, zu denen noch etwas geschrieben werden sollte - so allgemein - doch ich schaff es einfach nicht. Diese Woche macht I. sie noch - dann bin eh erstmal ich wieder dran.

Aber auch zu Hause - dich Sachen aus der Kommode sollten in den Schrank geräumt werden, damit die Kommode sozusagen die "Kruschtecke" wird - und so finden sich noch einige Ecken in der Wohnung, die gerne Aufmerksamkeit hätten - auch wenn es im Großen ok ist wie es zur Zeit aussieht.

Oder einfach nur mal über das Fernsehprogramm am Tag lästern (dazu muß man erstmal sehen was da so alles läuft).

Es fällt mir schwer mir ein- und zuzugestehen, dass ich zwar viel zu Hause bin, aber in mir eben so viel arbeitet, dass ich mehr Ruhezeiten brauche als ich mir zur Zeit nehme und gönne.

Dieses "in mir" - da happert es - denn das sieht keiner, das kann man nicht erklären, das bringt keinen sofort sichtbaren "Erfolg" - nichts "vorzeigbares".

Und da arbeiten wieder Geister - wie oft hat mir meine Mutter gesagt, dass ich ja nur faul sei - ich ging zur Schule und hatte 5 Jobs, arbeitete 19 - 20 Stunden am Tag - aber das war ja "faul".

Diese Angst davor "faul" zu sein hatte zur Folge dass ich schon mit 16 der typische Workaholic war - von Termin zu Termin geflüchtet, immer nur gemacht und getan. Egal was ich gemacht hab - nichts hat gereicht - immer war es zu wenig.

Vom Kopf her weiß ich, dass die Traumabearbeitung und -exposition Arbeit ist, der Körper merkt es, denn der kommt kaum zur Ruhe, doch gefühlsmäßig rutsche ich grade wieder in dieses "sei nicht so faul", ins "ist immer zu wenig".

Nur dass es diesmal die Stimmen in mir sind, die mir das vorwerfen - und sich darauf stützen, dass es ja so viele Dinge gibt, die ich gerne machen würde - und es nicht schaffe.

Und jetzt soll ich noch weiter zurückschrauben? Das frustet mich grad gewaltig und hinterlässt ein Gefühl von:

Ich hab es einfach satt! Ich will funktionieren, will arbeiten, will aktiv sein, nicht ständig und so vielseitig eingeschränkt! Und ich will weg von dem ständigen "ich" - ohne mich dabei zu vergessen und überfordern - genug Kraft und Energie überhaben um mich um anderen kümmern und für andere da sein zu können.

Vielleicht bin ich auch einfach nur unausgeschlafen oder es ist mal wieder Zeit fürs PMS (das weiß ich dann in ein paar Tagen).

gefrustet

Bin grad gefrustet.

Ich merke dass alles grade etwas viel ist - doch das will ich nicht einsehen.

Ich muß mich entscheiden - entweder in der Therapie einen Gang runterschalten, damit ich nicht nur den "Basis-Alltag" hinkriege, sondern eben auch all die Dinge, die ich gerne machen würde (z.Bsp auch an meinem Projekt weitermachen).

Oder eben dranbleiben und dann auch akzeptieren und einsehen, dass ich beim Rest einen Gang runterschalten muss.

Ich komme grade so hin, merke, dass ich die Wochenenden wirklich als Ruhezeit brauche, dass ich abends nicht so zur Ruhe kommen, gleichzeitig auch das Lesen schwerer fällt, ich wahnsinnig müde bin und doch erst sehr spät einschlafen kann, dass ich kaum einen Tag nur für mich habe - und dass ich damit nicht klar komme.

Zwar habe ich keinen Job, aber mir fehlt Zeit - und die knappse ich - klar - an der ab, in der ich nichts mache, sondern mir einfach nur Ruhe gönne. Damit mein ich einfach dasitzen, lesen oder fernsehen - sich nur berieseln lassen - und vor allem: nirgends hin müssen.

Und genau an diesem Punkt kollidiere ich mit Ansprüchen, die von mir kommen, aber eben auch immer wieder in Fragen der "normal arbeitenden Bevölkerung" auftauchen:

Was machste denn den ganzen Tag - die paar Termine die Woche und sonst frei: ist doch super! Das hätt ich auch gern.

Mir ist durchaus klar, dass ein Außenstehender das nicht verstehen kann - konnte ich damals, als ich noch gearbeitet hab - auch nicht.

Mein Problem dabei ist, dass ich grade diese Ansprüche an mich stelle - ich sage mir: stell dich nicht so an - du hast keinen Job und die paar Termine - jetzt willst du noch mehr frei?

So mit dieser hochgezogenen Braue die sagt: spinnste jetzt völlig?

Es fällt mir grade sehr sehr schwer zu akzeptieren, dass die "psychische Arbeit" eben auch Arbeit ist - und nicht minder anstrengend - und das das nun mal grade mein Hauptjob ist.

Am letzten Freitag war am Anfang beim EMDR der Moment (wir beginnen immer in meinem "Turmzimmer", das sozusagen mein "sicherer" Ort ist, in dem auch keine Widersacher dürfen) - an dem ich mir nur wünschte hier jetzt einfach bleiben zu können, in diesem friedlichen Raum, mit der inneren Ruhe auch - einfach nur Ruhe.

Klar war da auch einfach ein bisschen Schiss vor dem Anderen. Aber ich bin einfach auch an einer Grenze angelangt.

Das war mir letzte Woche schon klar.

Nicht klar ist mir, wo ich nun sozusagen kürzertreten werde - denn dass ich das irgendwo muß ist deutlich.

Fakt ist: im Alltag kann ich nicht mehr sehr viel einsparen, das würde bedeuten, dass ich außer das allernötigste im Haushalt nicht mehr viel passieren wird und dass ich sehr viel deutlicher und bewusster wieder Auszeiten nehmen muss - also kein Fernseher oder Computer nach vier oder halb fünf und diese Zeit wieder mehr mit Entspannungsübungen und Musik füllen - mehr auf mich konzentrieren und die Welt aussperren.

Eigentlich ist auch klar, dass genau das passieren muss - nur hader ich noch.

In der Therapie zurückschrauben läßt sich einfach auch nicht so recht verwirklichen, denn die Themen sind ja nun mal einfach da - und dass die grad auf Hochtouren in mir wirken ist normal - das ist eine unumgehbare Konsequenz der Traumabearbeitung. Klar kann den Inhalt der Datei da "schieben" - und das werde ich auch - die Teile die zum aktuellen Thema gehören werden mit aufgegriffen, der Rest kommt auf die Liste "muß ich beizeiten mal ran".

Aber wenn das klar ist - woran happert es dann?

Therapietermin heute

Uff.

Aber erstmal von vorne.

Tischlerei war gut, eine der Krippen ist heute fertig geworden - mit kleinen "Fehlern" (die man aber nicht sehen kann, da ich es dann halt etwas anders gemacht hab) - sieht ziemlich gut aus - und wird wohl die sein, die für den nächsten Weihnachtsmarkt von den Patienten gemacht werden wird.

Nächste Woche werde ich vielleicht die zweite schaffen - wobei da noch etwas mehr zu tun ist als bei der heute - sonst halt übernächste Woche.

Dann bin ich ja in die Ambulanz - mit dem Thera war vereinbart, dass ich die Seiten hole (von der Datei), die er schon gelesen hat - und hab die dann gelesen.

Der Inhalt war nicht "neu" für mich, auch für den Thera nicht. Trotzdem fand ich es ziemlich heftig. Dabei war jetzt inhaltlich nichts groß "Schlimmes" dabei - es gab ein oder zwei Absätze, die schon auch triggernd waren, aber das eigentlich um das es wohl ging, warum die Datei so aktuell wurde - kommt noch - fürchte ich.

Im Moment muß ich es einfach sacken lassen. Es ist für mich nicht greifbar - was da so aufwühlend war, es hinterlies das Gefühl, aufgezogen zu sein - unter Spannung, so als müsste ich gleich loslaufen, -rennen. Wie eine Seite die so gespannt ist, dass die kleinste Berührung sie reissen läßt oder diese Aufziehautos - so sehr, dass es einfach nicht mehr weiter geht und regelrecht vibriert weil es los fahren will. Aber als unangenehme Spannung.

Montag, 18. Januar 2010

Schwimmen V

Schwimmen war klasse - auch wenn das Sportbecken voll war und somit kein richtiges Schwimmen möglich. Ich hab in der Sole meine Übungen gemacht und dann bin ich im Wasser "Rad gefahren" - diesmal auch die volle Zeit (ca 45 Min) - und es war gut so.

Die Pool-Nudeln darf ich nicht mehr dortlassen, dafür darf ich sie mir dort ausleihen - passt mir ehrlichgesagt eh besser - muss ich sie wenigstens nicht in die Umkleide schleppen und dann noch vollgepackt nach vorne.

Ansonsten sind die Gebetskreis-Mappen fast fertig (hab leider erst bei der vorletzten gesehen, dass beim Inhaltsverzeichnis alle Lieder mit M fehlen - die muß ich noch nachtragen und das nochmal ausdrucken).

Jetzt noch was essen und dann ab ins Bett - gestern war es wieder so spät (nach eins) - irgendwie klappt das mit dem Einschlafen zur Zeit nicht so dolle - morgen ist dann Tischlerei und danach Thera, diesmal geht es um den ersten Teil der Datei - da fürcht ich mich etwas vor.

Fallangst neuer Stand

Knie ist in Ordnung (schon Ende letzter Woche), in der Wohnung lauf ich barfuß oder in Socken rum, denn Hausschuhe und ABS-Socken sind mir zu "rutschig" (ob das nun Einbildung ist oder tatsächlich so auf Laminat - keine Ahnung) - aber so geht es in der Wohnung mittlerweile wieder ganz gut - auch ohne Angst (ausschlaggebend war übrigens ein nächtliches Verdrehen, das mich zwar aufschrecken ließ, aber auch deutlich machte: Knie ist wieder ok - denn außer einem kurzen Verhaken war nichts).

Draußen sieht das ganz anders aus - auf festgetretenem oder festen Boden geht es - mit Spikes - aber immerhin. Wir haben hier leider auch ein paar Meter mit viel Schnee - so diesem in sich nicht Halt gebenden und weichem Schnee, der noch kein Matsch ist, aber die Füße wegrutschen lässt (eben weil der Schnee nachgibt) - das ist große Katastrophe - mit Schuh- und Krückenspikes und sehr sehr sehr viel Angst.

Ohne Spikes geht draußen gar nichts und auch ein großes Problem sind die Böden in Läden - denn die sind naß und für Spikes nicht geeignet - ganz und gar nicht lustig kann ich da nur sagen.

Wenn ich nach Hause komme ist es immer noch so, dass ich vor der Tür die Schuhe (mittlerweile samt Spikes, weil ich mir gar nicht mehr die Mühe mache die von den Schuhen abzumachen) ausziehe und dann drinnen auf eine Zeitung stelle - und dann mit kalten Füßen in die Wohnung zu laufen (wie gesagt - mit Socken rutscht man auf Nässe nicht so schnell).

Ich fürchte diese Angst wird mich auch noch eine Weile begleiten und im Moment hab ich auch keine Kapazitäten frei um daran zu arbeiten (und würde dann wohl eher mit den Hausschuhen anfangen - wobei die rutschen wirklich - sind so Hüttenschuhe ohne Ledersohle, sondern ABS-Socken-Stil, gab es kürzlich bei L.dl - mal sehen ob ich so Ledersohlen irgendwo bekomme um sie drannähen zu können).

Draußen hab ich bis Freitag immer noch das Knie zusätzlich bandagiert - das gab mir ein ganzes Stück Sicherheit, heute werde ich den ersten Versuch wagen, das ohne zu machen (und streite noch mit mir ob ich die Bandagen sicherheitshalber mitnehmen soll).

Die Wut nimmt zu - auf mich, auf die Angst, dass sie mich so im Griff hat und seit das Knie wieder ganz das alte ist - wird das noch mehr.

Dieses Wissen, dass ich da in einem alten Film ist, dass die Angst nichts mit der Realität zu tun hat, dass ich da völlig überzogen reagiere - und gleichzeitig zu merken, dass ich das schon weiß, mir das voll bewusst ist - und ich es dennoch nicht geregelt bekomme.

Dieses Gefühl, dass da irgendetwas von einem Besitz ergriffen hat und man hat keine Chance dagegen - außer dass man ununterbrochen ankämpft - jede Minute, jede Sekunde - damit es nicht noch mehr Macht gewinnt.

Dabei übersehe ich das Erreichte - es ist jetzt gut eine Woche her und ich überlege nicht mehr deshalb zu Hause zu bleiben, sondern gehe raus, kann mich in der Wohnung (mit kleinen Einschränkungen wie eben keine Hausschuhe oder Schuhe) gut bewegen, hab da auch keine Angst mehr - das war vor ein paar Tagen noch anders, da war jeder einzelne Schritt mit Angst gekoppelt), daß ich es geschafft habe mich davon nicht in der Wohnung einsperren zu lassen, sondern den Ängsten trotzen konnte und eben meine Termine wahrgenommen hab.

Ich war auch einkaufen - trotz der nassen Eingangsbereiche usw.

Doch all das ist nichts wert - weil ich wieder mal zu ungeduldig bin und wohl lieber über mich selbst ärger. Grummel.

Dabei ist Fakt: es wird besser, ich hab alle Vorgaben und Vorhaben erreicht (zumindest die realistisch gesteckten Ziele) - hab mir 2 Wochen gegeben, die noch nicht um sind - um in etwa das zu erreichen, was ich aktuell geschafft hab (naja - ich geb zu - es ist noch eher wackelig geschafft, aber ich hab ja noch ein paar Tage um das zu festigen).

Mittwoch wird es den nächsten großen Schritt geben: Phyiso: ob ich mich auf die Weichbodenmatte oder gar das Trampolin traue - im Moment dreht sich mir allein beim Gedanken der Magen um und ich hab Mühe zu atmen. Anvisiert war es noch nichtmal für diesen Mittwoch, sondern für nächsten - doch wir hätten diesen Mittwoch die Möglichkeit (und es ist unklar ob die Woche drauf auch diese Möglichkeit besteht).

Aktuell sollte ich wohl an der Wut arbeiten, denn die ist nicht grad hilfreich.

Die Angst ist da, sei begleitet mich nun schon mein Leben lang, die Fallangst auch schon gut 10 Jahre (mal überlegen - sind sogar 12 oder 13 jetzt). Unzählige Male musste ich wegen Verletzungen von vorne anfangen - dabei wurde immer deutlicher wie ich dabei vorgehen sollte um möglichst schnellen aber eben auch stabilen Erfolg zu haben.

Heute arbeite ich da viel verbissener dran als früher - einfach weil ich mehr Kraft habe und nicht sowieso in einer Situation war, wo die Angst und die Verzweiflung Überhand nahmen und es nur noch ums blanke Überleben ging - da ist so eine popelige zusätzliche Panik oder Angst nämlich echt unwichtig.

Aber ich habe heute auch viel weniger Geduld mit mir - vielleicht weil es mich einfach auch mehr einschränkt. Wenn man eh nur wie gelähmt in der Ecke sitzt und man sich versteckt und verkriecht - hat Rausgehen und etwas unternehmen oder gar sich etwas Gutes zu tun natürlich keine Priorität - ist noch nicht mal verlockend.

Von daher sollte ich mich freuen, zeigt es doch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

mal gute Werbung

Bei Pharmama gesehen und einfach nur klasse:

Und um nicht auch den Löwen zu zeigen (find ich am besten) dies hier als Beispiel:


Es gibt durchaus auch mal gute Werbung - leider viel zu selten. Hier gibt's noch weitere (z. Bsp. den Löwen ;-) ) gute Printwerbung.

gebissen

Es gibt das Sprichwort: Das Leben ist kein Streichelzoo.

Nur das ich das nie so verwendet habe -bei mir war es immer:

Das Leben ist ein Streichelzoo - mit bissigen Tieren.

Früher eher sarkastisch gemeint, finde ich heute dass es passt. Denn es gibt die Möglichkeiten auch an bissige Tiere heranzukommen, mit ihnen zu arbeiten und vielleicht sogar deren Vertrauen zu gewinnen - und vor allem im Leben gibt es immer Situationen die angenehm sind und eben diese, bei denen man eher gebissen wird.

Und irgendwie ist es genau das, was das Leben ausmacht - auch mit den bissigen Tieren umgehen zu lernen, umgehen zu können, sie in Ruhe zu lassen - wenn das möglich ist.
Widrigkeiten wird es im Leben immer geben, damit umgehen zu können und sich nicht unter kriegen zu lassen - das ist es was ein erfolgreiches Leben ausmacht.

Nicht ein guter Job, viel Geld, vielleicht noch nicht mal Familie - sondern trotz Widrigkeiten das Leben so leben zu können, dass man daran wächst, ständig dazulernt und an Herausforderungen wächst.

Trotzdem - schön wäre, wenn die Herausforderungen nur fordern und nicht überfordern und handhabbar blieben.

Sonntag, 17. Januar 2010

spät

Doch spät geworden - eben druckt noch das Inhaltsverzeichnis, war noch einiges an Liedgut nachzudrucken und kopieren (und mein Drucker ist doof - der nimmt häufiger zwei oder mehr Blatt auf einmal - beim beidseitigen Bedrucken echt nervig!).

Aber dann ist erstmal alles ausgedruckt. Morgen leih ich mir von der Freundin den Drucker und loche alles und dann muss ich noch die Seitenzahlen draufschreiben - sind insgesamt 108 Seiten - für 11 Mappen (eine so als Kopiervorlage).

Dann noch die Mappen besorgen und einheften und irgendwann nochmal bei zwei Mappen die Lieder durchgehen und Barree-Griff-frei gestalten - doch das werd ich eher so nach und nach mal machen, kenne ja auch viele Lieder gar nicht.

Jetzt bin ich groggy und froh, wenn ich die ganzen Zettel hier los bin (ach ja, die Fehldrucke muss ich noch einsammeln, die liegen hier rum und müssen ins Altpapier).

Müde jetzt - sehr.

sortiert

Im Gebetskreis gab es die letzten Jahre wohl immer wieder einen Liedzettel - von daher gibt es mittlerweile einen Stapel von gut 20 cm an diversen Kopien.

Ich hatte mich bereit erklärt aus diesen Liedzetteln eine Mappe zu machen - bzw diese zu Mappen zusammenzufassen.

Erstmal sind sie jetzt sortiert und teilweise nachkopiert, damit es insgesamt 10 Mappen werden.

Dann festgestellt dass ich keinen Locher hab (was ja nichts macht, denn Mappen hab ich auch keine und die von Aldi vom Do sind wohl schon alle verkauft).

Im Ofen ist das Kartoffel-Gratin, das ich vor ein paar Tagen dann doch nicht gemacht hab.

Viel mehr wird es heute wohl nicht mehr werden. Dafür ist die Müdigkeit nicht mehr so lähmend - so dass ich mich eigentlich ziemlich gut fühle.

schnarch

Schon gestern war ich so unglaublich müde - da dachte ich noch, dass es an der doch "kurzen" Nacht lag (wobei so kurz war sie nicht von etwa 1 oder halb zwei bis halb 11 oder so) - oder am späten Aufstehen.

Gestern war es dann vielleicht 10 als ich einschlief - die Nacht war auch ok - und doch - ich bin unendlich müde.

Sowohl körperlich als auch psychisch.

Der Vorteil: da denk ich dann auch nicht mehr groß - es ist einfach ein in den Tag hineinleben - von daher ist es abgesehen von der Müdigkeit gefühlsmäßig nicht schlecht.

Gut möglich dass ich das durchbrechen könnte, indem ich einfach irgendwas mache. Raus gehen geht nicht, aber man kann ja auch in der Wohnung was tun, die Küche wär nicht schlecht.

Mal sehen ob ich das nachher mache.

Samstag, 16. Januar 2010

dies und das

So im Gesamten geht es heute wieder recht gut - gestern Abend lange mit D. telefoniert, davor der Gebetskreis - das hat sehr getragen.

Dann irgendwann auch geschlafen (weit nach Mitternacht) - aber war ok,

Im Moment bruzzeln Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln im Ofen (in Olivenöl geschwenkt und nach belieben gewürzt einfach bei 180 Grad in den Ofen schmeißen) - da freu ich mich gleich drauf, ich hab nämlich echt Hunger - gab nämlich kein Frühstück heute (außer eine kleine Karotte die ich beim Schneiden futterte).

Wie kommt es eigentlich, dass im Fernsehen immer mehr Mist läuft oder ständige Wiederholungen (im Moment grad Spiegel TV - Mit Lust zur Leistung - nicht so schlecht, aber hab ich schon gesehen) - irgendwie ist da nichts Gescheites mehr. Ich frag mich nur - ist es so, dass wirklich mehr Blödsinn gesendet wird oder sind einfach die eigenen Ansprüche gestiegen?

Mein Zyperngras - kaum zu glauben - aber da kommt tatsächlich was. Bisher waren da meine Erfolge eher mau bis schlicht nicht gegeben. Aber von den 15 Stengeln die ich der Gärtnerei abgeluchst habe sind bei dreien jetzt tatsächlich mal Miniblättchen gekommen - die sehen zwar nicht ganz gesund aus - aber immerhin. Ich trauere meinem echten Papyrus und meinem Riesenzyperngras immer noch nach - seufz.

Zur Zeit komm ich beim Lesen nicht recht weiter - ich les immer noch recht viel, brauche aber deutlich länger für ein Buch. Das zeigt eher, dass die Konzentration zur Zeit nicht so da ist. Aber auch, dass mir Zeit fehlt - ich geh erst später zu Bett und bin dann einfach nur müde. Grade diese Woche war dann oft schon um acht "Licht aus" - weil ich einfach alle war.

Auch an meinem "Projekt" arbeite ich zur Zeit gar nicht - geht einfach nicht.

Im Moment bin ich eher unzufrieden, dass ich so "wenig" hinbekomme - eher das Gefühl habe "die Zeit läuft mir davon". Das zeigt auch, dass es eben doch sehr viel Kraft und Energie kostet - innerlich - die man nicht an konkreten "Taten" ablesen kann.

Freitag, 15. Januar 2010

Geister und Dämonen

Was sind es denn für Geister und Dämonen, die aktuell in mir rumspuken.

Zum einen geht es natürlich um die Missbrauch-Situationen - grade die, die wir aktuell auch aufgreifen. Ich kann sie immer wieder spüren - so als würde sie in diesem Moment passieren. Mittlerweile nicht mehr so geprägt von Schmerz, aber dennoch deutlich und klar.

Es geht aber auch um die Fassungslosigkeit, dass der Vaters, der meine einzige Bezugsperson war - eben auch eine andere Seite hatte.

Zwar weiß ich den Missbrauch schon lange, dennoch war es nicht mit Gewalt und Rohheit gekoppelt. Und es ging immer nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Doch plötzlich ist es eine Situation, in der er durchaus Gewalt an wand und Schmerz zufügte. Es ist etwas zerbrochen in mir. Und ich muß das Bild das ich von ihm hatte, revidieren.

Nur wenn er auch noch wegfällt - dann hatte ich niemanden mehr - und ich kriege die schönen Momente mit ihm nicht mit den anderen unter einem Hut.

Dann ist da meine werte Mutter, mit der mich nichts positives verbindet, die so gefangen in ihrer eigenen Welt war, dass sie niemand anderen sehen konnte.

Es tut einfach nur sehr weh.

Dann sind da die Stimmen: du taugst nichts, bist nichts wert, hast es so gewollt, weißt ja was zu tun ist, hast ja gefragt, usw. usw.

Und die Zweifel: das bildest du dir alles nur ein, das hätte doch jemand merken müssen (was wieder so manche - erfolgreiche - Vertuschungsaktion der Mutter in Erinnerung bringt), du warst ja ständig in der Klinik, die hätten doch was merken müssen usw. usw.

Es gibt die Begründungen und Erklärungen warum es eben niemand merken konnte, dass die Eltern da Hand in Hand gearbeitet haben und meine Mutter auch einer Kinderklinik, die sie nicht kannte, erklären konnte, warum die 10-jährige Pflegeschwester mit massiven Untergewicht keinesfalls essgestört sei, sondern wegen einer Salmonellenvergiftung so viel abgenommen hatte oder in der Schule erklärte, dass sie sich mit dem Verweigern vom Essen nur wichtig machen wollte - und zwar jedesmal erneut erfolgreich.

Es "reicht" nicht mal, dass der Vater es ja nie bestritten hat, zugab, dass da "was" passiert ist. Denn dieses "was" kann alles bedeuten - und nichts.

Ich kann meinen Gefühlen nicht trauen, der Körper verrät mich, denn er empfindet Dinge, die aktuell definitiv nicht stattfinden, wie kann ich erkennen, was von den Gedanken nun wirklich ist - und was die Dämonen von früher sind, das was mir eingetrichtert wurde?

Was macht man mit einer Vergangenheit vor der man eigentlich nur weglaufen möchte - und doch weiß, dass es nicht geht, weil sie einen immer und immer wieder einholt - oft genug in solch massiven Ausmaß, dass man Schwierigkeiten hat die Vergangenheit vom heute zu unterscheiden.

Was macht man damit, dass man sich selbst in den Staub treten will, weil man es nicht anders kennt - man Jahrzehnte in den Staub getreten wurde?

Wie soll man Vertrauen lernen, wenn man sich selbst nicht trauen kann und sich selbst so sehr hasst, dass man nicht verstehen kann, dass irgendjemand mit einem zu tun haben will - wie soll man vertrauen, dass mal jemand etwas ohne Hintergedanken macht?

Was macht man mit der Trauer, mit der Scham, der Hilflosigkeit und Ohnmacht, man eigentlich wütend sein will, aber alles was bei raus kommt ein wütend auf sich selbst sein ist? Und nicht zuletzt mit den Schuldgefühlen und der Schuld - wo auch immer sie hingehören mag?

Unzählige Male haben Menschen, die eigentlich Halt geben sollten, bewiesen, dass ich nichts wert bin, dass man mich benutzen kann wie man grad lustig ist und dass ich höchstens als Werkzeug zur Befriedigung perfider Gelüste zu dienen habe. Deren Stimmen sind die Geister und Dämonen.

Es ist verdammt hart denen etwas entgegenzusetzen, sie haben 35 Jahre Erfahrungswerte auf die sie zurückgreifen können, unzählige Beispiele und Verzerrungen, während ich erst seit einem Jahr versuche mich da gegen zu wehren und wenigstens mal zuzulassen, dass es die - wenn auch klitzekleine - Möglichkeit eben könnte, dass die vielleicht doch nicht recht haben könnten. Es ist unglaublich schwer, alte - eingeschworene - Verhaltens- und Denkmuster zu erkennen, aufzubrechen, zu überprüfen und dann aufzugeben.

Aber hey: niemand hat gesagt, dass das Leben einfach ist - und immerhin hab ich die Möglichkeit daran zu arbeiten.